Revolution: Schule ohne Schulfächer

schuleEine neue Zeit braucht auch ein neues Schulsystem. Finnland scheint dabei mal wieder voranzugehen: Dort sollen die traditionellen Schulfächer komplett abgeschafft und stattdessen Phänomene erforscht werden.

Dabei können sich die Schüler Ereignisse und Themen in Kleingruppen interdisziplinär erarbeiten. „Phänomen-Unterricht“ nennen die Experten diese Form der Stoffvermittlung.

Zum Beispiel der Zweite Weltkrieg würde zukünftig in einem Projekt gleichzeitig aus historischer, geografischer und mathematischer Perspektive vermittelt werden. Beim Thema „Arbeiten in einem Café“ könnten Kenntnisse in Englisch und Wirtschaft sowie schriftliche und mündliche Kommunikationsfähigkeiten dazu kommen.

Dieser Unterricht soll ab 2020 zunächst nur für ältere Schüler ab 16 Jahren stattfinden. Zwei Drittel der Lehrer in Helsinki sind dafür bereits geschult worden – und erhalten dafür auch mehr Lohn.

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5 Kommentare zu “Revolution: Schule ohne Schulfächer
  1. Projektorientiertes Lernen. Ich habe es damals im Architekturstudium in Hannover vor mehr als 25 Jahren tun können. Es ist super und macht fit fürs Leben, weil es Leben ist.
    Es hat sich leider nicht durchgesetzt in der akademischen Welt, was meines Erachtens am Lehrkörper und dessen sozialen und kommunikativen Fähigkeiten liegt. Ohne Kooperationsbereitschaft geht es nicht.
    Viel Erfolg Finnland!

  2. Herstel sagt:

    In Deutschland könnte die Schule auch längst so sein.
    Es wäre dazu wichtig, die Lehrer zu fragen und ihre Antwort auch hören zu wollen.
    Bei der derzeitigen Investitionsbereitschaft in Infrastruktur und Ausbildung der Lehrkräfte wird der antiquierte Zustand wohl noch lange erhalten bleiben.

    Die Lehrer leiden darunter ebenfalls!

  3. Jens sagt:

    Daumen hoch für Finnland!

  4. Anne sagt:

    Hört sich sehr nach Maria Montessori an.

  5. Das ist eine illusionäre Diskussion über SCHABLONEN und Schablonen für Schablonen.
    Wir haben noch gar nicht erkannt, dass wir gar kein Schulsystem haben sondern nur ein Unterrichtungssystem.
    Wenn wir uns das nächste „neue Schulsystem“ andrehen lassen, wird es wieder nur ein neues Unterrichtungssystem sein.
    Wir trachten ständig, die verkehrten Probleme zu lösen und unsere Syssisphusarbeit fällt uns als solche gar nicht auf.

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