Wenn Zeit kostbar ist…

Neu im Kino: “Am Ende eines viel zu kurzen Tages”. Donalds (Thomas Brodie-Sangster) Leben ist chaotisch. Noch komplizierter als das von anderen Jungs in seinem Alter. Klar, mit fünfzehn träumt man von der Traumfrau, von Sex und Abenteuern. Bei Donald ist das nicht anders. Aber er ist krank und seine Uhr tickt. Mit seinem außergewöhnlichen Zeichentalent schafft er sich mit Filzstift und Marker seine eigene Welt, in der sein muskulöses Alter Ego, ein Superheld, gegen seinen Todfeind, den grausamen „Glove“ und dessen sexy Gehilfin „Nursey Worsey“ kämpfen muss. Sein Superheld ist zwar unbesiegbar, aber auch außerstande zu lieben. Donalds Eltern schicken ihn zu dem Psychologen Dr. Adrian King (Andy Serkis) – „Dr. Tod”, wie er ihn nennt.

Foto: NFP Film

Nach anfänglichem Widerstand öffnet sich Donald langsam Adrian, der ihm mit entwaffnender Offenheit und Ehrlichkeit be- gegnet und ihn endlich wie einen Erwachsenen behandelt. Und es kommt noch besser: Donald lernt Shelly (Aisling Loftus) kennen, neu an der Schule und so hübsch wie rebellisch. Doch wie viel Zeit lässt ihm seine Krankheit, um die Schmetterlinge im Bauch zu genießen, und wie funktioniert das mit der Liebe überhaupt? Donald beweist, dass es nicht wichtig ist, wie man das Leben verlässt, sondern wie man es lebt. So erobert er das Herz des tollsten Mädchens, schenkt seinem Psychologen etwas von sei- nem unbändigen Lebensmut, erhält von Tanya (Jessica Schwarz) eine wichtige Lektion fürs Leben und kommt am Ende eines viel zu kurzen Tages auch mit seinen Eltern (Sharon Horgan, Michael McElhatton) ins Reine. Eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art und eine Liebeserklärung an das Leben selbst.

Nach dem Roman Superhero
von Anthony McCarten.

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Hören Sie auf Ihr Herz: Spüren Sie in sich hinein: Wem möchte ich etwas schenken? Und was wäre für mich angemessen? Achten Sie nicht auf die Reaktionen der anderen, sondern auf das, was Ihr Herz Ihnen sagt. Vielleicht sagt es Ihnen, dass Sie sich gar nicht unter Druck setzen sollen. Sie müssen nicht viel einkaufen. Es gibt ja auch andere Weise des Schenkens: einen persönlichen Brief schreiben, etwas in aller Ruhe basteln, so dass es Ihnen selbst gut tut, oder einfach nur ein Buch schenken, das dem anderen eine Botschaft vermittelt. Wenn Sie Widerstand fühlen gegen den Stress, dann will Sie dieser Widerstand dazu einladen, Ihr Verhalten zu überprüfen und neue Wege zu gehen, die für Sie stimmen.”

Anselm Grün

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Foto: Ulrike Hirsch

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