Sternennews: Ich will hier raus? Ruhe bewahren!

Foto: Elske Margraf

Von Sylvia Grotsch. Bevor ich die Konstellationen der Woche betrachte, springe ich erst mal noch kurz zurück. Am 22.3. trat der SATURN in das Tierkreiszeichen WASSERMANN ein, dort bleibt er erstmal bis zu den ersten Tagen nach Sommeranfang. Vom 2. Juli bis 17. Dezember 2020 kehrt er dann nochmal in den Steinbock zurück. Ab 17. Dezember steht er dann endgültig im Wassermann, wo er bis zum 7. März 2023 bleiben wird.

Es würde jetzt hier zu weit führen, alles zu schildern, was der Saturn in Wassermann uns sagen will, darüber werde ich sicher demnächst auf meinem Blog einen Artikel veröffentlichen. Dazu braucht es einfach mehr Raum, weil jede Konstellation immer mehrere Ausdrucksmöglichkeiten hat.

Saturn im Wassermann: die Begrenzung der Bewegungsfreiheit

Ich musste allerdings fast lachen, was am 21.3. – also ein Tag davor – war: Wir erhielten via abendlichen Nachrichten die Ankündigung, dass ab der darauffolgenden Woche eine „Ausgangsperre“ geplant ist. Saturn steht unter anderem auch für das Gesetz und für die Regeln, die Vater Staat erlässt, Wassermann für die Freiheit und ungehinderte Selbstentfaltung.

Eine (aber nur eine!) der Deutungen von Saturn in Wassermann ist also die „Reglementierung der Freiheit“.

Da der Saturn zweieinhalb Jahre durch den Wassermann läuft, heißt das nun nicht, dass wir in dieser Zeit ständig und andauernd in unserer freien Bewegung eingeschränkt sein werden. Aber es beginnt eben jetzt eine Auseinandersetzung über die Frage, ob und wie man individuelle Selbstentfaltung zugunsten der Selbstentfaltung anderer begrenzen darf (und soll) und wenn ja, wie man das überhaupt macht. Ob das mit einer Quarantäne der aktuellen Art sein muss oder ob auch andere Lösungen, wie zum Beispiel Schweden sie vorführt, möglich wären.

Warum das nicht einfach so hingenommen werden wird

Just am Montag dieser Woche tritt der MARS in Wassermann ein und befeuert den Freiheitsdrang. Da Saturn ganz am Anfang des Wassermannzeichens steht, treffen die beiden quasi aufeinander. Der Mars sagt: „Ich will hier raus!“, der Saturn sagt: „Darfst du aber nicht“. So erwarte ich diese Woche sehr heftige Diskussionen in der Politik über die derzeit getroffenen Maßnahmen, möglicherweise werden auch erste Proteste in der Bevölkerung laut.

Ich weiß nicht, wie es ausgeht, aber ich ahne doch eine Menge Zündstoff. Der Mars läuft noch bis zum 15. Mai durch den Wassermann, was die Hoffnung nährt, dass wir nicht nur selber wieder mehr „Luft“ wollen, sondern die dann auch gewährt wird. Allerdings wohl noch mit Einschränkungen und bestimmten Regeln, denn der Saturn ist und bleibt im Wassermann und hat ein gehöriges Wort mitzusprechen.

Was wir aus dieser Woche machen können

Das Zusammentreffen von Mars und Saturn in Wassermann kann auch in uns eine Menge Spannung entfachen. Es kann Ärger über die jetzige Situation auftauchen, die eben nicht nur aus Meditation und Entschleunigung besteht, sondern auch für viele eine Zusatzbelastung bedeutet. Weil sie Job, Mama und Papa sein und Lehrer spielen unter einen Hut bringen müssen.

Wenn Sie also merken, dass Ihnen gleich die Hutschnur platzt – planen Sie bitte etwas ein, über dass Sie aufkommende Spannungen ableiten können. Kräftiges Spazierengehen ist jetzt gut, wenn Sie eh nicht schon joggen, den Hometrainer traktieren oder das Trampolin. Oder drehen Sie die Musik für ein paar Augenblicke laut und tanzen Sie durch die Wohnung (und bitten hinterher Ihre Nachbarn um Nachsicht).

Wer es nicht so sehr mit Körperbewegung hat, der räumt vielleicht mal gründlich irgendwas in der Wohnung aus, putzt Fenster oder macht eben irgendetwas, was eine gewisse Anstrengung und die Disziplin zum Durchhalten verlangt.

Oder haben Sie vor, ein neues berufliches Projekt zu starten, das die Ausarbeitung eines Plans verlangt? In dieser Woche ist es gut, den Fokus auf etwas zu richten, was Arbeit von uns verlangt und die Aufmerksamkeit auf ein Ziel lenkt.

Mitte der Woche: mehr Leichtigkeit und Heiterkeit melden sich zu Wort

Am Freitag tritt dann die VENUS in Zwillinge ein und verbindet sich gleichzeitig harmonisch mit dem Saturn und dem Mars in Wassermann. Ach ja, wie schön wär´s jetzt, plaudernd und lachend mit Freunden im Eiscafé zu sitzen, mit ihnen durch den Park zu schlendern oder einen spannenden Workshop zu besuchen. Noch aber müssen wir uns auf die digitale Kommunikation einstellen und der sollten wir dann auch fleißig frönen.

Venus in Zwillinge könnte die Gespräche wieder „leichter“ machen oder suchen Sie sich am besten jemanden, mit dem Sie nicht immer und automatisch in irgendwelchen düsteren Fantasien landen. MERKUR verbindet sich nämlich mit Neptun, da tauchen bei einigen Menschen gerne negative Gedanken auf, die aber durch nichts gerechtfertigt sind. Wir dürfen eines nicht vergessen: im Augenblick wird sehr vieles projiziert: eigene, ungelöste Ängste aus der Vergangenheit heften sich an die jetzige Situation und so wird man leicht Opfer des eigenen Unbewussten.

Daher ist diese Woche auch sehr gut geeignet, mit einem Menschen seines Vertrauens zu sprechen, um hier einiges für sich zu klären, um dann wieder Mut und Vertrauen zu schöpfen.

Wer sich ein wenig ablenken will, der taucht einfach in einen schönen Film ein (ebenfalls eine Entsprechung der Merkur-Neptun-Verbindung), liest ein Buch (oder guckt ein Youtube-Video) zum Beispiel über die geistige Welt, die uns jetzt hilfreich zur Seite steht oder bastelt sich eine Collage über die eigene Zukunft. Am Ende der Woche bildet sich nämlich eine enge Verbindung zwischen JUPITER und PLUTO, die uns unterstützt, große Pläne zu machen, die wir dann allerdings mit sehr viel Fleiß und Disziplin umsetzen sollten.

Foto: Sylvia Grotsch

Zur Person: Sylvia Grotsch ist Diplom-Psychologin, Astrologin und Coach seit 1984. Drei- bis fünfmal die Woche finden Sie Nachrichten von ihr auf ihrer Facebook-Seite https://www.facebook.com/sylviagrotsch.astrologie. Mehr über ihre Beratungen und Kurse stehen auf ihrer Webseite mit Blog www.astromind.de. Oder abonnieren Sie ihren Newsletter. http://www.astromind.de/newsletter-astrologie.html.

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7 Kommentare zu “Sternennews: Ich will hier raus? Ruhe bewahren!
  1. Ich muss gestehen, ich genieße diese Auszeit, fühle mich überhaupt nicht eingesperrt sondern befreit. Ich bin zentriert, entspannt und zuversichtlich und lebe bewusster als jemals…wie im Kloster…

  2. Avatar Katrin Satgita sagt:

    Danke für diesen wunderbaren Artikel! Ich fühle mich wirklich so (ich will hier raus!) und erlebe derzeit einen ständigen Wechsel meiner Gefühle, eben wie Wellen, wie Bettina Sahling in einem letzten Artikel beschrieb. Drei Teenager zu Hause sind einfach eine Herausforderung… Aber die Sterne machen mir Mut, und ich wollte heute tatsächlich mit dem Aufräumen und Ausmisten beginnen.😊 Danke!🙏

  3. Ich erlebe diese Zeit auch eher entspannt – wenn auch irgendwie die Konturen verschwimmen. Ich habe aber durch Home-Office noch eine gewisse Vorgabe, die mir ein wenig Struktur vorgibt.
    Mein Mitgefühl gilt allen, die diesen Komfort nicht haben, die nach 14 Tagen nicht mehr wissen, wie sie ihre Kinder “bei Laune” und sich selbst zentriert halten sollen. Die um ihre Gesundheit und/oder Existenz bangen müssen … und die nicht wissen, wie lange sie das noch durchhalten müssen.
    Trotz und wegen all dieses Schicksale:
    Ich bin fest davon überzeugt, dass wir an Corona wachsen werden. Vielleicht auch über uns hinaus. Dass neue Energien und Verbindungen entstehen, neue Vernetzungen, neue Impulse und neue kreative Lösungen, die in uns reifen und neue Wege offenbaren können.

    Ich wünsche uns allen diese Reifung und Wege in die Freude

    Herzensgrüße
    Imke

  4. Avatar Christiane sagt:

    Ach Frau Grotsch,

    als hätten Sie es gewusst…die Schweizer haben jetzt schon eine Online Petition rausgegeben, bei welcher Bürger gegen die aktuellen Maßnahmen protestieren, weil sie nicht gerechtfertigt seien. Und das werden sicherlich erst die Anfänge sein. Gleichzeitig wurde heute in Bayern die Ausgangsbeschränkung verlängert.
    Es gibt eben keinen Zufall…
    Carpe Diem.

  5. Avatar Vioma sagt:

    Ich habe im vergangenen Jahr etwas in die Wege geleitet, was sich für mich als sehr ungut herausgestellt hat. Saturn läuft auf meinen Jupiter zu, und auch noch viele andere Konstellationen, aber leider den Eindruck, ich kann es nicht leben. Die “Verhinderung” findet bei mir eher in meinem Inneren statt, so erlebe ich die äußeren Einschränkungnen als zweitrangig.

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