7. Eine Hüterin des Heiligtums ist eine Auserwählte. Auch wenn sie selbst sich lange Zeit nicht so fühlen mag

Eine Mystikerin wird vom Leben selbst in die Hand genommen. Und geführt: Weg von den Schaufenstern dieser Welt, weg vom Zuckerguss der umgehenden physischen Befriedigung, weg von den Beziehungsspielen. Das Leben lenkt sie, liebt sie, leitet sie – hinein in ihre innere Tiefe, die einst universell sein wird, allem und allen gehört, in der sie Teil ist und hat – als bewusste Wahrnehmung ohne Ichigkeit.

Das alles war lange vor ihrer Geburt klar. Nur ihr nicht. Ihre Eintrittskarte war Leiden für Falsch-Sein. Dem nichts oder nicht lange etwas abgewinnen können, was andere fesselt, bindet, befriedigt, tröstet, begeistert.

Ihre Familie war möglicherweise nicht ideal. Vielleicht war sie Außenseiterin, vielleicht hat sie missbräuchliche und gewalttätige Erfahrungen gemacht. Das kann eine gute Voraussetzung sein, um Gott suchen zu wollen.

Vielleicht hat sie in ihrer Jugend auch alle diese aufregenden Spiele mitgemacht: Schminken, Jungs, Party, tanzen, Musik, Drogen, Sex – und das alles bis zur Neige gekostet – nur, um festzustellen, dass nichts davon ihre Seele wirklich zum Schwingen bringt.

Karriere, weltlicher Ehrgeiz, Ehe, Mutterschaft – vielleicht hat sie das probiert. Und sich regelmäßig gefühlt wie im falschen Theaterstück, eine Quelle der kontinuierlichen, unterschwelligen Frustration.
Während alle anderen scheinbar in ihrem Leben ankommen, fühlt sie sich nirgendwo zuhause.

Was sie vielleicht interessiert, ist Philosophie, Heilung, Bewusstsein. Aber auch hier ist das, was der Markt ihr bietet, für sie mit der Zeit zu wenig, zu schal, zu bindend, zu wenig persönlich.

Zunächst also rast- und ruhelos auf der Suche, bleibt ihr eines Tages nur noch ein Weg offen, den sie schließlich erschöpft und weltmüde aus Mangel an glaubwürdigen Alternativen beschreitet. Weg von der Welt. Hinein in ihre Tiefen. Zurück nach innen. Alles auf null. Gehe über Los. Brennend suchend nach etwas, von dem sie, bewusst jedenfalls, gar nicht weiß, was das sein soll.

Darauf wurde sie ein Leben lang vorbereitet, ohne es zu wissen. Ihre Kämpfe mit sich selbst; ihr Heil- und Stillwerden; ihre Entdeckung, dass Gott wirklich antwortet; dass sie nicht ins Bodenlose gestürzt ist; dass es da etwas oder jemanden gibt. Ihr Hineinfallen in ihre Seele; ihr erleichtertes Ablegen der Perfektion, des perfekten Selbstes… Jeder Schritt war beobachtet und begleitet – ohne ihr Wissen.

Denn den Grundstock für radikale Hingabe an den|die eine|n Gott muss jeder Mensch selbst erringen, bauen, erleiden. Mit den eigenen Händen im Schlamm der kulturellen Konditionierung wühlen. Sie ist daher niemals alleine, auch wenn sie unterwegs periodisch alle Stufen intensiver Einsamkeit fühlen darf. Sie ist immer begleitet, auch wenn sie lernen muss, zur Not auch ganz alleine, die Welt gegen sich und dem möglichen Tode ins Auge sehend, Wege zu gehen und Wichtigkeiten zu vertreten.

Es entsteht mit der Zeit dann ganz von selbst eine Art weicher, verletzlicher, tief verwurzelter Radikalität.
Wenn es so weit ist, dann ist sie auch so weit.
Dann geht es ans Werk, wird sie zu ihrem Werk geführt – ob das nun lehren, berühren, singen, schreiben, Essen zubereiten, malen, Heilkräuter erforschen oder der Bereich der Sexualität ist – der dann konkrete Ausdruck ihres heiligen Beitrags ist ein Geheimnis zwischen ihr und Gott.

Plötzlich findet sie ihre Ausdrucksform. Ihren Tanz mit Gott. Was sie tut, tut sie für ihn|sie|es.

Das ist ihr Gottesdienst, der sie bereits beim Tun so erfüllt, dass ihr oft gar nicht auffällt, dass sie mit ihrem Tun auch überall mehr Gott hinterlässt.

Dieses Kapitel ist Teil der Preview des Buches: Das Handbuch der Hüterin des Heiligtums von Lauretta V. Hickman
ISBN-Nummer: 978-3-7519-5810-9

Bezug über books on demand direkt:
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Die newslichter veröffentlichen Lauretta v. Hickmans wegweisendes Handbuch der Hüterin des Heiligtums exklusiv. Jeweils ein Kapitel werden in den nächsten Monaten immer am Dienstag und Freitag eingestellt. Diese bleiben dann eine Woche online, bis dann die nächsten erscheinen. Insgesamt in 83 Veröffentlichungen werden wir die Seelennahrung für eine neue Weiblichkeit in Führung empfangen dürfen.

Dazu gibt es von Lauretta keinen Kommentar, keine öffentliche Interaktion: “Nur das Buch, Kapitel für Kapitel und immer nur zwei auf einmal stehen lassen.“ So war die innere Ansage. Ich bekomme solche Ansagen nicht jeden Tag, aber wenn, sind sie unmissverständlich. Beim Nachspüren | Hinfühlen wurde sehr schnell klar: In dem Buch geht es um etwas sehr Intimes, nämlich deinen ureigenen Bezug zur Quelle, wie immer du sie nennst: Gott, große Mutter, Allah, Manitou, Nullpunktenergie, universelle Schöpfungsintelligenz, Quantenfeld. Für mich ist jeder Zugang gleich gültig, gleich wichtig und gleich heilig.”

Vorwort: Das Handbuch der Hüterin des Heiligtums

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15 Kommentare zu “7. Eine Hüterin des Heiligtums ist eine Auserwählte. Auch wenn sie selbst sich lange Zeit nicht so fühlen mag
  1. Avatar Marie-Anne Fröhler sagt:

    Es ist ein wunderbares Leit- und Erlebenswerk geworden. Ich bin beim Lesen immer wieder zu Tränen gerührt und sage mir immer wieder, ja, ja, ja, und Danke, ich bin nicht allein. Marie-Anne

  2. Avatar Almut Lichte sagt:

    Danke für diese Wahrheit und Weisheit.
    JA.

  3. DANKE von Herzen für dieses Geschenk! 🙏❤️🙏
    Kapitel für Kapitel dieses wundervollen Buches berühren mich in der Tiefe meiner Seele! Dieses Kapitel hat mich besonders berührt!

  4. Avatar Ramona sagt:

    Von Herzen DANKE. Ja, das ist mein Weg…oft allein, doch nicht getrennt. Einsam ja, manchmal, doch genau darin ein-Same…für Liebe, Schönheit, Heiligkeit im All-Tag.

  5. Avatar Judith Rose sagt:

    Danke danke danke immer wieder für diese sooo wertvollen Ausschnitte liebe Laura und auch Herzensdank an dich liebe Bettina weil du es ermöglichst 💞
    Heute habe ich zum ersten mal nicht nur meine wunderbare Mama erkannt sondern auch mich selbst ein kleines Stück erkannt. Danke 🌹

  6. Avatar Lauretta Hickman sagt:

    Ach, wie schön. Ihr lieben Frauen, das freut mich sehr, dass euch das Buch so viel sagt und gibt – und wohl auch bestärkt und bestätigt in eurem So-Sein. Dafür und für euch habe ich es geschrieben.

  7. Tiefsten Herzensdank für diese Worte, des Heiligen in uns und für die Welt.
    Es ist ein Wiedererkennen der eigenen innere n Herzweisheit und schenkt mir und uns gemeinsam heilige Zuversicht, im Weben unserer lichtvollen Kreise und Netze. Noch ist das Buch nicht bei mir, aber in Bestellung. Ich freue mich sehr darauf.
    in Liebe und Verbundenheit,
    Martina

  8. Avatar Gitta sagt:

    Liebe Laura,
    ich finde keine Worte … nur die … du beschreibst mich 🙏
    Aus tiefstem Herzen DANKE💝
    Eine Weggefährtin

  9. Avatar Gert Willfind sagt:

    (Keine Ahnung, wie man diesem Bandwurm Zeilenschaltungen beibringt.)
    4 Frauen, 2–3 Jungs; genug um seit Jahren darüber zu forschen, wie die Dinge wirklich sind und (vorläufige) Ergebnisse miteinander zu teilen.
    In diesen Kreis habe ich gerne das vorliegende Kapitel empfohlen mit den Worten:
    … z. Z. lese ich ein Buch. Jeden Di und Fr … ein weiteres Kapitel …
    Keine Ahnung, ob es am Ende ein gutes Buch sein wird. Aber es enthält Sätze die „meine Seele zum klingen bringen“.

    Gerne hätte ich einen passenden Link dazu gelegt. Angeboten hätte sich
    https://www.newslichter.de/tag/hueterin/
    Aber, weder das nächste Kapitel noch die beiden Vorworte vom
    12. und 14. August sind damit getaggt. Läßt sich das nachbessern ?

    • Avatar Gert Willfind sagt:

      Und, dagegen wirklich eine Kleinigkeit:
      Im Text heißt es „dass nichts davon ihre Seele wirklich zum Schwingen bringt“.
      Die Internetsucht nach „seele zum schwingen bringen“ fördert überwiegend Links zu Tage, mehr oder weniger, zum Thema Musiktherapie.
      Vielleicht ist „Seele zum klingen bringen“ eine verbreitetere Formulierung, da dies auch Spiritualität streift.

      Egal ob konsequent getaggt oder in welcher Façon formuliert, ich freue mich auf die nächsten Kapitel, um zu staunen, zu freuen und die Kraft zu spüren die sich aus Wahrheit entfaltet.
      (Und wenn ich sehr mutig bin, empfehle ich es meiner (30jährigen) Tochter.)

    • Ich tagge hier tatsächlich nicht, da ja die Kapitel immer nach einer Woche wieder “verschwinden”, also musst du in diesem Fall die Links dazu setzen 🙂

    • Avatar Gert Willfind sagt:

      Oh schön, die Zeilenschaltungen sind wieder da.
      (In der Vorschau nach dem Abschicken des Kommentars war es nur ein Bandwurm, ohne Zeilenschaltungen.)

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