Der Sorgenbaum

Erich Westendarp / pixelio.de

In der weiten Provinz Irgendwo des Landes Überall stand seit Menschengedenken ein mächtiger Doppelbaum, von dem die Menschen annahmen, daß gute Geister in seiner mächtigen Krone zu Hause wären und über das Wohl und Wehe der Dorfbewohner wachten. So sah man auch oft einzelne Menschen, aber auch Elternpaare mit ihren Kindern, die sich unter das dichte und mächtige Laub begaben, um den Geistern ihre Sorgen und Nöte anzuvertrauen.

Eines Tages machte im Dorf eine Nachricht die Runde, daß man seine tiefsten Sorgen einmal anonym aufschreiben solle, sie gut in ein Paket einpacken, und dies dann in den Baum hängen solle. Die Bedingung dabei wäre jedoch, bei der Gelegenheit eines der anderen, dort hingehängten Pakete abzunehmen, es nach Hause zu tragen, um es dort zu öffnen und zu lesen.

Von dieser Nachricht wurde natürlich sofort reger Gebrauch gemacht, und bald hatten alle Bewohner am Baum ihr Päckchen abgeladen, und – wie verlangt das Päckchen eines anderen mit nach Hause genommen.
Als man jedoch das heebrachte fremde Sorgenpaket öffnete, mußten alle mit Bestürzung feststellen, daß die Sorgen, Nöte und Ängste der anderen ja oftmals die eigenen noch bei weitem übertrafen – zumindest aber nicht geringer waren. Schleunigst liefen die Menschen auf dem schnellsten Wege zurück zum Geisterbaum, um ihre eigenen Sorgenpakete wieder zurückzuholen.

Fortan hörte man im Dorf niemand mehr über seine Nöte und Sorgen klagen, und alle dankten im Stillen den weisen Geistern, deren Wispern man so oft in der mächtigen Baumkrone hören konnte.

Aus einer alten indischen Fabel

Posted in Heilung, Herzlichter Getagged mit: ,
  • Petra Lewerenz

    … ich mag diese Geschichte sehr – ein anschaulicher Beitrag zum Verständnis und zur Nächstenliebe.

Wie wird man ein Schmetterling?“ fragte die Raupe. „Du musst so sehr fliegen wollen, dass du bereit bist deine Existenz als Raupe aufzugeben!“ sagte der Schmetterling.

Trina Paulus

schmetterling

Interaktion

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04.08.2015 um 07:08 Uhr

Uptovival

Bis zum 7. August findet der Kongress utopival in Lindlar bei Köln statt. Daran nehmen 130 Menschen aus dem deutschsprachigen Raum teil und tauschen sich über die Frage »Wie stellen wir uns eine zukunftsfähige Gesellschaft von morgen vor?« aus. Der Kongress wird geldfrei organisiert, das heißt die Teilnehmer*innen zahlen keinen Eintritt, Referierende verzichten auf ein Honorar und der Seminarhof wird kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Mahlzeiten werden aus gespendeten nicht mehr verkäuflichen Lebensmitteln zubereitet.
utopival

03.08.2015 um 10:08 Uhr

Offline gehen

Nicholas Carr hat die die Auswirkungen des Internets auf unser Denkvermögen untersucht. „Je länger wir auf ihnen unterwegs sind, desto schwieriger wird es, umzukehren.“ An sich selbst hatte er nach den ersten intensiven Online-Jahren bemerkt, dass sein Hirn auch in der analogen Welt immer wieder abschweifte, obwohl er bei einer Sache bleiben wollte. „Es war hungrig“, schreibt er, „es verlangte, so gefüttert zu werden, wie das Internet es fütterte – und je mehr ich es fütterte, desto hungriger wurde es.“ Mehr spannende Fragen und Antworten bei Zeit-Online. +
Vergiss dein Smartphone!

02.08.2015 um 10:08 Uhr

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