Kreuzfahrt statt Altenheim

Foto: www.aida.de

„Ich will nicht ins Altenheim, ich gehe auf Kreuzfahrt!“ Wenn ich später alt und klapprig bin, werde ich bestimmt nicht in ein Altenheim gehen, sondern auf ein Kreuzfahrtschiff. Die Gründe dafür hat mir unsere Gesundheitsministerin Ulla Schmidt erklärt: „Die durchschnittlichen Kosten für ein Altersheim betragen 200 Euro pro Tag.“ Ich habe eine Reservierung für das Kreuzfahrtschiff „AIDA“ geprüft.

Für eine Langzeitreise als Rentner zahle ich pro Tag 135 Euro. So bleiben mir als Taschengeld noch 65 Euro pro Tag zur freien Verfügung!
Die kann ich verwenden für:

1. Trinkgelder, mind. 10 Euro pro Tag.

2. Ich habe mehrere freie Mahlzeiten wenn ich in eines der 10 Restaurants wackle
oder mir das Essen sogar vom Rom-Service auf mein Zimmer bringen lasse.

3. Jeden Abend gibt es diverse Shows mit bekannten und internationalen Stars, ein Kulturprogramm mit Theatervorstellungen und Lesungen, die neuesten Filme sowie Skat und Pokerrunden.

4. Die „AIDA“ hat 3 Swimmingpools, die das ganze Jahr geöffnet sind. Fitnessräume und Saunen stehen den ganzen Tag zur freien Verfügung.

5. Waschmaschinen, Trockner, Reinigung, Friseure und Geschäfte sind rund um die Uhr geöffnet.
(Es gibt kein Ladenschlussgesetz)

6. Es gibt in meiner Kabine kostenlos Zahnpasta, Seife, Shampoo, Duschgel usw.

7. Frische Bettwäsche und Handtücher gibt es selbstverständlich jeden Tag.
Kabinen- und Badreinigung täglich, der Rom-Service ist inbegriffen.
Ich muss darum nicht fragen oder bitten.

8. Das Personal behandelt mich wie einen Kunden, nicht wie einen Patienten.
Meine Wünsche werden respektiert, ich werde nicht geduzt oder Opa benannt.
Für ein Extra-Trinkgeld lesen mir die Stewards jeden Wunsch von den Augen ab.

9. Wenn ich mir z.B. im Altenheim den Oberschenkelhals breche, komme ich ins
Krankenhaus und habe eine tägliche Zuzahlung von meiner Rente.
Im Krankenhaus liege ich mich wund, werde vergessen und sterbe schließlich an einer Lungenentzündung.

10. Auf der „AIDA“ bekomme ich für den Rest der Reise eine Rund-Um-Betreuung und werde vom Bordarzt kostenlos behandelt. Für den Ernstfall stehen ein OP-Raum und eine Intensivstation zur Verfügung.

Aber das Beste ist, ich lerne alle 8 bis 14 Tage neue Menschen kennen und reise um die ganze Welt.

Darum sucht mich in Zukunft nicht in einem Altenheim, sondern auf einem Kreuzfahrtschiff.

Dieser schöne Idee, die im Internet seit 2007 in verschiedenen Varianten kusiert (Ur-Verfasser ist mir leider unbekannt) wirft ein wunderbares Licht auf die Absurdität unseres Gesundheitsystems.  Hab grad mal geschaut, was eine Kreuzfahrt auf der Aida kostet. Aktuelles Last-Minute-Angebot 8 Tage für 599 Euro. Ich geh auch auf Kreuzfahrt!

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7 Kommentare zu “Kreuzfahrt statt Altenheim
  1. Monika Voithsagt:

    Hallo….. gehts noch!!!!!!! Ich bekomme 823,- € Rente 😉 Wovon soll ich dann bitte schön 135;-.€ pro Tag fürs Kreuzschiff bezahlen. Das kann sich heute nur die Luxusgenration leisten, die über 80 sind

  2. Der Unterschied zwischen einem deutschen Altenheim und der Aida ist an anderer Stelle verborgen: Eine deutsche Altenpflegerin wird fair und mit Tarif bezahlt, die ganzen Putzkolonnen, Köche, Küchenhelfer, Roomservice-leute auf der AIDA werden ausgebeutet.
    Wem das gefällt, bitteschön….

    • hokesagt:

      Herr Renneke :da wäre ich an Ihre stelle nicht so sicher,haben sie sich schon mal erkundigt wieviel Schiffspersonal verdient,ich glaube das die Gehälter höher sind als in einem Deutschen Altenheim auch beim Urlaub dürfte es spezielle Vergünstigungen geben.Nur auf zufriedenes Schiffspersonal ist verlass,das Altenheim Personal ist ständig unzufrieden das bekommen dann oft die Alten zu spüren.

  3. Mayasagt:

    Ich nehm eine Balkonkabine …..

  4. Das ist eine schöne Idee, aber ich denke auch eine Illusion.
    Was wenn Du bettlägerig bist? Kommt Dich dann der Kapitän windeln?

    Ich arbeite in einem Altenpflegeheim. Die Struktur der Bewohner hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert. Heute haben wir hauptsächlich dementiell erkrankte Menschen in den Heimen zu betreuen. Wie soll das auf der Aida gehen frage ich mich gerade?

  5. ulisagt:

    Auch wenn für manche Menschen der Artikel Ilusion ist. Viel Wahres ist auch drin. Ich bin seit 4 Jahren im Bereich Altenheim erkundend. Meine Schwiegermutter wurde mit Katheter eingeliefert zur Kurzzeitpflege. Ich kann Lieder von Missständen singen. Meine Mutter war zur gleichen Zeit 3 Wochen zur Kurzzeitpflege, da ich in Reha musste. Urinbeutel über Tage nicht geleert. Keine Mobilisation bei Schwiegermutter. Alle Hilfsmittel angefordert und nicht benutzt. 3 – 4 Stunden nicht nach den Bewohnern gefragt. Geld kassiert und nichts dafür getan. Meine Wut gegen Altenheime ist so groß, wie man es nicht beschreiben kann. Ich habe meine Schwiegermutter aus dem Altenheim nach Hause geholt und meine Mutter ebenso. Ich bin stolz, dass ich diesen Weg gegangen bin. Es kostet viel Kraft, jedoch bin ich zufrieden und muss mich nicht mit dem verlogenen Personal, welches nur rauchend vor der Tür steht und nichts treibt, herumärgern. Altenheime sind unmenschlich und keinem Angehörigen zuzumuten. Besser man fährt in die Schweiz und setzt dem Elend ein Ende.

  6. hokesagt:

    Bis zu einem Zeitpunkt wo man noch nicht Pflegeabhängig ist wäre eine Kabine z.B.auf der Aida einem meist trostlosen Altersheim vorzuziehen.Solange man im Alter noch nicht völlig hilflos ist wäre ein Schiff schon wegen der Lebensqualität besser.Mein Schwager ist in einem Plegeheim mit Etagegendusche und Klo das Zimmer ist weit unter dem Standard eines einfachen Hotels.Das Essen ist auf niedrigen Niveau deshalb sagte ich zu meinem Schwager „Geh auf ein Schiff solange du dir den Hintern noch selber putzen kannst“Die 3500.-€ monatlich wären da besser angelegt,er könnte sogar noch sparen.

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Und kommt meine Freude jeden Morgen wieder aus der Dankbarkeit darüber, dass ich leben darf,
dass ich einen Platz habe in diesem großen Universum und auf diesem einzigartigen Planeten,
dass ich am Wunder des Seins Anteil haben darf und vor allem auch, dass ich eine eigene, ganz persönliche Möglichkeit habe, einen Teil des Geheimnisses zum Blühen zu bringen.“

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