Gute Rezepte im Hochsommer!

Was für eine Hitze! Die einen freuen sich über konstant warm bis heiße Temperaturen, die anderen leiden unter solch großer, anhaltender Hitze. Das ist in die Natur wie beim Menschen so, es gibt Schattenpflanzen und solche, die in der vollen Sonne stehen wollen. Im Kochtopf kann genau für diese unterschiedlichen Bedürfnisse gekocht werden! Darum soll es heute gehen.

Eines ist klar, bei dieser anhaltenden Wärme braucht es Wasser, viel Wasser. Ich sitze gerade in Königstein im Taunus bei meiner Schwester, während ich diesen Artikel schreibe. Es ist hier seit Wochen brütend heiß hier – für mich genau das richtige.

Wasser, Salz und kühlende Gemüse und Obstsorten sind jetzt die richtigen Speisen

Die ersten Klaräpfel sind reif. Wer sie im Garten hat, weiß wie saftig und durststillend sie sind. Aus den Schalen und dem Butzen lässt sich noch ein wunderbarer Apfeltee kochen, mit Melisse verfeinert, ein „Säfte aufbauendes“ Getränk. Säfte aufbauen ist eine Fähigkeit, die verschiedene Gemüse und Früchte mitbringen.

Das sind z.B. Tomaten, Gurken und Wassermelone, die haben jetzt ihre Hochsaison. Sie lassen sich wunderbar kombinieren und genießen.

Dennoch, Du spürst es vielleicht bei dir selbst, braucht es auch Herzhaftes und „Handfestes“ auf dem Tisch. All denjenigen, die ein empfindliches Verdauungssystem haben, sei empfohlen auch bei heißem Wetter wenigstens einmal am Tag warm zu essen. Die Speise darf gekocht sein und wieder abgekühlt, nur nicht aus dem Kühlschrank.

Ein kurzer Ausflug, an welchen Zeichen ich denn einen „Säftemangel“ erkenne:

  • Die Haare werden spröder
  • Mund, Hals, Zunge und Lippen neigen zu Trockenheit
  • Durst auf Kalte Getränke
  • Trockene Haut
  • Trockener, etwas harter Stuhl und konzentrierter Urin

Das kann sich paaren mit einer Milz-Qi-Schwäche, die sich bemerkbar macht, in:

  • Schweren Beinen
  • Völlegefühl nach dem Essen, obwohl die Portion klein ist
  • Neigung zu Blähungen
  • Weicher Stuhl
  • Dumpfer Kopf

Es kann passieren, dass unterschiedliche Befindlichkeiten und damit Bedürfnisse gleichzeitig in uns wirken. Vom Mentalen her ist das bekannt, wenn es um Entscheidungen geht, bei denen beide Möglichkeiten attraktiv sind. So braucht der Körper bei unterschiedlichen Bedürfnissen auch verschiedene Angebote.

Außer den oben genannten naheliegenden Gemüsen und Früchten Tomate, Melone und Gurke, möchte ich Dir heute eine Speise vorstellen, die die Grundenergie stärkt und damit der sich nach außen bewegender Sommerhitze einen Gegenpol von Tiefe und beruhigender Energie liefert.

Es ist ein super einfaches Rezept, das sich schnell zubereiten lässt. Wer schon gemahlene Nüsse nimmt, braucht 5 Minuten. Alternativen zur Walnuss sind gemahlene Mandeln oder Haselnüsse. Beide stärken die Mitte, haben aber nicht den expliziten Bezug zur Grundenergie wie die Walnuss. Wer auch im Sommer ziehende Schmerzen oder eine gewisse Steifigkeit hat im unteren Rücken, empfehle ich bei der Walnuss zu bleiben.

Rezept: Walnuss-Miso-Aufstrich

Foto: Charlotte Sachter


Werkzeug: Eisenpfanne zum Rösten / Mörser oder Küchenmaschine
* | Dauer 20 Min.

Zutaten:
1 Tasse Walnüsse
¼ Tasse helles Shiro-Miso
¼ Tasse kochendes Wasser
Rezept aus: Naturkost in Japan (Schwarzbrot-Naturspeisewaren)

Zubereitung:

Walnüsse in einer Eisenpfanne anrösten bis sie goldbraun sind und duften
Häutchen soweit wie möglich entfernen
In einem Suribachi oder Mörser fein reiben oder in der Küchenmaschine mit entsprechendem Aufsatz zu Mehl mahlen
Alternativ schon gemahlene Nüsse nehmen
Mit dem Miso und dem Wasser zu einer Paste cremig rühren. Abschmecken.
Je nach Konstitution gedünstetes Gemüse dazu reichen

Diese Paste lässt sich vielfältig kombinieren: Mit im Ofen oder auf dem Grill gerösteten Tomaten, Zucchini oder Süßkartoffeln oder einfach als Aufstrich auf dem Brot und zum Dippen mit Stangensellerie.

Die Wirkung ist Hitze kühlend, den Magen kräftigend und die Mitte harmonierend. Hier ergänzen sich die beiden Zutaten fein. Die Walnuss, erwärmt die Mitte und das Nieren-Yang, das Miso, welches fermentiert ist, kühlt und unterstützt das Nieren-Yin. Beide zusammen sind JING-wirksam. Das heißt sie können die nachgeburtliche Grundenergie des Körpers festigen.

Guten Appetit wünscht Dir Charlotte aus ihrer Shiatsu CUISINE

Zur Person: Charlotte Sachter ist Heilpraktikerin mit Schwerpunkt TCM, Schmerzen und Ernährung. In ihrer Praxis gibt sie körpertherapeutische Behandlungen und Ernährungsberatungen. Sie ist Dozentin für TCM-Ernährungslehre für die AGTCM und Dozentin für TCM in der Shiatsu-Ausbildung. Als leidenschaftliche Köchin gibt sie diesen Funken in ihren Kochkursen weiter. Sie ist gerade dabei eine neue Online-Plattform dafür aufzubauen. Ihr könnt sie über ihre Website erreichen, auf Instagram unter Shiatsu-cuisine verfolgen und ihren Newsletter abonnieren.

 

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