Erinnerung an die Göttin

Von Jean Shinoda Bolen. Vor vielen Jahrtausenden huldigten die Menschen der großen Göttin. Es gibt viele Beweise für die Existenz einer hoch entwickelten matriarchalen Kultur, die aber immer wieder von Wissenschaftlern geleugnet werden. Seien wir uns bewusst: Wir leben in einer am männlichen Prinzip orientierten Gesellschaft. Die Frauenbewegung ist erst wenige Jahrzehnte alt. Es besteht kein großes Interesse daran, der Göttin (und damit allen Frauen), ihre Macht zurück zu geben. Frauen und Männer, sowie die Erde selbst leiden unter dem Ungleichgewicht. Es ist an der Zeit die weibliche Kraft (Shakti) in die Welt zurück zu bringen!

Versetzen wir uns zurück in alte Zeiten:  Die Tempel der großen Göttin waren Plätze, an denen Frauen zu Priesterinnen ausgebildet wurden. Sie lernten Musik, Tanz, Sprache, Schrift, Schönheitspflege, Heilkunde, Liebeskunst und andere Dinge. Diese Frauen waren hoch angesehen. Männer und Frauen besuchten den Tempel, um die Göttin zu ehren. Oft fanden dabei heilige Vereinigungen zwischen Frauen und Männern statt. Dies geschah in spirituellem Bewusstsein und in höchster Achtung vor der Weiblichkeit. Es gibt Anzeichen dafür, dass alte Traditionen wie Tanz, Tantra, Yoga, sowie auch heutige Jahresfeste, dieser alten Zeit entstammen.

Herrscher wurden von der Göttin erwählt und gestützt, das Erbe wurde durch die mütterliche Linie weitergegeben. Die Menschen außerhalb der Tempel lebten in friedlicher Gemeinschaft. In den Funden des alten Indus-Tales befanden sich keine kriegerischen Darstellungen. Frauen nahmen an allen Dingen des alltäglichen Lebens teil. Die Menschen lebten in Harmonie mit der Natur, die Erde war ihnen als Schoß der Göttin heilig.

Mit dem Einfall von kriegerischen Stämmen aus dem Norden veränderte sich die Situation der alten Völker: Nach und nach wurde die Göttin von einem männlichen Gottvater verdrängt. Herrschaft errang man durch Besitz und kriegerische Auseinandersetzung. Männer übernahmen die Macht und die Frauen verloren ihre Rechte, Söhne wurden vom Vater beerbt, die mütterliche Linie wurde bedeutungslos. Um sicher zu gehen, dass ihre Söhne auch aus ihrer Linie stammten, bewachten Männer ihre Frauen und freie Sexualität wurde Frauen verboten. Frauen wurden zu Ehefrauen und damit Besitz ihres Mannes. Da sie keine eigenen Geschäfte mehr führen durften, gerieten sie in finanzielle Abhängigkeit. Die bunten zarten Schleier der Göttin wurden zur schwarzen Verschleierung.  Nachzulesen in Eluan Ghazal: Schlangenkult und Tempelliebe)

Die „heiligen“ Schriften des Patriarchats machten die Frauen verantwortlich für die Sünde in der Welt. Priesterinnen, die sich Männern hingaben wurden zu Huren abgestempelt (dies geschah auch Jesus Gefährtin Maria Magdalena).  Frauen, ob Ehefrau oder Prostituierte, sind somit zu Objekten geworden. Nach der Jahrhunderte lang andauernden Verfolgung und Hinrichtung weiser Frauen im Mittelalter wurde die Stimme der Göttin endgültig zum verstummen gebracht.
Doch: Wir beginnen uns zu erinnern. „Wenn Sie über eine Göttin meditieren, wird dieser weise Teil von Ihnen auch im Alltag bewusster und zugänglicher für Sie. Wir aktivieren die Themen, auf die wir uns konzentrieren….Und je mehr wir uns auf diesen Prozess einlassen, desto sicherer wird es , dass der Göttinnen Archetyp in die Kultur zurückkehrt.“

Auszug aus Feuerfrau und Löwenmutter: Göttinnen des Weiblichenvon Jean Shinoda Bolen.

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Hören Sie auf Ihr Herz: Spüren Sie in sich hinein: Wem möchte ich etwas schenken? Und was wäre für mich angemessen? Achten Sie nicht auf die Reaktionen der anderen, sondern auf das, was Ihr Herz Ihnen sagt. Vielleicht sagt es Ihnen, dass Sie sich gar nicht unter Druck setzen sollen. Sie müssen nicht viel einkaufen. Es gibt ja auch andere Weise des Schenkens: einen persönlichen Brief schreiben, etwas in aller Ruhe basteln, so dass es Ihnen selbst gut tut, oder einfach nur ein Buch schenken, das dem anderen eine Botschaft vermittelt. Wenn Sie Widerstand fühlen gegen den Stress, dann will Sie dieser Widerstand dazu einladen, Ihr Verhalten zu überprüfen und neue Wege zu gehen, die für Sie stimmen.”

Anselm Grün

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Foto: Ulrike Hirsch

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