Schulabbrecher – Fußballprofi – Unternehmer

Es gibt Menschen, mit denen man sich, obwohl man sie nie persönlich kennengelernt hat, verbunden fühlt. So ging es mir schon vor Jahren mit Bobby Dekeyser. Ich sah sein Foto, las seine Geschichte vom Fußballprofi zum Gründer eines Weltunternehmens in Lüneburg (Dedon) und war fasziniert. Er hatte eine Idee (Outdoor-Möbel) ließ sich nicht unterkriegen, schuf eine spezielle Unternehmenskultur, verkaufte sein Unternehmen und kaufte es zurück. Dann habe ich ihn  aus den Augen verloren und war froh als ich auf seine Biografie stieß, um die ganze Geschichte zu lesen.

In dem Buch Unverkäuflich ist die verrückte Lebensgeschichte höchst unterhaltsam und spannend niedergeschrieben. Bobby ist ist fünfzehn, als im Schulunterricht aufsteht und beschließt, Fußballprofi zu werden. Vier Jahre später steht er im Tor des FC Bayern München. Nachdem ihn ein Gegenspieler schwer verletzt hat, beginnt ein spektakuläres Abenteuer: Ein Bauernhof in Niedersachsen ist die Keimzelle eines Unternehmens mit mehreren tausend Mitarbeitern. Geleitet von einem Grundsatz: Vertrauen. Auch privat eine Erfolgsgeschichte mit Traumfrau und 3 Kindern, die jäh mit dem plötzlichen Tod seiner Frau endet. Dekeyser lässt sich in kein Raster packen, er lebt sein Leben nach anderen Maßstäben, ist natürlich spirituell geführt, ohne sich darüber bewusst zu sein und bleibt vielleicht deswegen immer noch ein Getriebener, der inzwischen in New York lebt.

Auszug aus dem Buch

“Ich möchte jedem, der meine Geschichte liest, Mut machen. Ich möchte raten, auf das eigene Herz zu hören. Den Plan, den man schon lange hegt, endlich umzusetzen, etwas zu wagen, etwas zu riskieren. Aber um das klarzustellen: Diese Geschichte ist kein Ratgeber. Ich glaube nicht an Ratgeber und ich halte generell nichts von Beratern, denn sie sind für mich wie dicke Männer, die einem Diätenv erkaufen wollen. Patentrezepte? Gibt es nicht. Erfolg ist so individuell wie ein Fingerabdruck, denn jeder Mensch hat andere Talente; jeder Mensch geht seinen eigenen Weg, und wer behauptet, die Weisheit zu kennen, ist so vertrauenswürdig wie meine Labradorhündin Anouschka, wenn sie auf eine Fleischwurst aufpassen soll. Ich möchte zeigen, dass man auch oder gerade heutzutage, in einer Welt, die angeblich so kalt ist und so gewinnorientiert, mit alten Werten, mit Loyalität, Freundschaft, mit Familie und Arbeit dahinkommen kann, wo man hinmöchte. Ich meine damit keine materiellen Dinge, keine Autos, keine Häuser, Boote oder Ähnliches. Schnelle Euros? Karrieren? Unwichtig! Ich meine: eine innere Zufriedenheit, ein persönliches Glück, das jeder für sich selbst finden muss. Jeder kann glücklich sein, in jedem Beruf. Ich wäre auch als Bäcker glücklich, als Zahnarzt, als Postbote. Es kommt auf starr die Einstellung an und auf die eigene Leidenschaft. Dafür gibt es keine Anleitung, und wer eine Anleitung von anderen dafür sucht, sollte sich schon mal fragen, warum das eigentlich so ist. Man fühlt doch selbst am besten, was richtig ist, wer einen berührt, was einen bewegt.”

Stiftung Dekeyser & Friends

Um andere zu inspirieren, eigene Projekte umzusetzen, hat er die Stiftung Dekeyser&Friends gegründet, die jungen Menschen aus allen Ecken der Welt und sämtlichen sozialen Schichten eine neue Art von Bildung vermitteln soll. Die Stiftung erhält von 2012 an ein Zehntel des Gewinns von Dedon. Dekeyser sagt, er wolle »Rahmen bauen, in denen die Menschen ihre Kreativität ausleben können«.

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Im Meer des Lebens,
Meer des Sterbens,
in beiden müde geworden,
sucht meine Seele den Berg,
an dem alle Flut verebbt.

Japan, 7. Jahrhundert

elbeabend

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