Wir sind der Wandel

Copyright: Viking Press New York

Im Moment zeigen sich zwei in der Welt zwei große Entwicklungen: Auf der einen Seite tun sich fast unüberwindbar scheinende Probleme auf, aber auf der anderen Seite gibt es das stille Wachsen einer Bewegung, die ohne Hierarchie und Ideologie an vielen Orten der Welt das Notwendige für ein nachhaltigeres und gerechteres Leben der Menschen tut. Der Journalist und Umweltaktivist Paul Hawken hat in seinem Buch „Wir sind der Wandel“ dieses Modell einer kooperativen und toleranten Menschheit  umfassend dokumentiert.

Die vielfach unterschätzte Bewegung besteht aus mehr als einer Million Gruppen, die lokal oder international gegen Umweltzerstörung kämpfen, Nachbarschaftshilfe leisten, für Menschenrechte eintreten oder das Überleben indigener Kulturen sichern helfen. Obwohl sie von der Politik und den Medien nur vereinzelt wahrgenommen werden, bringen sie das hervor, was eines Tages vielleicht als größte Transformation der menschlichen Gesellschaft gelten wird. Hawken erzählt spannend von den philospischen und soziologischen Wurzlen dieser Bewegung und der Bedeutung der indigenen Völkern bei diesem Prozess. Er bildet umfassend ab, welche positiven Dinge gegenwärtig auf der Welt passieren, weil Menschen sich mit ihrem Verantwortungsbewusstsein, ihrer Sensibilität und ihren Überzeugungen dem Wohl ihrer Mitmenschen und des Planeten widmen. Sein Fazit: „Wenn man sich heute die Forschungsergebnisse anschaut, die das beschreiben, was heute auf der Erde geschieht, und nicht pessimistisch ist, hat man nicht das korrekte Datenmaterial. Wenn man Menschen kennenlernt, die zu dieser namenlosen Bewegung gehören, und nicht optimistisch ist, hat man kein Herz.“

Doch Hawken dokumentiert nicht nur die Bewegung, er konkretisiert auch Lösungswege, die einerseits dazu aufrufen, dem Imperium einen Strich durch die Rechnung zu machen und andererseits die Entwicklung des Bewusstseins proklamiert. „Mitgefühl und Liebe sind nicht nur das Kernstück aller Religionen, sondern auch das Herzstück dieser Bewegung.“ Und er vertraut auf die Startegie der vielen, kleinen Schritte: „Große Dinge neigen dazu, nicht getan zu werden. Kleine Dinge liebevoll zu tun ist hingegen immer möglich.“ (David James Duncan). Dieses Buch macht Mut dazu.

Zur Person: Paul Hawken wurde 1946 geboren und ist Journalist und Umweltaktivist. Als Unternehmer leitet er unter anderem eine Solarfirma und als Berater ist er für internationale Konzerne und die US-Regierung tätig. Er schrieb mehrere Bestseller; das 1999 veröffentlichte Werk „Natural Capitalism“ (deutsche Ausgabe: „Öko-Kapitalismus“) nannte Bill Clinton eines der wichtigsten Bücher unserer Zeit. Hawken lebt in Nordkalifornien.

 

 

 

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