Breath made visible

© Projektor Filmverleih

Ein Film übers Tanzen, ein Film über Leben und Tod und ein Portrait über eine radikale Widmung des Lebens an den Tanz. Der Schweizer Filmemacher Ruedi Gerber hat mit Breath Made Visible eine faszinierende Dokumentation über Anna Halprin geschaffen, die jetzt als DVD erschienen ist. Sie zeigt das ungebrochene Charisma der inzwischen 90jährigen Tänzerin und bewegt mit beeindruckenden Bildern.

Anna Halprin wurde am 13. Juli 1920 als Tochter einer jüdischen Einwandererfamilie geboren und hieß eigentlich Hannah Dorothy Schumann. Schon im Alter von vier Jahren begann sie zu tanzen. Doch nicht das klassische Ballett war ihre Sache, sondern der freie Tanz mit den Methodiken von Ruth St. Denis und Isadora Duncan. Später folgte ein Studium an der Universität Wisconsin bei Margaret H’Doubler, ihrer lebenslangen Mentorin. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog sie gemeinsam mit ihrem Mann, dem renommierten Landschaftsarchitekten Lawrence Halprin, nach Los Angeles. Dort gründete sie im Jahre 1959 die Company San Francisco Dancers’ Workshop, ein Experimentierfeld, das Künstlern aller Gattungen offen stand: “Jeder ist ein Tänzer, eine Tänzerin.” Auch ihre Kinder standen schnell auf dem Dancefloor im Garten vor dem Haus, den Mutter Halprin bot immer für das passende Alter Tanzkurse an.

Ihre Performances werden zu Ereignissen und nicht selten zu handfesten Skandalen – wie etwa “Dress and Undress”, bei dem erstmals gänzlich nackte Tänzer auf der Bühne standen. Später widmet sie sich dem Tanz als Ritual. Als sie Anfang der 1970er Jahre an Darmkrebs erkrankt, nimmt sie schließlich den Kampf gegen den Krebs auf – natürlich mit den Mitteln des Tanzes: “Bevor ich Krebs hatte, schöpfte ich aus dem Leben Kunst. Nachdem ich Krebs gehabt hatte, half mir die Kunst, wieder ins Leben zurückzufinden”. Heute beschäftigt sie sich passend zu ihrem hohen Alter mit dem Sterben und dem Tod. Doch wer ihre jugendlichen Bewegungen sieht, erkennt etwas unsterbliches in ihr.

Der Filmemacher Ruedi Gerber kennt die Ikone der Tanzperformance schon seit vielen Jahren. In einer gelungenen und überaus spannenden Mixtur aus Interviews (meist an Originalschauplätzen gedreht), historischem Material und Rückblicken mittels expressiver Fotos zieht einen die Persönlichkeit Halprins in seinen Bann. Bald verwoben mit einer Zeitreise durch die Kunst-, Gesellschafts- und Weltgeschichte der letzten 90 Jahre. Am Ende möchte man einfach nur noch mehr sehen von Anna Halprin und ihrem Tanz des Lebens. Absolut sehenswert.

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21.12.2014 um 23:12 Uhr

Rücklicht: Udo Jürgens

Gerade hat er noch seinen 80. Geburtstag gefeiert, jetzt ist er ganz schnell gegangen: Udo Jürgens – viel mehr als ein Schlagersänger. Ein schöner Nachruf in der SZ.

Foto: Screenshot Udo Jürgens website

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20.12.2014 um 06:12 Uhr

Horoskop 2015

Luisa Francia hat schon ihr Horoskop 2015 online gestellt: “2015 wird also sicher ein Jahr der Neuorientierung für alle, die die Zeichen der Zeit zu lesen verstehen. Neue Herausforderungen erfordern neue Vernetzungen. Geld ist nicht mehr was es mal war….Das Thema des Jahres könnte lauten: gemeinsam Visionen spinnen, Resourcen teilen, gemeinsam feiern, träumen und neue Wirklichkeiten erschaffen. Empfindlichkeiten ablegen – die Zeit wird rauer.”

Foto. Luisa Francia

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19.12.2014 um 13:12 Uhr

Ulrike Hirschs Verkaufs-Galerie

Ulrike Hirsch: “Es sind zum größten Teil Bilder, die schon ein paar Jahre alt sind und die ich für bestimmte Ausstellungen gemalt habe. Daher habe ich für diese Verkaufs-Galerie neue (Sonder-)Preise festgelegt. Manche Bilder sind Stücke aus Serien, die noch bei mir geblieben sind, oder einfach Werke, die noch nicht den “Richtigen” gefunden haben. Ich habe all diese Malereien sehr lieb und freue mich, wenn sie ein neues Heim finden.” Hier.
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