Warum Normalzeit so gesund wäre


Am kommenden Sonntag sind wir wieder zurück in der „Normalzeit“. Die heute gültige Zeitumstellung zur Sommerzeit wurde im Jahr 1980 „verordnet“. Schmackhaft wurde dem Bürger die Zeitverschiebung mit einer Reihe von Vorteilen gemacht, die keine wirklichen Vorteile sind. Die Hauptbegründung war die Einsparung von Energie. Aber bis heute gibt es keine überzeugenden Beweise, dass wirklich Energie gespart wurde. Bewiesen ist hingegen, dass die Sommerzeit tatsächlich viele eher negative Effekte auf Körper und Psyche des Menschen hat.

Schlafrythmus gestört
Dabei geht es nicht nur um die Zeit der Umstellung selbst, sondern vor allem um die komplette Zeitphase in der wir eine Stunde „voraus leben“. Stehen wir normalerweise am Morgen um sieben Uhr auf, ist es jetzt eigentlich erst sechs Uhr. Die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin hat sich noch nicht umgestellt. Unser Blutdruck und unsere Pulsfrequenz sind noch im Dunkel-Rhythmus. Uns fehlt eine Stunde Schlaf – jeder Tag mit einem Mini-Jetlag.

Außerdem verkürzt sich die Dunkelheitsphase, die zum Schlafen genutzt wird. Wir sind müde, unkonzentriert und fühlen uns schlapp. Abends dagegen fühlen wir uns fit, obwohl es auf unserer Uhr 23 Uhr ist und wir uns normalerweise um diese Zeit schlafen legen. Aber unsere innere Uhr weiß genau: Es ist eigentlich erst 22 Uhr, daher gehen wir später zu Bett.

Gerade Kinder und Jugendliche sind kein Frühaufsteher
Seit Einführung der Sommerzeitverordnung 1980 nimmt darüber hinaus die Zahl der Fälle von Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störungen (ADHS) bei Kindern und Jugendlichen kontinuierlich zu. Kleinkinder leiden in den Monaten der Sommerzeit vermehrt an Ess- und Verdauungsstörungen oder sind häufiger überdreht.

Zudem wurde vor einigen Jahren eine groß angelegte Studie mit rund 500 Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Die Zwölf- bis 18-Jährigen hatten durchschnittlich zwei bis drei Wochen erheblich mit der Zeitumstellung zu kämpfen.

Die Abendtypen unter den Schülern, auch Eulen genannt, litten dabei mehr unter den zeitlichen Veränderungen als die Morgentypen, die Lerchen. Wissenschaftler raten daher, dass in den ersten drei Wochen nach der Zeitumstellung keine Prüfungen abgelegt werden sollten. (siehe auch Video oben am Beispiel eines 17jährigen Schülers)

Mehr Hintergründe hier lesen.

Aktuelle Bewegungen zur Abschaffung der Sommerzeit hier.

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8 Kommentare zu “Warum Normalzeit so gesund wäre
  1. Meike sagt:

    Ich finde ja, dass es an der Zeit ist, das WIR beginnen auszusteigen. WIR sind die Entscheider. Niemand sonst. Wie auf der Webseite (der aktuellen Bewegung) auch geschrieben steht: Kein Gesetz der Welt hat die Macht, die Zeit zu kontrollieren. Von Unterschriftensammlungen halte ich in dieser Beziehung nicht viel. Mein Gredo: Aussteigen. Einfach nicht mehr mitmachen. Es erstaunt mich bereits seit Jahren, das wir alle die Zeitumstellung weiterhin brav mitmachen. Aus welchem Grund machen WIR das? Aus welchem Grund, geben wir anderen die Macht über unsere Zeit. Nicht nur bei der Zeitumstellung. Es bedarf eines Umdenkens. Die Veränderung die wir sehen wollen, sind WIR selbst. Also, wann fangen WIR an, etwas zu verändern ( ja ich weiß, wir sind bereits mitten drin)und doch ist da noch mehr möglich. Oder?

  2. Ulrike P. sagt:

    Ich gehöre zur Spezies der Nachteulen (Spätaufsteher) und für mich ist die Sommerzeit ein Segen, denn die Abende bleiben länger hell. Von mir aus können wir bei Dauer-Sommerzeit bleiben. Leider werden in unserer Gesellschaft immer nur die Lerchen (Frühaufsteher) begünstigt, was ich schade finde. Die Diskussion um die Streichung der Sommerzeit geht auch in diese Richtung. Dabei ist der Anteil der Nachteulen wesentlich höher als gemeinhin angenommen wird. Viele Kinder würden in der Schule viel besser klarkommen wenn auf ihren späteren Wach-Zeitpunkt Rücksicht genommen würde.

  3. Drs. Wim. sagt:

    Ich finde es auch richtig, wie es ist. Für Mich ist die EnergieErsparnis wichtig. Als Rentner stehe Ich sowieso auf, wann Ich will. ManchX um 3 oder 4 und leg Mich dann später am Tag noch X hin. <3 <3 :O)) Wim.

  4. Beate sagt:

    Mir (und meinen Kindern) ist die Umstellung der Uhr um „nur“ 1 Stunde vollkommen gleichgültig. Wenn wir in andere Zeitzonen reisen, passen wir uns ganz schnell an – auch wenn es mehrere Stunden sind…….. Da die Umstellung keine Energie spart, sollte man sie abschaffen, denn sie führt doch zu nichts, oder?

  5. Martin sagt:

    Bei mir gab/gibt es 2017 nur die Normalzeit. Bin in der glücklichen Lage, dass ich Gleitzeit arbeiten kann. Somit fange ich bei der sog. Sommerzeit halt eine Stunde später an.
    Habe meine Uhren alle nicht umgestellt. Dadurch war und ist mir immer bewusst, wie viel Uhr es tatsächlich ist. Und bei Terminen bestimme ich halt mit, dass sie so stattfinden, wie es bei mir am besten zeitlich passt. Sollte das nicht möglich sein, kann ich mich immer noch entscheiden, ob ich zu diesem Termin gehe oder ihn ausfallen lasse.
    Vom 28. auf dem 29. Okt. soll die sog. Sommerzeit auf Normalzeit umgestellt werden.
    Gerade das Leben mit der Normalzeit schärft mein Bewusstsein und lässt mir meine Entscheidung und Macht über meine Zeit. Bei außen vorgegebenen Terminen mit Blick auf meine Uhren, hält außerdem das Kopfrechnen geistig fit. 😉

  6. Meike sagt:

    Habt ihr es auch bemerkt? Also mein Körper hat sich entspannt, nachdem die Uhren nun wieder so ticken, wie es sich für mich stimmig anfühlt. Jedes Jahr auf´s Neue nehme ich dieses Entspannen in meinem Körper wahr. Dieses Aufatmen. Die Zeitqualität ändert sich ebenfalls für mich. Es ist mehr Ruhe spürbar. Draußen und in mir.

    Nun stehen die Menschen nicht mehr 1 Stunde früher auf ( für mein Empfinden ist es so) und gehen zur Arbeit oder zur Schule oder….. Jetzt können wir uns wieder die Zeit lassen, die immer schon da war. Nur haben wir es vergessen, in den Monaten der Umstellung. So scheint es mir jedenfalls. Vielleicht stecken auch ganz andere Dinge dahinter. Wer weiß 🙂

  7. Anja sagt:

    Der Lebensrhythmus des Menschen richtet sich nach der Sonne, genauer: nach den Blauanteilen im Sonnenlicht im Tagesverlauf.
    Nicht nach Uhrzeiten.
    Der Körper gewöhnt sich auch nicht an vorgestellte Uhrzeiten ohne gleichzeitigen Ortswechsel (= Längengrade).
    Nie.
    Mir ging es in den letzten Jahren während der MESZ („Sommerzeit“)immer schlechter.
    Ich habe vor einiger Zeit die Notbremse gezogen und mache ein Normalzeit-Experiment mitten in der MESZ.
    Sofort ging es mir besser!

    Viele Grüße von Anja
    http://www.normalzeit-leben.de

  8. gerhard spanner sagt:

    freue mich jedesmal auf ende Oktober wenn wir die Uhren wieder auf Normalzeit umstellen, dann bin ich mit meinen Rhythmus wieder im Einklang. jetzt mitte September merke ich es besonders in der früh das die Sommerzeit nicht passt, weil es um halb 7 noch so dunkel ist für die schüler und Kinder ist die Normalzeit die bessere zeit. wir als Kinder hatten nur Normalzeit und es hat uns nicht gestört das es immer sommer schon um dreiviertel 9 dunkel wurde,so sind wir wenigstens ins haus gekommen. die Normalzeit ist die einzige zeit die wir brauchen damit wir in der früh nicht schon gestresst in die schule kommen, weil dann fällt uns das aufstehen nicht so schwer wenn es abends ein bisschen früher dunkel wird.

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