Verlust der Nacht

 © NASA Lichtverschmutzung in Europa


© NASA Lichtfelder in Europa

Auf der Erde wird es immer heller. Durch den Siegeszug der Glühbirne leuchten viele Regionen fast 24 Stunden taghell. Doch zu viel Licht hat negative Auswirkungen auf Menschen und Tiere, Wissenschaftler sprechen bereits von einer massiven Lichtverschmutzung. Die Dokumentation geht dem Problem auf den Grund und präsentiert neueste Forschungsergebnisse zum Licht der Zukunft.

Seit der Erfindung der Glühbirne steht Licht für Wohlstand und Fortschritt – doch zu viel Licht hat negative Auswirkungen auf Menschen und Tiere. Wissenschaftler sprechen bereits von einer massiven Lichtverschmutzung. An grellen Straßenlaternen, die Licht in alle Richtungen abstrahlen, verenden jede Nacht Milliarden von Insekten, Zugvögel verlieren die Orientierung, und selbst der Mensch wird durch das Kunstlicht um einen gesunden Schlaf gebracht.

Denn in Millionen von Jahren haben wir uns auf einen Tag-Nacht-Rhythmus eingestellt. Tag beziehungsweise Helligkeit bedeutet Aktivität, in der Nacht beziehungsweise bei Dunkelheit schaltet der Organismus auf Erholung um. Doch in Metropolen und Megacitys wird es immer heller, in den Geschäftsvierteln buhlen Videoleinwände und Reklametafeln bis Mitternacht um die Gunst der Kunden und aktivieren den menschlichen Körper dann, wenn er sich eigentlich erholen sollte.

Weltweit gehen Forscher jetzt der Frage nach, wie sich die Lichtflut auf ein gesundes Maß reduzieren lässt. Dabei arbeiten Physiker, Biologen, Mediziner und Ingenieure an der Beleuchtung der Zukunft – an einem Licht, das weder Energie verschwendet noch unnötig den Nachthimmel erhellt, keine Insekten verenden und durch besondere Farbspektren auch den Menschen unbehelligt schlafen lässt. Denn es geht nicht darum, die Städte völlig dunkel zu machen. Es geht darum, sie nachhaltiger und intelligenter zu beleuchten.

Di, 24.05. um 11:55 Uhr und bis August 2016 in der arte Mediathek

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2 Kommentare zu “Verlust der Nacht
  1. Ingrid Spiegl sagt:

    Fuer mich stimmt dieser Grundgedanke nicht, dass es (nur) darum geht, intelligenteres Licht zu finden. Was waere so schlimm, zeiten der Ruhe, zeiten der Stille und Zeiten der Dunkelheit in unserem Leben wieder Platz zu geben? Ich glaube, dass es ein Trend der Zeit ist, ins Licht zu draengen und die dunklen Anteile weghaben zu wollen. Ich glaube nicht, dass das unseren Koerpern und Seelen auf Dauer gut tut …. warum sonst haette die Natur/Gott/? Diesen Rhythmus sonst vorgefeben?

  2. antje sagt:

    das foto ist so schön, wie eine sternenkarte. doch auch mich hier auf dem land stören die lichter der nachbarn ungemein. bewegungsmelder, die das licht am kanichenstall einschalten und ich manchmal nicht weiß was da jetzt war. die zeitumstellung macht mir das problem mit den tag und nachtzeiten auch immer wieder ganz deutlich. wenn ich denke es müsst doch jetzt mal dunkel werden. es ist noch zu kalt, es brauch noch gar nicht länger hell sein. ich denke auch, dass es gut so ist, wie gott es eingerichtet hat und wir statt angst mehr respekt der dunkelheit entgegen bringen. sonst verleugnen wir in gewisserweise eine hälfte unseres selbst.

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