Individuelle Revolution und Vernetzung

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Die „Karawane der Freude“ zieht in den Dezember. Die Kräfte der Natur ziehen sich nun in unseren Breiten in das Innere der Erde zurück, um zu ruhen und um sich zu erneuern. Ein ewiger, geheimnisvoller, wunderbringender Kreislauf. Bald endet das Venusjahr 2011 und die Pforten der Zeit öffnen sich für das Wende- und Merkurjahr 2012. Ein guter Moment für eine globale Inventur und um einige wenige neuralgische Punkte zu betrachten. Im Licht. Und im Schatten.

WO STEHEN WIR ALS MENSCHHEIT

Das hängt natürlich vom Auge des Betrachters ab. Zunächst: Wir vermehren uns. Erstmals leben mehr als 7 Milliarden Menschen auf diesem blauen Planeten Erde, der unsere Insel ist. Niemand kann diese Insel verlassen. Es ist überlebensnotwendig, dass wir mit dem Lebewesen Gaia kooperieren. Tun wir das?

Lassen Sie uns zunächst einige der größten und fatalsten Schatten betrachten. Niemand weiß genau, wie viele Gefährten aus dem Pflanzen- und Tierreich mit uns diese Erde teilen. Studien schätzen zwischen 13 und 14 Millionen unterschiedlicher Pflanzen- und Tierarten. Hier erleben wir ein noch nie dagewesenes Sterben! Tausende und Abertausende unserer Begleiter verschwinden für immer. Tag für Tag sind es mehr als 150 Arten; Tendenz sehr stark steigend. Der Beschleunigungsfaktor wird von Experten mit mehr als 900 beziffert! Es ist ein stilles Sterben; weitgehend unbemerkt von der öffentlichen Wahrnehmung. Ein stilles Sterben.

DER MENSCH ALS FEIND DES MENSCHEN

Um die gewaltige Zahl von sieben Milliarden auf eine verständliche Größe zu reduzieren, bieten Wissenschaftler folgendes Exempel. Sie verdichten diese 7 Mrd. auf ein Diagramm von 100 Menschen. 2 von diesen 100 besitzen etwas mehr als 50 % des gesamten Weltvermögens. 98 teilen sich den Rest.

Von 100 haben nur 17 genügend zu essen, sauberes Trinkwasser, ausreichend Kleidung und ein Dach über dem Kopf. 83 haben das nicht. Jährlich verhungern etwa 9 Millionen Brüder und Schwestern, vor allem Kinder. Mehr Menschen, als in Österreich leben.

Allein um den aktuellen Energiebedarf der USA zu decken, bräuchte es fünf Erden. Für den von Europa drei Erden. Wir haben aber nur diese eine Insel namens Erde. Diese plündern wir in einem gigantischen Ausmaß aus – und fahren uns damit selbst an die Wand. An die Wand!

DAS PARADOXON

Unsere globale Situation ist paradox. Denn das, was Sie eben lasen, wissen Milliarden. Dies ist kein elitäres Geheimwissen. Hinzu kommt: Enorm viele Menschen wollen ökologische Nachhaltigkeit, sehnen sich nach sozialer Gerechtigkeit und streben nach spiritueller Erfüllung.
Was also stimmt nicht mit uns?
Den Hauptgrund sehe ich darin, dass radikale Veränderungen Opfer verlangen. Opfer von jenen, denen das System gigantische Profite und Nutzen bringt. Leider sind zudem diese „zwei“ offensichtlich enorm gut organisiert, für die Öffentlichkeit anonym und verfügen über unbegrenzte Geldmittel.

Das ist jedoch nur die eine Seite. Die 98 beginnen aufzustehen. In mehr als 1.000 Städten fanden bislang Demonstrationen gegen die Finanz-Elite statt. Die intensivsten davon an der Wallstreet in New York. Der Slogan: „Wir stehen auf. Wir lassen eine Prolongierung der Knechtschaft nicht zu. Es kann einfach nicht sein, dass wir in der Ersten Welt im Jahr mehr als 90.000 Tonnen Lebensmittel wegwerfen, während in anderen Teilen Menschen hungern und verhungern. Und das bei der Logistik, der Technik, dem Organisationsfähigkeiten des 21. Jahrhunderts.

Und ich könnte – wie Sie auch! – Seiten über Seiten schreiben über herzzerreißende und ungeheuerliche Unausgewogenheiten in allen Aspekten unseres Gemeinschafts-Lebens. Unser System wurde an zahllosen Stellen desaströs. Katastrophal.

DIE LÖSUNG: INDIVIDUELLE REVOLUTION PLUS VERNETZUNG

Was ist eine individuelle Revolution? Das ist die radikale Befreiung des einzelnen. Ausgedrückt in jenem weltweiten Erwachen, dessen Zeitzeugen wir sind.

Doch das allein ist zuwenig.

Der springende Punkt ist die Vernetzung.

Es ist wie beim Prozess der Raupe, die sich zum Schmetterling wandelt. Verantwortlich für diese Wandlung sind einzelne Zellen. Genannt: Imaginale Zellen. Diese werden zunächst vom Immunsystem der Raupe bekämpft. Doch…

Doch die imaginalen Zellen vermehren sich weiter. Und vernetzen sich! Imaginalen Zellen haben eine andere Schwingung. Diese ist höher, schneller, lichter. In gewissem Sinne erkennen einander die imaginalen Zellen und durch die Vernetzung bildet sich eine Imago-Kette. Faszinierend ist: Die Imago-Kette wird sich gewahr, dass sie etwas Neues bildet, das sich vollkommen von der Raupe unterscheidet. Es ist der Schmetterling, der sich aus sich heraus ins Leben gebärt. Freude. Du und ich und wir – wir sind dabei.

FAZIT

  • Wenn wir neue Ergebnisse wollen, müssen wir unsere Vision verändern.
  • Wenn wir neue Ergebnisse wollen, brauchen einen neuen Traum, der uns nach seinem Bilde handeln lässt. Wisse, der Traum entfaltet sich aus sich heraus. Stell den Traum in dein Herz.
  • Sei dabei. 2012. Trag dieses neue Bild in dir – erwecke den Traum in dir – und sag diesen Traum weiter. Lass uns eine „Imago-Kette“ bilden. Danke.

Zur Person: Bis 2005 arbeitete Karl Gamper als Unternehmensberater. Danach veröffentlichte er als Autor verschiedene Bücher zuletzt “Erfolg ist menschlich”. Er selbst bezeichnet sich als “Wanderer in der Karawane des Lebens”, der dort Autor, da Sprecher, in einem anderen Land Unternehmer und in einer Oase Ehemann, Vater und Freund ist. Karl und Jwala Gamper leben und wirken im Claudiaschlössl im Herzen des Seendorfes Kramsach in Tirol.

www.SIGN.ag – hier bündeln sich die Arbeiten von Jwala und Karl Gamper.

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