Waldbaden im Jahreskreis

Waldbaden im JahreskreisWaldbaden tut zu jeder Jahreszeit gut! Bewusst längere Zeit im Wald verweilen, ganz in die Atmosphäre der Natur eintauchen, die Abwehrkräfte stärken und sich vom stressigen Alltag erholen – das geht selbst im vermeintlich kargen und kalten Winter.

Meditation: Atmen und ernten (10–20 Min)

Suche dir ein wunderschönes Plätzchen nahe einem kräftigen Baum. Dann stelle dich gut verwurzelt mit leicht gebeugten Knien hin. Schließe deine Augen, und reibe deine Hände aneinander, bis deine Handflächen kribbeln. Dann lasse deine Arme locker hängen, und atme ruhig und tief in den Bauch. Stelle dir nun vor, wie die Luft erfüllt ist von heilsamen Terpenen und voller Kraft und Energie. Diese Energie nimmst du nun ganz bewusst mit jedem Atemzug auf. Hebe dazu deine Arme seitlich an, führe deine Hände über deinem Kopf zusammen, und senke sie dann mit dem Ausatmen vor dir hinab zu deinem Bauch. Stelle dir vor, wie du alles, was der Wald jetzt im Herbst zu geben hat, symbolisch erntest, wie du die ganze Fülle mit jedem Atemzug in dich aufnimmst, wie jede Zelle deines Körpers mit der überfließenden Kraft dieser Jahreszeit erfüllt wird. Nimm so viel du willst, es ist genug für alle da!

Nimm dir so viel Zeit, wie es dir Freude macht, und bis du dich ganz erfüllt fühlst. Dann senke deine Arme wieder. Schenke dir noch ein paar ruhige Atemzüge, spüre dem angenehmen Gefühl nach, und komme langsam wieder zurück.

Zur Person: Ulli Felber ist gebürtige Grazerin und studierte Kommunikationswissenschaften in Salzburg. Seit mehr als 12 Jahren ist sie als Werbetexterin tätig und absolvierte Ausbildungen zur Burn-out- Prophylaxe- Trainerin und Waldpädagogin. Heute bietet sie Einzeltrainings und Workshops zum Thema »Waldbaden« an und hat dafür viele Übungen selbst entwickelt.
Homepage: http://www.waldwelt.at

»Wenn du beginnst, die Qualitäten der Jahreszeiten in dein Leben zu integrieren, wird dir eine gewisse Regelmäßigkeit bewusst, die dir Sicherheit gibt. Viel mehr noch: Es wird dir zunehmend leichter fallen, Altes gehen zu lassen, weil dir immer mehr bewusst wird, dass Vergänglichkeit ein bedeutender Teil des Lebens ist. Ein anderer wichtiger Aspekt ist, dass du ganz bewusst auf deine Intuition zu hören beginnst. Und je mehr du deinem Bauchgefühl vertraust und folgst, desto leichter wird es dir wiederum fallen, deinen eigenen Rhythmus zu finden.« – Ulli Felber

Waldbaden im JahreskreisDas Buch Waldbaden im Jahreskreis
Das Jahr im Rhythmus des Waldes
200 Seiten, Flexobroschur, farbig, mit Abbildungen
ISBN: 978-3-8434-1363-3 (D) 19,95 € | (A) 20,60 €
Schirner Verlag

Waldbaden und Waldtherapie

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4 Kommentare zu “Waldbaden im Jahreskreis
  1. Heide-Rose Decurtins sagt:

    Das Hochstilisieren zuerst von Achtsamkeit, Waldbaden und vielem mehr dies ist ein Hype der für mich nicht mehr wahrhaftig erscheint, sondern wie eine Modeerscheinung, die dann plötzlich wieder abflacht.
    Waldspaziergänge waren schon früher gesund, achtsam mit sich und anderen umgehen hat mit Respekt und Selbstliebe zu tun. EInes ist sicher, je mehr solche Dinge in dieser Art und Weise immer mehr propagiert werden, verlieren sie ihre natürliche Energie. Und schlussendlich landet dies dann wieder in irgendeiner Schublade, um dann später wieder hervorgeholt zu werden. Da springen so viele Leute „auf den Karren“ die mal was von dieser Geschichte gehört haben und schnell ist etwas wirklich Gesundes wieder in der „Eso-Ecke“. Eigentlich schade.

  2. ute hild sagt:

    Heide-Roses Kommentar kann ich nur zustimmen.
    Was mich an dem ganzen Achtsamkeits- und Neuerdings Wald-Baden- Boom traurig macht ist, dass diese innig mit Mensch und Natur zuammenhängende Selbstverständlichkeiten vermarktet und die Anbieter es so verkaufen, als hätten sie etwas Neues gefunden, womit sie dann Geld machen können.
    Wie wär´s damit, wenn wir unsere Kinder einfach wieder an der Hand nehmen und mit ihnen einen achtsamen Spaziergang durch den Wald machen, dem Vogelgezwitscher, den Rauschen des Baches etc.lauschen und mit ihnen vielleicht ein kleine Wasserrad o.ä. basteln… dafür brauchen wir keinen Gade der uns durch den Wald führt.
    Im Übrigen ist es seit Alters her bekannt, da der Wald die Lunge der ganzen Natur ist… Weiterdenken kann dann ja jeder selbst.

  3. Petra sagt:

    Ich kann meinen beiden Vorrednerinnen nur zustimmen. Alles wird in dieser Gesellschaft vermarktet, sogar ein Waldspaziergang, die Luft, die wir atmen („Achtsam atmen“), die Natur, einfach alles… Traurig! Noch schaffe ich es, Wald, Natur, Stille einfach so zu genießen. Ohne „Anleitung“.

  4. Bettina Sahling sagt:

    Natürlich können wir immer auch ohne „Anweisung“ meditieren, singen, tanzen etc. für mich sind das aber keine Anweisungen sonder liebevoller Erinnerungen und Anleitungen es immer wieder bewusst zu tun 🙂

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