Leben mit und ohne Plastik

Kunststoffe sind aus dem Alltag der Menschen kaum noch wegzudenken. Aber seit ihrem ersten Einsatz vor 100 Jahren belasten sie auch die Umwelt und wachsen überall auf der Welt zu gigantischen Müllbergen. Sie dringen mittlerweile in unserer Nahrungskette ein. Die Dokumentation “Plastik über alles” (arte 7.8. um 20.15 und 22.8. um 10:30 Uhr) zeigt Möglichkeiten der Wiederverwendung von Kunststoffen, der Verbesserung ihrer biologischen Abbaubarkeit und der Vermeidung giftiger Inhaltsstoffe auf. In einer plastikfreien Zone zu leben, versucht eine steirischen Familie seit 2009.

Über ihre Erfahrungen und die Umstellung der Lebensgewohnheiten berichtet Familienmutter Sandra Krautwaschl im aktuell erschienen Buch Plastikfreie Zone: Wie meine Familie es schafft, fast ohne Kunststoff zu leben “Eigentlich hätte es ursprünglich nur ein Experiment sein sollen, um zu sehen, ob das überhaupt möglich ist”, erklärt Krautwaschl, die mit ihrem Ehemann und drei Kindern außerhalb von Graz lebt. “Beim gemeinsamen Urlaub in Kroatien haben uns die Kinder gefragt, woher in unserer einsamen Bucht der ganze Plastikmüll kommt und wer daran Schuld ist”, erzählt die Autorin, die sich dann selbst die Frage gestellt hat, welchen Anteil sie und ihre Famile daran trägt. Seit Jahren trenne sie umweltbewusst den Müll. “Das Schlagwort ‘Recycling’ reichte über Jahre vollkommen aus, um mir und vermutlich dem Großteil der Verbraucher bezüglich des Umgangs mit Müll ein wirklich gutes Gewissen zu bescheren”, schreibt sie in ihrem Buch.

Das Ganze folge jedoch bloß dem Grundsatz “aus den Augen, aus dem Sinn”. Der Film “Plastic Planet” habe das Fass jedoch endgültig zum Überlaufen gebracht. “Am Anfang stand der sportliche Ehrgeiz, den Haushalt von sämtlichen Plastikprodukten frei zu bekommen und passende Alternativen dazu zu finden”, schildert Krautwaschl. Das geschah im November 2009. “Freunde haben mitgeholfen, Alternativen zu finden und uns mit verschraubbaren Glasgefäßen ausgeholfen, die sie selbst nicht mehr benötigten.” Damit habe der Umstieg auch eine soziale Komponente bekommen.

Eine weitere Prämisse war auch, dass das neue plastikfrie Leben nicht teurer sein durfte als bisher. Immer deutlicher habe sich dabei herausgestellt, dass es sich vor allem um eine Müllvermeidungsstrategie handelt. “Die Tatsache, dass wir unseren Plastikmüll seit Beginn des Experiments um 95 bis 98 Prozent und den restlichen Müll um rund 50 Prozent reduzieren konnten, reicht mir als persönliche Bestätigung der Sinnhaftigkeit.”

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Das Böse ist nicht das Gegenteil des Guten.
Es gibt nur den Weg zu einer großen Einheit.
Man kann sich dieser nähern,
das ist das Höchste,
die Nähe zu Gott.
Bei näherem Hinschauen sieht man,
dass das Böse keine Existenz hat.

Überlebender von Auschwitz Jehuda Bacon in der Dokumentation ‘Mut zum Leben’

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27.01.2015 um 17:01 Uhr

Brief an den Verbraucher

Willi hat die Schnauze voll. Er ist Landwirt und hat uns Verbrauchern einen Brief geschrieben, in dem er uns vorrechnet, für was er z.B. ein Kilo Kartoffeln verkauft – nämlich einen Cent. Und rechnet mit uns Verbrauchern ab, weil wir am Ende doch oft nicht regional, saisonal und Preis- sprich Wertbewusst einkaufen. Mehr bei fragdenlandwirt.de
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27.01.2015 um 11:01 Uhr

Esel schützt Schafe

Die Wölfe sind zurück. Berufsschäfer Tino Barth geht ungewöhnliche Wege, um seine Tiere zu schützen: Er kaufte sechs Esel. Die sind zwar stur machen aber laut I-AH und sollen so die Wölfe vertreiben. Mehr im NDR.
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27.01.2015 um 05:01 Uhr

Buch: Mut zum Leben

Das Buch zum Film: Mut zum Leben – Die Botschaft der Überlebenden von Auschwitz von Thomas Gonschior und Christa Spannbauer. Neben dem Leiden des Holocaust gibt es noch etwas anderes: den Triumph der Menschlichkeit über die Unmenschlichkeit, der sich in einer großen Liebeserklärung an das Leben kundtut. Hier mehr und auch viele aktuelle Lesetermine.
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Am 14.2.2015 ist es wieder soweitonebillionrising2015

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