Grüne Smoothies

Gemüsehändler beobachten seit geraumer Zeit ein ungewöhnliches Verhalten bei einigen Kunden: Grünzeug, das früher im Komposteimer landete, ist plötzlich heiß begehrt. Des Rätsels Lösung: Aus diesen Zutaten mixen sich Gesundheitsbewusste ein Trendgetränk – grüne Smoothies, berichtet nicht nur der Bayerische Rundfunk in seinem Beitrag.

Die Hauptrolle bei diesem Smoothie spielt das, was wir für gewöhnlich wegwerfen: die grünen Blätter. Hier sitzen viele gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzenstoffe und oft mehr Vitamine und Mineralstoffe als im eigentlichen Gemüse. Die Blätter der Roten Beete zum Beispiel enthalten siebenmal so viel Kalzium und sechsmal so viel Vitamin C wie die Wurzel, Karottengrün besitzt mehr als sechsmal so viel Kalzium und dreimal so viel Vitamin B2 wie die Karotte selbst. Erlaubt ist, was schmeckt.

Diese Vitalstoffdichte machen sich die Fans des grünen Smoothies zunutze und verarbeiten Blätter von Kohlrabi, Radieschen, Sellerie und dergleichen zusammen mit Obst und Wasser mit dem Mixer zu einem sämigen Drink. Je nach Geschmack und persönlicher Vorliebe stehen Obst und Grünzeug in einem Verhältnis von 40 zu 60 oder 50 zu 50. Soll der Smoothie eher den Durst löschen, kommt mehr Wasser hinein, mag man ihn eher dickflüssig, entsprechend weniger. Erlaubt ist, was schmeckt.

Gruene_Smoothies_BuchverlosuHintergrund: Grüne Smoothies sind eine Erfindung der aus Russland stammenden und in den USA lebenden Victoria Boutenko, die mit ihrer Familie seit 1993 mit Rohkost experimentierte. Der Durchbruch kam 7 Jahre später ist auf der Seite gruenesmoothies.org nachzulesen: „Die Früchte machten den Unterschied. Die Verhaltensforscherin Jane Goodall, die über Jahre das Verhalten von Schimpansen in Tansania untersuchte, und unter die Ernährung der Schimpansen studierte, beobachtete einmal, wie ein Schimpanse ein Stück Obst in ein grünes Blatt wickelte und so verspeiste. Die Idee war großartig und wurde von Victoria Boutenko sofort ausprobiert. Das war quasi die Geburtsstunde der grünen Smoothies – eine Mischung von Obst und Blattgemüse, im Mixer aufbereitet. Das hatte verschiedene Vorteile. Erstens wird die ziemlich feste Zellstruktur des Blattgrüns im Mixer gut aufgebrochen und wir tun uns mit den weiteren Verdauung nicht mehr so schwer. Zweitens ist das Gemisch mit dem süßen Obst-Anteil nicht mehr so bitter. Und drittens lassen sich davon auch größere Mengen verzehren. Eine simple und gleichzeitig geniale Erfindung war gemacht“. Das aktuelle Buch Grüne Smoothies: lecker, gesund & schnell zubereitet fasst all die Erkenntnisse von Victoria Boutenko zusammen.

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