TV-Tipp: Die Reste meines Lebens


Schimon ist ein Glückskind. In San Francisco hat der Mittzwanziger alles gefunden, was er sich für sein Leben immer gewünscht hat.

Nicht nur konnte er seine Leidenschaft für die Welt der Töne zum Beruf machen, auch hat er auf der anderen Seite der Welt seine Traumfrau Jella kennengelernt, mit der er ein Kind erwartet. Alles scheint perfekt, bis Schimons Vater in Deutschland einen Herzinfarkt erleidet. Schimon will seine Eltern, die nun auf seine Hilfe angewiesen sind, nicht alleinlassen. Er und Jella beschließen, alle Zelte in den Staaten abzubrechen und zurück nach Deutschland zu ziehen. Doch plötzlich bricht Schimons ganze Welt in nur einer Nacht zusammen. Kurz nach der Nachricht, dass der Frachter, der den kompletten Hausstand von San Francisco nach Deutschland bringen sollte, untergegangen ist, hat Jella einen Unfall. Sie und ihr ungeborenes Kind kommen ums Leben.

Schimon versucht, nicht im Schmerz zu versinken, sondern an seiner positiven Einstellung festzuhalten und sich ein neues Leben in Deutschland bei seinen Eltern aufzubauen. Zunächst scheint ihm das auch zu gelingen. Als er die lebensfrohe Milena erst im Krankenhaus trifft und sie dann bei Orchesterübungen für einen neuen Arbeitsauftrag wiedersieht, glaubt er an Schicksal. Er verliebt sich Hals über Kopf in die schwangere Musikerin, die nebenberuflich im Krankenhaus als Clown für sterbende Kinder arbeitet. Schimon scheint bereit für einen Neuanfang und will auch die Vaterrolle für Milenas Kind übernehmen. Selbst einer gemeinsamen Hochzeit steht nichts mehr im Weg. Zuerst scheint das neue Glück für Schimon perfekt, doch dann holen ihn die Reste seines vorherigen Lebens ein … Eine berührende Geschichte über Liebe, Trauer, Verlust und den tiefen Glauben an das Leben.

Jens Wischnewski Film (2016) besticht mit einer positiven Einstellung zum Leben und einem überzeugendem Cast.

Bss 18.10.2018 in der arte Mediathek und hier als DVD

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Ein Kommentar zu “TV-Tipp: Die Reste meines Lebens
  1. Avatar Maria sagt:

    Kann ich nur bestätigen. Ein wirklich sehenswerter und berührender Film. Ich habe ihn gestern gesehen. Auch kann der Film Schmerz in uns berühren, den wir durch Verluste, in uns tragen.

    Ich war erst erstaunt, wie schnell Schimon seine Trauer überwunden zu haben schien. Doch war dies nur eine Phase der Trauer. Und zwar die, in der wir nicht wahrhaben wollen, das der andere gegangen bzw. nicht mehr in unserem Leben ist. Auch dies hat der Film sehr authentisch aufgezeigt.

    Allerdings hat das Springen vom Jetzt – zurück in die Vergangenheit – mir
    bisweilen Probleme bereitet (weil der Wechsel so plötzlich u. schnell
    stattgefunden hat). Dies ist meine ganz persönliche Sichtweise 🙂

    Ein Herzliches DANKE an die Darsteller und Jens Wischnewski für diesen Film.

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