8. Dezember: Ein Licht geht um die Welt

Es geschieht,
dass eine kleine Seele die Erde nur streift.
Ihr Ankommen und Gehen fallen in eins.
Ihr kurzes Verweilen ist nicht umsonst, denn sie verändert die Erde.
Sie hinterlässt Spuren in die Zukunft. ( D. Kellner )

Immer am 2. Dezembersonntag gedenken Angehörige in der ganzen Welt beim weltweiten Kerzenleuchten (Worldwide Candle Lighting) ihrer verstorbenen Kinder und Jugendlicher. Die Idee geht auf eine Vereinigung verwaister Eltern und ihrer Angehörigen in den USA, den „Compassionate Friends“ zurück, die diese Initiative 1996 ins Leben riefen. So werden um jeweils um 19.00 Uhr Ortszeit in der ganzen Welt brennende Kerzen ins Fenster gestellt. Während diese in der einen Zeitzone erlöschen, werden sie in der nächsten entzündet, so dass eine Lichterwelle 24 Stunden um die Welt geht.

Jedes Licht im Fenster steht für das Wissen, dass diese Kinder das Leben erhellt haben und dass sie nie vergessen werden. Das Licht stärkt Hoffnung, dass die Trauer das Leben der Angehörigen nicht für immer dunkel bleiben lässt. Das Licht schlägt Brücken von einem Betroffenen zum anderen, von einer Familie zur anderen, von einem Haus zum anderen, von einer Stadt zur anderen, von einem Land zum anderen.

Mehr auf den Gedenkseiten.

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Ein Kommentar zu “8. Dezember: Ein Licht geht um die Welt
  1. Avatar Dorothée Lützen sagt:

    Ich stelle seid 12 Jahren Kerzen in mein Fenster. Da wir 4 Sternenkinder hatten, ist es für mich ein ganz besonderer Moment der Stille, Trauer und Dankbarkeit.
    Wären wir nicht diesen langen und schweren Weg gegangen, hätten wir nicht immer die Hoffnung behalten, wäre kein Mut da gewesen. Inzwischen sind wir Eltern von drei gesunden, fröhlichen und wundervollen Engeln.
    Diese Aktion ist großartig, weil sie einem zeigt, dass man nicht allein ist.
    Auch heute werde ich um 19 h 4 Kerzen entzünden.
    Dorothée aus Berlin

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