59. KARMA, DHARMA, GNADE – IN DIESER REIHENFOLGE LEBT SIE IHR LEBEN

Foto: Pikrepo

Auch eine Hüterin des Heiligtums wird zunächst auf Überleben erzogen; darauf, in dieser Zivilisation einen vernünftigen Platz einzunehmen, für Nachkommen zu sorgen oder Geld zu erzeugen; ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Das verbindet sie mit allen anderen Menschen. Sie bemüht sich redlich und findet doch nur temporär ein Zuhause. Sie spürt, sie muss nachdenken dürfen, in Ruhe Erkenntnisse aufsteigen lassen, das Leben selbst lernen, einen größeren Rahmen, in dem sie sich selbst in ihre eigene Natur hineinentwickeln kann und in dem alles Sinn ergibt, weit jenseits einer rationalisierten Logik, die jegliches Interesse, zum Beispiel ein wirtschaftliches, leicht verargumentieren lässt.

Stets auf der Suche nach dem, was nicht beliebig und wechselhaft ist, wie zum Beispiel eine Meinung oder ein Wahlversprechen, fragt sie sich stets: Was ist dahinter? Was bewegt diesen Menschen, dies oder jenes zu tun? Was hält uns im Inneren zusammen? Wie frei sind wir wirklich? Sind wir Teil einer bewussten Schöpfung oder ist das alles zufällig, gleichwohl naturwissenschaftlich erklärbar?

Und auf einmal sieht sie Gesetzmäßigkeiten.

Sie sieht, dass es im ersten Drittel eines Menschenlebens Kräfte gibt, die ihm Ereignisse schicken, über die er keine Kontrolle hat. Darin liegt seine Schicksalsgebundenheit. Er ist gezwungen, zu erleben, was er hinterlassen hat – bis er beginnt, sich seiner selbst und der eigenen Automatismen bewusst zu werden, die diese Wiederholungen erlauben und vorantreiben.

In dieser Phase ist ein Mensch außenorientiert, an „erfolgreich überleben“ interessiert und nicht selten Opfer der Umstände.

Wenn er mit der Zeit lernt, von seiner kindlich-egozentrischen, selbstsüchtigen Sicht auf die Welt Abschied zu nehmen und sich nicht mehr als Hauptdarsteller eines Films zu sehen, auf den alle Scheinwerfer gerichtet sind, sondern beginnt, die eigene menschliche Existenz energieerzeugend zu nutzen; mehr zu hinterlassen, als er verbraucht; mehr an „Sein“ und „Geben“ interessiert zu sein und das Bekommen und Versorgtwerden dem Leben selbst überlässt, da er eine kleine Stimme im großen Orchester des Lebens geworden ist, die sich nun harmonisch oder eben weiterhin dissonant ins große Ganze einfügt, beginnt seine zweite Phase: Das ist die Phase des Dharmas: bekömmliche Handlung, Einsatz für das globale Wir, das gesamte lebendige Netz des Lebens, als dessen integraler Teil er sich nun begreift. Das Leben nach den Gesetzen des Dharmas beginnt, das menschliche Gebundensein an die karmischen Verwicklungen zu lockern. Und hält eine ungeheuerliche Charakterbildung bereit, da der Mensch lernt, Werte und sein eigenes Einstehen für diese höher zu hängen als den eigenen Vorteil oder sogar das eigene Überleben.

Hier hat das „Ich bin, was ich bekomme, habe, erringe und wie andere mich sehen“ Platz gemacht einem: „Ich bin, was ich gebe und handle. Ich bin möglichst ein Mehrwert für diesen Planeten.“

Nach dieser Phase, die durchaus zwanzig Jahre oder länger dauern kann, beginnt die dritte Phase. Die dritte Phase heißt Gnade, genauer: Leben aus oder in der Gnade. Auf Gedeih und Verderb Gott auf allerköstlichste Weise ausgeliefert, ohne Garantie – und ohne Wunsch danach – lebt sich jeder Tag als bewusstes Geschenk. Was ihr zusteht oder nicht, was sie sollte oder nicht, entscheidet sie nicht länger. Das erlebt sie jeden Tag und ist zufrieden damit.

Sie hofft, dass jede Handlung sie Gott näherbringt und jede ihrer Handlungen Gott näher zu den Menschen und auf diese Erde und daher geht sie jedem Impuls nach, angstfrei, denn sogar der Tod ist ab hier Gnade und keine Drohung.

60. Eine Hüterin des Heiligtums entnimmt sich täglich dem inneren und äußeren Aufruhr

Foto: Pikrepo

Eines ihrer wichtigsten Anliegen ist es, ein bekömmlicher Beitrag zu sein, ein wandelndes Beispiel einer segensreichen menschlichen Existenz. Es ist ihr tagtäglich bewusst, dass die gegenwärtigen Zeiten das nicht so einfach machen. Eine Informationsflut, die dafür sorgt, dass niemand mehr glaubt, lange Texte lesen zu können oder überhaupt Zeit zu haben für so etwas wie Muße. Das scheinbar knapper werdende Geld, das dafür sorgt, dass immer weniger Menschen immer mehr arbeiten. Die stimulierte Angst und Bedrohung in den Medien, die reale Bedrohung durch Klimaveränderungen, die steigende Unsicherheit und das schwindende Vertrauen in Konstrukte wie „Staat“, „Regierung“ und „Demokratie“, die Abhängigkeit von Konzernen in Bezug auf Energie, Nahrung, Kleidung und Unterkunft, die Überwachung, die Undurchschaubarkeit bezüglich der wahren Verursachenden und so vieles mehr…

Sie spürt das Beben in ihren Zellen. Sie sieht, wie leicht es ist, sich in einem immerwährenden Ausnahmezustand zu wähnen und wie leicht er stimulierbar ist. Wie schnell „Rücken an der Wand“ und „Töten oder Fliehen“ stimuliert werden, im täglichen Miteinander, in Zeitschriften, Filmen, Serien, Clips, Blogs, Büchern, auf Kongressen und Messen. Schneller und heftiger, die Lunte ist kürzer, die Angst dichter unter der Oberfläche. Sie nimmt das bei sich selbst auch wahr, was sie nicht weiter überrascht, denn sie traut ihrem Körper, der immer diffundiert mit der Umgebung und ihr so die Natur und eben auch manchmal die Nichtnatur der Dinge in sich selbst nahebringt, fühlbar macht.

Sie spürt instinktiv, dass eine ihrer Aufgaben darin besteht, sich nicht so leicht ansteckbar zu machen, eine beispielhaft wandelnde Immunität zu sein gegenüber der Stimulation des Angriff-Flucht-Instinkts, der wahrlich nicht das Beste aus Menschen herausholt. Sie spürt alle Agitierbarkeiten in sich auf in Meditation und überschreibt sie, befriedet sie.

Sie begibt sich dann bald zu Übungszwecken in Situationen, in denen Menschen ihre Überlebensspiele spielen, und achtet sehr genau auf die Impulse, die ihre eigenen Instinkte lostreten. Sie nimmt sie wahr, lässt sie feuern, bleibt in Verbindung damit und wählt neu, wissend, dass ihr Sein, wenn auch unbemerkt, der Norm eine andere und zukunftsfähige Note hinzufügt und sie damit ein winzig kleiner Funken ist, der ein neues Feld bereitet.

Dieses Kapitel ist Teil der Preview des Buches: Das Handbuch der Hüterin des Heiligtums von Lauretta V. Hickman
ISBN-Nummer: 978-3-7519-5810-9

Bezug über books on demand direkt:
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Die newslichter veröffentlichen Lauretta v. Hickmans wegweisendes Handbuch der Hüterin des Heiligtums exklusiv. Jeweils zwei Kapitel werden in den nächsten Monaten immer am Freitag eingestellt. Diese bleiben dann eine Woche online, bis dann die nächsten erscheinen. Insgesamt in 83 Veröffentlichungen werden wir die Seelennahrung für eine neue Weiblichkeit in Führung empfangen dürfen.

Dazu gibt es von Lauretta keinen Kommentar, keine öffentliche Interaktion: “Nur das Buch, Kapitel für Kapitel und immer nur zwei auf einmal stehen lassen.“ So war die innere Ansage. Ich bekomme solche Ansagen nicht jeden Tag, aber wenn, sind sie unmissverständlich. Beim Nachspüren | Hinfühlen wurde sehr schnell klar: In dem Buch geht es um etwas sehr Intimes, nämlich deinen ureigenen Bezug zur Quelle, wie immer du sie nennst: Gott, große Mutter, Allah, Manitou, Nullpunktenergie, universelle Schöpfungsintelligenz, Quantenfeld. Für mich ist jeder Zugang gleich gültig, gleich wichtig und gleich heilig.”

Vorwort: Das Handbuch der Hüterin des Heiligtums

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2 Kommentare zu “59. KARMA, DHARMA, GNADE – IN DIESER REIHENFOLGE LEBT SIE IHR LEBEN
  1. Avatar Ulrike sagt:

    Wie gerne ich diese Texte in mir aufnehme, wahr-nehme, ist unbeschreiblich aber herzweitend.
    Danke dafür. 🙏🏻

  2. Avatar Björn S. sagt:

    Ich bedanke mich auch für diese Chance hier auf den Newslettern!

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