Lebenswege: Ulrike Vinmann

Foto: Ulrike Vinmann

Foto: Ulrike Vinmann

Unsere Wege verlaufen nicht in geraden Bahnen, sondern sind Wandelwege. Ulrike Vinmann schaut nach 16 Jahren Selbständigkeit als Trauma- und Reinkarnationstherapeutin auf vielfältige Erfahrungen zurück. In einem Interview teilt sie diese mit uns.

16 Jahre arbeitest du nun schon als Therapeutin, vorher warst du 14 Jahre lang Übersetzerin. Wie empfindest du heute diese zwei Leben und wie kommt alles zusammen?

Ich denke, dass die 14 Jahre, die ich in großen Firmen gearbeitet habe, und von denen ich ja auch 6 Jahre in Spanien gelebt habe, eine wichtige Vorbereitung auf meinen Beruf als Therapeutin waren. Die Lebenserfahrung, die ich in diesem Jahren sammeln konnte, macht heute sicher einen Teil meiner Kompetenz und Glaubwürdigkeit als Therapeutin aus. Und schön ist auch, dass ich KlientInnen aus ganz Europa habe, da ich Therapie auf Deutsch, Englisch und Spanisch anbiete. Das Arbeiten mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen macht mir viel Spaß und lässt keine Monotonie aufkommen.

Was waren und sind die größten Herausforderungen in der Selbständigkeit?
Als Psychotherapeutin mit Privatpraxis habe ich nicht das „Sicherheitsnetz“ meiner KollegInnen, die als Kassentherapeuten arbeiten, aber auch nicht deren bürokratischen Aufwand und Einschränkungen. Insofern würde ich mich immer wieder für diese Variante entscheiden. Es ist wichtig, sich von Zeit zu Zeit zu fragen „Was ist das Einzigartige, das ich und nur ich in diese Welt bringen kann und will?“ Dann hat man eine gute Grundlage für dauerhaft erfolgreiches und fruchtbares Arbeiten, und zwar in jedem Geschäftszweig, sei es als Therapeut, als Restaurantbesitzer, Maler, Klempner oder Friseur.

Wir leben in einer großen Wandelzeit. Wodurch zeigt sich dies in der Arbeit mit Deinen KlientInnen?

Ich beobachte eine Bewusstseinsentwicklung in der Richtung, dass die Menschen, die mich konsultieren, mehr Bereitschaft haben, die wirklichen Ursachen von psychischen oder physischen Störungen zu ergründen, statt nur an der Oberfläche zu kratzen oder sich auf die Eindämmung von Symptomen zu konzentrieren.

Haben sich die Heilungsprozesse verändert? Ich erlebe, dass vieles hochkommt, aber es auch schneller und leichter zu heilen ist als früher, wenn wir es zulassen?

Ja, es kommt sehr viel hoch. Das sehen wir ja zur Zeit im Individuellen und auch im Kollektiven. Und ja, ich habe schon den Eindruck, dass manche Symptomkomplexe sich leichter auflösen lassen, als es noch vor einigen Jahren der Fall war. Allerdings sage ich dies mit der Einschränkung, dass es nach wie vor viele individuelle Unterschiede gibt. Menschen sind verschieden und machen Schritte in unterschiedlichen Geschwindigkeiten, und ich denke, es ist sehr wichtig, dies zu respektieren.

urlike2Du warst gerade 5 Wochen in Australien, wozu brauchen wir immer wieder unsere Auszeiten?

Gerade in den sogenannten „helfenden Berufen“ geht es ja um die Symptome, Probleme und Geschichten der anderen. Man muss als „Helfer“ aufpassen, nicht sich selbst zu vergessen und in eine Einseitigkeit zu geraten. Mir helfen die langen Reisen, wieder zu mir zu finden, wieder zu spüren, wie es sich anfühlt, einfach als „ich selbst“ in der Welt zu sein, ohne eine Aufgabe oder Verantwortung für andere Menschen zu haben. Das schafft für mich das notwendige Gegengewicht, um dann mit frischer Kraft weitermachen zu können.

Was für Träume und Visionen hast Du für die nächsten Jahre, beruflich und privat?

Beruflich wünsche ich mir, dass es genauso gut weitergeht wie in den vergangenen 16 Jahren, dass ich immer wieder eine angenehme Balance zwischen meinen Aufgaben als Therapeutin, Ausbilderin, Dozentin und Autorin finde und dass sich vielleicht auch neue Seminar-Kooperationen mit KollegInnen entwickeln. Und ein großer Herzenswunsch ist, dass mein Roman „Karmische Rose“ vielen Menschen eine spannende Lektüre bietet und vielleicht sogar verfilmt wird.

Privat wünsche ich mir, dass sich mein gutes Lebensgefühl noch verstärkt, dass ich noch mehr glückliche Tage erlebe als es bis jetzt schon der Fall ist, und vielleicht auch noch ein Stück mehr Gelassenheit entwickele.

karmischeroseZur Person: Ulrike Vinmann wurde 1962 in Krefeld am Niederrhein geboren. Sie ist Diplom-Psychologin und Reinkarnationstherapeutin.  Sie studierte Psychologie an der Universität Erlangen-Nürnberg und hat sich von Tineke Noordegraaf und Rob Bontenbal in Holographischer Reinkarnationstherapie ausbilden lassen. Im Mai 1998 eröffnete sie ihre psychotherapeutische Praxis in Nürnberg. Als Autorin hat sie zwei Fachbücher Reinkarnationstherapie zur Heilung der Seele und Das Zellgedächtnis veröffentlicht. Im April 2013 erschien ihr erster Roman “Karmische Rose” im EchnAton Verlag.
Weitere Infos unter www.reinkarnationstherapeutin.de

Veranstaltungshinweis „Burnout- Die Fesseln der Vergangenheit?“ am 23. Mai 2014 um 19.30h im Kursaal Bad Mergentheim

Wann und unter welchen Umständen haben Menschen Verhaltensmuster gelernt, die sie immer wieder über ihre Grenzen hinweggehen lassen?

Hoffen sie unbewusst, durch Leistung Liebe zu bekommen?

Welches Selbstbild und welchen Selbstwert haben Burnout-Patienten?

Wie können sie ihre Verhaltensmuster ändern und aus ihrem „Hamsterrad“ herauskommen?

Geht das überhaupt alleine oder braucht man therapeutische Unterstützung?

Info und Kartenvorverkauf über: Birgit Nickel, Kurkolonnaden/Karlsbad No. 6, 97980 Bad Mergentheim, Tel. 07931 – 481 03 33 oder Mobil 0151 – 54 62 61 70, info@manaloa-nickel.de

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