Eine Frau an der Macht

© Mike Kollöffel

„Ich bin zu dick.“ Der Satz ist raus – und die gesamte dänische Nation hat ihn gehört. Die Frau steht am Rednerpult des größten TV-Senders, es ist die finale Debatte vor den Parlamentswahlen: „Eigentlich wollte ich auch mein schwarzes Kostüm anziehen, aber ich habe nicht mehr hineingepasst.“ So beginnt die Kult-Serie „Gefährliche Seilschaften“, die arte ab Donnerstag 20.15 Uhr ausstrahlt.

Dann wird Birgitte Nyborg, 40-jährige Ehefrau, zweifache Mutter und Kandidatin der Moderaten Partei Dänemarks zur ersten Premierministerin Dänemarks. Was sind die Gründe für ihren Erfolg? Die unglaubliche Ehrlichkeit in ihrer Rede oder ihr Parteiprogramm, das fortschrittliche Migrationspolitik und soziale Gerechtigkeit verspricht? Überzeugt Birgitte Nyborg als Person, Politikerin – und als Frau? Klingt zu schön, um wahr zu sein. Und das ist es auch.

Denn die Übernahme des Premierpostens ist für Nyborg nur der Anfang. Die Serie beschreibt die kleinen und großen Kämpfe, die den Zugang zur Macht begleiten, und wirft einen Blick hinter die Kulissen des Politikgeschäfts. Dabei zeigt sie auch, wie Macht einen Menschen verändern kann, und sondiert sämtliche Facetten einer modernen Demokratie.

In Dänemark lief „Borgen“ 2010 an und wurde von dänischen wie von ausländischen Kritikern hoch gelobt. Insgesamt sahen 1,5 Millionen dänische Zuschauer das Politdrama (bei einer Gesamtbevölkerung von knapp 5,5 Millionen Einwohnern). Vorbild von „Borgen“ ist nach Aussage der Autoren und Produzenten die amerikanische Kultserie „Im Zentrum der Macht“ („The West Wing„), die zwischen 1999 bis 2006 von NBC ausgestrahlt wurde. Um an den Erfolg anzuknüpfen, kaufte NBC vor Kurzem die Rechte an „Borgen“ für eine US-Adaptation der Serie.

Mehr Infos zur Serie „Gefährliche Seilschaften“ hier.

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