33 Herzensqualitäten: 17 Demut

Edition amo ergo sum © www.christinakessler.com

Was für eine schöne Herzensqualität für die Geburtstagswoche: Demut.
Richtig verstandener Gehorsam führt unweigerlich zur Demut. Demut steht für den Mut, alle Bestrebungen dem Hohen Selbst unterzuordnen. Das kann nur tun, wer den „großen Zusammenhang“ – Gott erahnt. Disziplin, Gehorsam, Demut: Diese Abstufung nimmt Bezug auf die graduelle und logische Annäherung an den göttlichen Willen und an die schöpferische Souveränität. „Dein Wille geschehe“ heißt: „Ich will auf die innere Stimme hören, ich will mich angleichen an die Gesetze der Wahrheit, an den schöpferischen Willen, der die Welt lenkt”. Demut ist der Mut, sich dem Willen der Liebe und dem Drang der impliziten Ordnung zu überlassen; der Mut, meinen individuellen Willen mit dem kosmischen Willen in Einklang zu bringen.

Das Zusammenspiel von individuellem Willen und göttlichem Willen ist das, was Schöpfung ausmacht. In der Herzensqualität der Demut vereint sich die individuelle Sehnsucht nach Vollkommenheit mit dem Willen des Ganzen zur Harmonie. Die innere Stimme signalisiert uns durch Freude, ob und wann diese Verbindung stattfindet und wie stark sie ist. Vollkomenheit ist das Resultat des harmonischen Wechselspiels von materieller Existenz und geistiger Essenz, von Dualität und Einheit. In dieser potentiellen Vollkommenheit liegt unsere schöpferische Souveränität begründet. Mit anderen Worten: Unsere Schöpferkraft wird in dem Augenblick befreit, in dem wir unsere – paradoxerweise schon immer bestehende – vollkommene, ungeteilte Natur, unser „ganzes“ Wesen, das wahre Selbst erkennen. Im Buddhismus wird es Buddhanatur, im Hinduismus Atman und im Zen das ursprüngliche Gesicht genannt.

Betrachten wir die Herzensqualitäten in ihrer natürlichen Abfolge, so erkennen wir: Demut nimmt genau die Mitte ein. Vor ihr befinden sich 16 Eigenschaften, die den Menschen zur Erkenntnis der schöpferischen Souveränität führen; nach ihr folgen die 16 Fähigkeiten, mit deren Hilfe wir zur vollendeten Meisterschaft gelangen. Letztere zeichnen einen Meschen aus, der seine Schöpferkraft zum Wohl des Ganzen bewusst einsetzt, der Bewusstsein und Liebe verkörpert, der nicht mehr Ego, sondern das Hohe Selbst inkarniert. Er ist ein Mensch, bei dem das Persönliche mehr und mehr in den Hintergrund tritt und der sich einer Sache unterordnet, die größer ist als er selbst. Während die erste Hälfte der Herzensqualitäten Fähigkeiten erkennender Natur sind, zeichnen sich die Eigenschaften der zweiten Hälfte durch Hingabe aus. Erkenntnis und Hingabe sind die beiden Eckpfeiler der Spiritualität.

In diesem Zusammenhang wird verständlich, warum Demut seit jeher als die herausragendste spirituelle Tugend angesehen wurde. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt der geistigen Transformation. Sie vereint das Persönliche mit dem Unpersönlichen, das Endliche mit dem Unendlichen, das Zeitliche mit dem Ewigen. Sie erschließt die Fähigkeit, das Göttliche und das Menschliche bewusst zu verbinden, und zwar hier und jetzt. Denn diese Vereinigung kann nur in der Macht des Augenblicks erfolgen. Und dieses Jetzt ist immer neu und immer anders – einzigartig, unwiederholbar.

Hintergrund: Selbstverwirklichung durch die Macht der Liebe: Herzensqualitäten sind Eigenschaften, die uns befähigen, das Leben, uns selbst und andere Menschen liebevoll anzunehmen, Negatives in Positives und Schmerz in Freude zu verwandeln. Durch die Entwicklung von Herzensqualitäten setzen wir die Intelligenz der Liebe frei. Anhand von 33 Beispielen für gelebte Herzensqualität erschließt sich ein neuer Raum des Seins und Bewusstseins. Jede integrierte Herzensqualität führt zu einer weiteren. In ihrer Gesamtheit wirken diese 33 »Tore« als Guideline nach innen, zum wahren Selbst. Hier kann man das Buch „Herzensqualitäten – die Intelligenz der Liebe“ von Christina Kessler bestellen.

Über Christina Kessler: Dr. phil. Christina Kessler studierte Kulturanthropologie, Soziologie, Vergleichende Religionswissenschaften und Philosophie und spezialisierte sich schon früh auf die Weisheitslehren und Medizinsysteme dieser Welt. Christina Kesslers Forschungen sind stets interdisziplinär, praxisorientiert und eng mit ihrem eigenen geistigen Weg verknüpft. Ihre Reisen führten sie um die ganze Welt mit der Zielsetzung, den gemeinsamen Kern der Weisheitslehren sowie die Essenz der traditionellen Selbsterfahrungswege herauszukristallisieren und in einer modernen Form zugänglich zu machen. In dem Buch „Amo ergo sum – ich liebe, also bin ich“ und dem dazugehörigen Arbeitsbuch legte sie das Ergebnis ihrer Studien und ihrer eigenen Praxis dar: eine zeitgemäße Form der Selbstrealisation jenseits von kulturellen, gesellschaftlichen und religiösen Dogmen; einen für jeden Menschen praktizierbaren Weg, Meisterschaft über das eigene Leben zu erlangen. Die Autorin bietet regelmäßig Seminare zur Selbstrealisation an.
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