Das Geheimnis der Bäume

 © Weltkino Filmverleih GmbH

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Wir starten in das neue Jahr mit einem poetischen Dokumentarfilm, der doch auch eine Mahnung ist: „Das Geheinis der Bäume“. Sterben die Bäume – dann stirbt unsere Erde, denn sie sind lebensnotwendig für unser Ökosystem und für uns, den Menschen. Vom ersten Wachsen des Urwaldes bis hin zur Entwicklung der einzigartigen Verbindung zwischen Pflanzen und Tieren entfalten sich nicht weniger als sieben Jahrhunderte vor den Augen des Zuschauers, der Zeuge eines der größten Naturwunder wird. Mit imposanten Kamerafahrten aus der Vogelperspektive bis in mikroskopische Details und faszinierende Zeitrafferaufnahmen taucht der Zuschauer in den Gesamtorganismus Wald ein.

Drehort: Peru
Peru besitzt hinsichtlich der Biodiversität den fünftreichsten Primärwald der Welt. 700.000 Quadratkilometer des 1,3 Millionen Quadratkilometer großen südamerikanischen Landes sind mit Wald bedeckt – das entspricht 54 Prozent der gesamten Fläche Perus. Die geschützten Gebiete werden von der Servicio Nacional de Áreas Naturales Protegidas (SERNANP) verwaltet und beinhalten ein Dutzend Nationalparks, die insgesamt eine Fläche von acht Millionen Hektar umfassen. Der Nationalpark Manú wurde 1973 gegründet, um die reiche Biodiversität des Areals zu schützen. 1977 stellte die UNESCO ihn unter internationalen Schutz, indem sie ein Biosphärenreservat einrichtete und Manú 1987 zum Welterbe erklärte. Peru verfügt über eine reiche Artenvielfalt, unter anderem 2.937 verschiedene Amphibien, Vögel und Reptilien. Einige von ihnen leben an keinem anderen Ort der Welt. Ein einziger Hektar Regenwald in Manú beherbergt mehr als 220 verschiedene Baumarten. Riesenotter, Schwarzer Kaiman, Jaguar und Tapir sind typisch für den Nationalpark. In Peru hat das Filmteam hinter einer kleinen Wetterstation am Ufer des Flusses Manú im Camp Pakitza gedreht. Dieser Platz wurde ausgewählt, weil der Manú Nationalpark ein wahrer Schatz an Artenreichtum ist und ideal in den beiden Regionen Cusco und Madre de Dios liegt.

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Drehort: Gabun
Gabuns tropischer Regenwald liegt im gigantischen Kongobecken, dessen Einzugsgebiet zu den größten der Erde zählt. Lediglich das Amazonasbecken umfasst eine größere Fläche. Während des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg im Jahr 2002 kündigte der damalige Präsident Omar Bongo Ondima ein Netzwerk aus 13 Nationalparks an. Deren Verwaltung übernimmt die Nationalparkbehörde ANPN.
80 Prozent des Staatsgebiets sind mit Wald bedeckt. Gabun ist eines der wenigen Länder weltweit, die noch über einen Urwald verfügen. Hunderte Pflanzenarten sind übereinander geschichtet und formen so den Äquatorialwald, der den Westen, Norden und Süden des Landes bedeckt. Er ist der Lebensraum für mehr als 70 Meter hohe Baumriesen, deren Baumstämme mehrere Meter Durchmesser haben. Dazu gehört auch der im Film gezeigte Moabi-Baum. Es dauert 600 Jahre, bis er seine volle Höhe erreicht hat

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Hintergrund: Nach DIE REISE DER PINGUINE offenbart Oscar®-Preisträger Luc Jacquet mit seinem neuen Film eine weitere faszinierende Welt – den Wald, speziell den prähistorischen Regenwald. Inspiriert wurde er von dem renommierten Botaniker Francis Hallé (Bild rechts), der durch den Film führt – zeichnend, beobachtend, staunend. Der Film, der in Peru, Gabun und Frankreich gedreht wurde, dringt tief ins Herz unserer Wälder ein und zeigt in mitreißenden Bildern die wechselseitigen Beziehungen zwischen Tier- und Pflanzenwelt. In der deutschen Synchronisation leiht der bekannte Schauspieler und bekennende Naturfreund Bruno Ganz Francis Hallé seine Stimme.

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