Sternennews: Nähe und Distanz

Bild von Jackson David auf Pixabay

Von Sylvia Grotsch. Diese Woche sieht dann schon wieder ganz anders aus, als letzte Woche, als die Venus, unser Bedürfnis nach Kontakten, Austausch und Kommunikation, ganz kräftig ausgebremst wurde. Allerdings sind solche Stoppschilder aber auch gut, um unsere Aufmerksamkeit auf andere Themen zu lenken. Astrologische Konstellationen sind daher nie „gut“ oder „schlecht“, sie dienen uns immer für bestimmte Erfahrungen und Entwicklungsschritte.

Bin ich fähig, Nähe zuzulassen?

Gestern, am Sonntag, gab es einen bedeutenden Tierkreiszeichenwechsel, die VENUS trat in den SKORPION ein (dort bleibt sie bis zum 15. Dezember). Venus im Skorpion macht uns jetzt dazu geneigt, Beziehungen und Kontakte auf emotionaler Ebene einzugehen. Das leichte, heitere, manchmal auch oberflächlich daherkommende Venus-in-der-Waage-Geplaudere soll jetzt mehr Ehrlichkeit und Intensität weichen. Die Venus in Skorpion will, dass wir uns mit jeder Facette unseres Wesens einlassen, wir suchen die seelische Verbundenheit und begegnen dadurch auch oft unserer Wahrheit. Denn sich gefühlsmäßig zu öffnen und ganz auf einen Menschen einzulassen, bringt auch unsere wunden Punkte zum Vorschein. Wilhelm Busch sagte mal: „Wer allein ist, hat es gut, weil niemand da, der ihm was tut“. Verletzbar werden wir nur, wenn wir uns einem anderen öffnen.

So ist der Lauf der Venus durch den Skorpion sehr gut dazu geeignet, sich zu fragen, ob wir eigentlich bereit sind, uns mit unserem ganzen Wesen einem anderen Menschen zu zeigen oder ob wir uns in Liebesbeziehungen und auch in langdauernden Freundschaften hinter einer Mauer verschanzen. Wenn das der Fall ist, dann hat das einen guten Grund! In der Regel liegen hier tiefe Verletzungen in der Kindheit vor, die uns dazu veranlasst haben, uns zu schützen. Wenn wir uns den Grund für den Schutz aber nicht anschauen, werden wir nie das tiefe Glück einer ehrlichen Beziehung, in der wir uns ganz zeigen, erfahren können.

Woher weiß ich aber, dass ich in meinen Beziehungen noch von alten Verletzungen gesteuert werde? Das kann sich auf sehr unterschiedliche Weise zeigen. Manche suchen sich grundsätzlich schwächere Partner, um sie zu dominieren, manche sind eifersüchtig und kontrollieren oder machen aus jeder kleinen Unaufmerksamkeit des Partners ein Drama. Andere wiederum steuern ihr Umfeld über Gewähren oder Verweigern von Sexualität, gut möglich ist auch, dass man Partner und Partnerinnen bevorzugt, wo gleich am Anfang klar ist, dass es „schwierig“ werden wird. Sei es, weil das Gegenüber nicht frei ist oder sich aktuell nicht einlassen möchte.

Die Zeit bis Mitte Dezember ist also sehr gut dazu geeignet, uns unsere Beziehungsmuster anzuschauen und – im besten Fall – alte Wunden zu öffnen und zu heilen. Hilfreich ist dabei, dass der MERKUR ebenfalls durch den Skorpion wandert und uns unterstützt, uns zu hinterfragen und nach der Wahrheit zu suchen. Gleichzeitig ist der Merkur diese Woche noch harmonisch mit einem NEPTUN und einem PLUTO verbunden – tolle Konstellation, einerseits in Beziehungen sehr viel Nähe und Echtheit über Gespräche herzustellen, andererseits tiefe Verwundungen liebevoll anzuschauen, ohne davon überschwemmt zu werden.

Daher passen in diese Woche natürlich auch alle Bücher, Workshops und Therapien, die sich um das Thema Liebe und Beziehung drehen. Und wer im Augenblick gar nichts im Beziehungsbereich aufzuräumen hat, der macht das einfach mit seiner Wohnung oder legt für seinen Körper eine kleine Entlastungsrunde ein. Wir schleppen meist auf mehreren Ebenen alten Ballast mit uns herum, dem wir uns diese Woche widmen könnten.

Nach vorne schauen

Dass wir uns nicht so sehr in unserer Vergangenheit verlieren, dazu trägt dann die SONNE bei, die gestern, am Sonntag, in das Tierkreiszeichen SCHÜTZE eingetreten ist. Ich finde es sehr spannend, dass der Schütze in einer sehr unwirtlichen Jahreszeit auftaucht. Langsam schleicht sich bei einigen von uns die Winterdepression heran, andere sind vielleicht verzweifelt ob der Ereignisse der letzten Wochen und Monate in unserer Gesellschaft, andere fürchten vielleicht, dass wir in Zukunft unsere Freiheit verlieren könnten.

Wir dürfen in solchen Situationen nicht vergessen, dass wir uns permanent durch unser Denken beeinflussen. Wenn wir also merken, dass wir ins Negative abrutschen, dann ist in der Schütze-Zeit die beste Therapie, uns ganz konkrete, positive Zukunftsbilder für uns und unser Leben zu setzen.

Der Schütze-Monat eignet sich nämlich ganz wunderbar dazu, sich sein Leben anzuschauen: was uns wirklich wichtig ist und wo wir uns hinbewegen wollen. Egal, wie dunkel es da draußen gerade sein mag, der Spruch, dass am tiefsten Punkt immer ein Licht auftaucht, muss von einem Schützen sein.

Dieses Licht in seinem Inneren stärker werden zu lassen, sich ein positives Zukunftsbild zu schaffen und zu vertrauen, dass alles einen Sinn hat und letztendlich gut wird – das ist die Kraft, die uns diese Zeit geben kann. Nicht die Jahreswende eignet sich für neue Ziele – es ist die Schütze-Zeit, die uns einlädt, uns zu fragen, wo wir mit unserem Leben hinwollen und sie stärkt gleichzeitig den Glauben und das Vertrauen in uns, dass wir genau das auch schaffen werden!

Anregende Kontakte, aufbauende Gespräche

Diese intensive Woche endet mit dem Wunsch, über Kontakte neue Anregungen zu bekommen, denn die Venus geht eine Verbindung mit URANUS ein. Uranus steht für neue Ideen und für plötzlich auftauchende Lösungen und bislang unbekannte Perspektiven. Treffen Sie sich am Wochenende daher am besten mit einem Menschen, von dem Sie wissen, dass ein spannender Austausch möglich ist. Dieser kann Ihnen helfen, sich von der einen oder anderen seelischen Altlast zu befreien, auf neue Ideen zu kommen und fröhlicher und leichter zu werden.

Außerdem kommt am Wochenende noch ein JUPITER-Einfluss auf den Merkur dazu. Jupiter ist der Planet des Tierkreiszeichens Schütze und hilft uns, über Kontakte mit inspirierenden Menschen, aber auch über Bücher und eigenes Nachdenken uns stärker auf die oben genannten Schütze-Themen einzustellen. Vielleicht haben Sie ja auch Lust, eine kleine Zukunfts-Collage zu basteln? Die muss nicht gleich an diesem Wochenende fertig sein, wenn Sie damit aber jetzt beginnen, haben Sie schon einen Fuß in der Tür zur Zukunft, die Sie sich wünschen.

Foto: Sylvia Grotsch

Zur Person: Sylvia Grotsch ist Diplom-Psychologin, Astrologin und Coach seit 1984. Drei- bis fünfmal die Woche finden Sie Nachrichten von ihr auf ihrer Facebook-Seite https://www.facebook.com/sylviagrotsch.astrologie. Mehr über ihre Beratungen und Kurse stehen auf ihrer Webseite mit Blog www.astromind.de. Oder abonnieren Sie ihren Newsletter. http://www.astromind.de/newsletter-astrologie.html.

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3 Kommentare zu “Sternennews: Nähe und Distanz
  1. Marianne sagt:

    Danke liebe Frau Grotsch für diese hoffnungsvollen Aussichten. Heute morgen musste ich an Sie denken und dass Sie ein sehr fleißiger Mensch sind. Sie Bereichern uns mit einer verlässlichen Begleitung durch die Zeit. Ich würde mir so gerne eine Scheiobe davon abschneiden – also ausdauernder meine Gaben schöpfen! Danke!

  2. Vielen Dank, liebe Marianne. Ich reiche Ihnen gerne eine Scheibe rüber – denn glauben Sie mir, ich bin viel weniger fleißig, als es scheint :-). Mit meinen Krebs-Aszendenten ist das Sofa mein Lieblingsort. Oder das Café, in das ich leider gerade nicht gehen kann.

    Herzliche Grüße
    Sylvia Grotsch

  3. Beatrice Leonie Züger sagt:

    Liebe Sylvia Grotsch – ich bedanke mich herzlich für diese Sternennews und fühle mich wundervoll inspiriert und als Wassermann-Frau mit Schütze-Aszendent bin ich energievoll in diese neue Woche gestartet und voller guter Hoffnung und Energien um diese Woche einiges zu bewegen.
    Alles Liebe an Sie und ALLE

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