TV-Tipp: Ein Leben für die Pferde

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Der 80-jährige Marc Bertran de Balanda ist an seinen elektrischen Rollstuhl gefesselt. Der ehemalige internationale Springmeister haust in einer ausrangierten Pferdebox, die  zu einer winzigen Zweiraumwohnung umfunktioniert ist. Sein Leben reduziert sich auf Weniges: Abends lauscht er, wie sich das Pferd in der Nachbarbox schlafen legt. Morgens wartet er auf seinen Schüler, den 17-jährigen Edmond, zu dem er eine ungewöhnliche und intensive Freundschaft entwickelt hat. 

Der junge Edmond gilt als schweigsam und zurückgezogen. Alle finden, er solle fröhlicher, glücklicher sein. Täglich gegen 5.00 Uhr früh steigt Edmond auf seine Stute, um bei Marc Bertran de Balanda Reitunterricht zu nehmen. Unter dessen – vom Rollstuhl hinaufgeflüsterten – Anweisungen zeigt Edmond immer wieder, dass die in ihn gesetzten Hoffnungen als Nachwuchstalent gerechtfertigt sind.

 

In ihren Begegnungen erfinden zwei Wesen, die ein Altersunterschied von rund 60 Jahren trennt, eine gemeinsame Sprache, eine Sprache des Lehren und des Lernens. Dieses gegenseitige Geben und Nehmen wirkt auf auf den einen lebensverlängernd – wenn schon nicht heilend – auf den anderen wie ein Schlüssel zur Selbstwerdung.

 

arte zeigt die Dokumentation „Ein Leben für die Pferde“ am 1.8. um 21.50 Uhr.

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Ich bin zwar noch kein Phoenix, aber hier in der Asche liegend kommen die Schmerzen vielleicht daher, dass mir neue Flügel wachsen.“

May Sarton

schmetterling

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