Mach doch mal ein Retreat! – zu Hause

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Eine Anleitung von Melanie Ackermann. Manchmal gelangen wir mit dem Zug unseres Lebens an Stationen, an denen wir nicht nur anhalten, sondern auch aussteigen wollen. Durchatmen. Uns umschauen. Die Landschaft dort erkunden. Vielleicht stehen dort Bäume mit reifen Früchten – Erkenntnisfrüchten – die du, hast du sie erst einmal entdeckt, nur noch pflücken brauchst.

So ging es mir. Der innere Wunsch nach einem Anhalten kam auf und war nicht überhörbar. Den Impuls wegzufahren vernahm ich nicht. Meine innere Stimme führte mich dorthin, wo ich bereits war: nach Hause.

Dort anhalten, bleiben und umschauen: in meinem äußeren, aber auch – oder gerade – in meinem inneren Zuhause. In meiner persönlichen Auszeit erfuhr ich viel über mich, meinen Alltag und mein Leben. Ich lernte mich selbst besser und neu kennen.

Solltest auch du die Sehnsucht nach dir selbst spüren, so möchte ich dir hier inspirierende Tipps und Impulse für dein ganz persönliches Retreat zu Hause geben.

Um herauszufinden, ob das überhaupt etwas für dich ist, habe ich dir ein paar Informationen zusammen gestellt.

Ein Retreat zu Hause ist etwas für dich, wenn

– du die Wohnung ein paar Tage ganz für dich haben kannst
– wenn es finanziell gerade besser passt, oder dir nicht danach ist, dich selbst in der weiten Welt zu suchen
– wenn du lernen willst, dich zu Hause und in deinem Alltag auf das zu fokussieren, was dir wirklich wichtig ist
– wenn es gerade so schön draußen ist (z.B. goldener Herbst, Frühling, etc.), dass es anderswo auch nicht schöner sein kann
– wenn du Natur in der Nähe hast

Es hat viele Vorteile, eine Pause im eigenen Zuhause zu machen.

Die Vorteile, die dir ein Retreat zu Hause bietet, sind

– du hast gesundes, leckeres und biologisches Essen
– du siehst dein Zuhause und deinen Alltag in einem neuen Licht
– du meisterst Herausforderungen, die dir nur begegnen, wenn du ein Retreat zu Hause machst
– du brauchst dich nicht an eine fremde Umgebung, fremde Menschen und ein fremdes Bett zu gewöhnen
– du kannst deine innere Führung besser kennenlernen und lernen, auf die Zeichen zu achten (z.B. in der Natur, von den Tieren)
– Unterkunft und Vollpension sind zu Hause deutlich günstiger (Fahrtkosten sparst du auch)

Für eine schöne und ungestörte Zeit, habe ich hier ein paar Tipps zur Vorbereitung für dich.

Die Vorbereitungen

– sorge für eine sturmfreie Bude und ein paar freie Tage
– mache dir ungefähr einen Plan, was du essen willst (und auch, was nicht) – es ist eine gute Gelegenheit für ein mildes Fasten, d.h. du könntest auf bestimmte Nahrungsmittel verzichten und sie mit Gesünderem ersetzen (z.B. weglassen von Zucker, Gluten, Kaffee, Milchprodukte, etc.)
– baue Entschlackendes und Entgiftendes in deinen Ernährungsplan mit ein, z.B. einen halben Liter Zitronenwasser morgens, Staudenselleriesa, Smoothies, Tees, Salate – wichtig ist jedoch, nicht zu hungern und dich nicht zu überfordern
– koche einen großen, leckeren Eintopf, den du öfter essen kannst
– mache dir einen Einkaufsplan und gehe dann einkaufen
– gebe Freunden, Familie und Kollegen Bescheid, dass du ein paar Tage „Kontakt-Fasten“ machst, und dass du z.B. nur einmal am Tag deine SMS checkst oder gar nicht erreichbar bist
– lege dir inspirierende Bücher bereit und etwas zum Schreiben für deine Impulse und Gedanken
– schreibe dir einen strukturierten Tagesplan, in dem enthalten sind:
Aufsteh-Zeit (bei mir war halb acht gut), Essenszeiten, und wann du Zeit für Bewegung in der Natur(2-3 h/Tag), Yoga, Medita6on, ruhen, usw. einplanst
– lege für dich ganz persönlich ein Grundthema fest (z.B. Lebensaufgabe, Berufung, mehr Freude, Vision, Entschlackung, Entspannung, dir selbst näher kommen)

Weitere Tipps

Wenn du dich entschieden und vorbereitet hast, und der erste Tag deiner Auszeit gekommen ist, empfehle ich dir, mit einem Ritual zu starten. Rituale können harmonisieren, nach Innen führen und Anfang und Ende schaffen. Du könntest dein Zimmer räuchern und schmücken. Du könntest dir einen Heil-und Meditationskreis einrichten, mit Kerzen, (Edel-)Steinen und Orakel-Karten, die du während deines Rituals und im Laufe der Tage ziehen kannst.

Bequeme Kleidung, in der du dich so richtig wohl fühlst, kann deinen Prozess unterstützen – lass die äußeren Fassaden und Masken los, und entdecke deine innere Schönheit.
Vielleicht möchtest du dir selbst auch etwas versprechen, z.B. besonders liebevoll mit dir zu sein, dich selbst zu beobachten, dir selbst mehr bewusst zu werden, ehrlich zu dir zu sein.

Eine gute Idee ist es, ein paar Regeln aufzustellen: kein Fernsehen (falls du noch einen hast), kein Radio, keine Nachrichten, keine Zeitung, keine Mails (vorher deaktivieren). Ich habe mir Internet (minimal) erlaubt – jedoch nur für Musik, Yoga, inspirierende Podcasts. Sei da achtsam und wachsam.

Alles, was dir gut tut

Es geht um Wohlgefühl. Kein Hungern und kein Kasteien. Betrachte auch deinen Plan als Struktur und Richtung, aber nicht in Stein gemeißelt. Es kann sein, dass sich hier und da mal etwas verschiebt, oder du noch etwas umstellen/anpassen willst. Denn von Innen sieht dein Retreat auch anders aus, als vorher von Außen.

Mache alles in Liebe, alles FÜR dich – auch den Einkauf, die Essenzubereitung, den Abwasch. Nimm dir nicht Zuviel vor, mache lieber weniger. Lass jeglichen Erwartungsdruck, was passieren soll, schon vorher los.

Nun wünsche ich dir viel Freude und Erkenntnis beim Schließen der äußeren, und öffnen deiner inneren Türen.

Melanie Ackermann www.melanieackermann.de

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