Auf dem Hundeschlitten gegen den Tod

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Am 28. Januar 1925 berichten Zeitungen und Radiostationen von einem schrecklichen Ereignis: Diphtherie ist unter den Kindern der Stadt Nome ausgebrochen. Nome ist eine isolierte Kleinstadt in Alaska am Rand der Beringsee. So isoliert, dass sie sieben Monate im Jahr, wenn das Wasser gefriert, von der Außenwelt abgeschnitten ist. Versorgt mit zu wenig Antitoxin, um gegen die Krankheit anzukämpfen, wächst die Befürchtung, dass in diesem Winter die Zahl der Toten in Nome und in den angrenzenden Gemeinden bald in die Tausende steigt. Telegrafisch erfährt man von der Existenz eines kleinen Lagers mit dem überlebenswichtigen Medikament, allerdings liegt dieses über 1.600 Kilometer weit weg.

Der Flugverkehr steckt noch in den Kinderschuhen, und so können in diesem harten Winter in einer der kältesten Regionen Alaskas nur noch Schlittenhunde die Dorfbewohner retten. Der darauffolgende Wettlauf gegen den Tod ist eine der ergreifendsten Abenteuergeschichten. Bei Temperaturen unter minus 50 Grad Celsius ziehen mehr als 20 Männer und mindesten 150 Schlittenhunde los, um sich durch die Wildnis Alaskas zu kämpfen, das Antitoxin zu beschaffen und so die Epidemie in ihren Dörfern aufzuhalten.

Diese dramatische Rettungsgeschichte hat zahlreiche Menschen fasziniert, so hat Starregisseur Steven Spielberg und auch Simon Wells sie als Grundlage für seinen Film „Balto“ (bei ARTE am 24. Dezember um 10.30 Uhr) benutzt. Der Dokumentarfilm „Auf Hundeschlitten gegen den Tod“ (arte 22.12. um 21.30 und 24.12. um 9:00 Uhr) erzählt die wahren Hintergründe dieser gefährlichen Abenteuerreise und entwickelt ein authentisches Bild eines weitgehend ungeklärten Aspekts der US-amerikanischen Geschichte des frühen 20. Jahrhunderts, das bis heute das Selbstverständnis Amerikas prägt.

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