Lass einfach los und Du bist frei

Foto: Torsten Klemm / pixelio.de

Es gibt eine Art von Affenfalle, die in Asien gebraucht wird. Eine Kokosnuß wird ausgehöhlt und an einem Seil an einen Baum oder einem Stock in der Erde befestigt. Der Boden der Nuß wird aufgeschlitzt und etwas süßes Futter hineingelegt. Das Loch ist gerade so groß, daß ein Affe seine ausgestreckte Hand hindurchschieben kann, aber eine geschlossene Faust nicht zurückgezogen werden kann.

Der Affe riecht die Süßigkeit, steckt seine Hand hinein, um das Futter zu ergreifen, und kann sie dann nicht wieder herausziehen. Die geschlossene Faust geht nicht durch den Schlitz. Wenn die Jäger kommen, gerät der Affe in Panik, kann aber nicht entfliehen. Keiner hält den Affen gefangen, außer der Kraft seiner eigenen Anhaftung. Er braucht nur seine Faust zu öffnen.

Aber die Kraft der Gier in seinem Geist ist so stark, daß es kaum einen Affen gibt, der loslassen kann. Es ist das Begehren und Anhaften in unserem eigenen Geist, das uns gefangen hält. Wir brauchen nur die Hände zu öffnen, unser Selbst, unser Anhaften loszulassen, und wir sind frei.

Dieses alte Gleichniss von Buddha mahnt die Menschen, sich nicht zum Affen zu machen. Also lass los und Du bist frei!

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  • Kerstin Kellner

    ja, so ist es auch in unserem Leben! Erst wenn man sich der Sache, die man gerade macht bewußt ist, kann man loslassen! In dem Alltag – etwas mehr Bewußtsein hineinzulassen -kommt auch von zulassen gibt uns die Erlaubnis loszulassen. Dieses lOSLASSEN IST SO WICHTIG IM TÄGLICHEN lEBEN, nur dann kann man in die Entspannung kommen und der Spannung ausweichen. Es ist nichts anderes als das Ein- u. Ausatmen.

Die Blätter fallen, fallen wie von weit, als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen unendlich sanft in seinen Händen hält.”

Rilke

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