Die Herbst-Tag- und Nachtgleiche

Mit dem Herbstanfang (dieses Jahr am 23.9.) wird das Gleichgewicht zwischen Tag und Nacht, Licht und Dunkelheit, Ying und Yang wieder hergestellt. Die Erde hält ganz kurz den Atem an, bevor die Nächte im Herbst wieder länger werden. Jetzt wird geerntet, was wir über das Jahr gesät haben: die leuchtenden Momente, die wir creiert haben, Gedanken und Zaubersprüche, die wir in die Welt geschickt haben. Ein guter Moment, um zu erleichtern, was zu schwer geworden ist und zu beruhigen, was aufgewühlt ist. Damit auch wir uns wieder im inneren Gleichgewicht befinden.

Wir reflektieren die vergangenen Monate und haben nun Zeit uns auf den Winter vorzubereiten. In welchem Lebensbereich herrscht Kargheit und wo erlebe ich Fülle in Beziehungen, Freundschaften, Beruf und der persönlichen Entfaltung? Wie nach jeder Ernte ist dies die Zeit für Dankbarkeit, die mit einem Ritual begleitet werden kann.

Die Herbst-Tagundnachtgleiche fungiert als Energieportal und ist ein geistiger Krafttag. Dieser Tag gibt nicht nur den Ton der nächsten drei Monate vor. Sondern auch die innere Haltung, mit der Du Dich auf das kommende Jahr vorbereitest. So wie die Eichhörnchen die Walnüsse, sammeln wir unsere Sinne und fahren einen Gang runter, entspannen uns gemütlich beim Spazieren, Meditieren, Kochen, Lesen und mit Familie und Freund*innen.
Das langsame Verschwinden des Sonnenlichts hat zur Folge, dass wir uns jetzt auch mehr mit uns selbst beschäftigen und durch stille Innenschau einen verfeinerten Zugang zu uns selbst erhalten. Ein guter Moment, um schon einmal Bilanz für dieses Jahr zu ziehen. Dieser Tag gleicht auch einem Orakel! Denn Ereignisse zur Herbst-Tagundnachtgleiche prägen als Hintergrundmusik die folgenden 12 Monate. Wir können diesen Tag also auch zu einem Orakel-Tag gestalten!

Achte auf:

  • besondere Träume, Gedanken, Gespräche
  • persönliche und gesellschaftliche Ereignisse an diesem Tag
  • Stimmung, Begegnungen und Besonderheiten

Denken und danken sind verwandte Wörter; wir danken dem Leben, in dem wir es bedenken. – Thomas Mann

Fragen zur Herbst-Tagundnachtgleiche:

  • Wo stand ich vor einem Jahr und wo stehe ich heute?
  • Was ist gut gelaufen?
  • Wofür bin ich dankbar?
  • Welche Herausforderungen gab es?
  • Wo kann ich optimieren?
  • Was kann ich zukünftig besser machen?
  • Und wo stehe ich mir selbst im Weg?
  • Was habe ich so gut gemacht, dass ich stolz auf mich bin?

Mabon feiern

Die Tag- und Nachtgleiche im Herbst beendet die Erntephase. Im keltischen Kulturkreis wird dann das Mabon-Fest gefeiert. Es gilt als eine Zeit der Besinnung und Dankbarkeit, um die Erde zu ehren. Hier einige Vorschläge:
Erntedankfeuer – Wenn es Dir möglich ist, wäre ein sicheres Erntedankfeuer ein schönes Ritual, um der Natur für die reichlichen Gaben Deine Wertschätzung zu zeigen.

Erntedankfest – Feiere Mabon mit Freund*innen zusammen. Dazu gehört eine reich gedeckte Tafel voller Köstlichkeiten, die Du vorher segnen kannst. Vielleicht magst Du auch Menschen, die nicht so viel haben, durch Spenden unterstützen?
Einen Altar aufbauen – Mit Früchten, Nüssen, Kräutern, Bucheckern, Hagebutten, Laub, Steine, Hölzer, Herbstblumen und Allem, was Dir einfällt. Die passenden Pflanzen sind zum Beispiel Weißdorn, Astern und Dahlien.

Kraftvoller Schutz: Das Neunholz

Foto: Claudia Hohlweg

Wenn Du zur Tag- und Nachtgleiche Deine Kräfte bündeln willst, kannst Du Dein Zuhause mit einem energetischen Schutz versehen: mit einem Neunholz. Neun verschiedene Hölzer werden zusammengebunden und über die Tür gehängt. Ob innen oder außen spielt dabei keine Rolle.

Ich habe meinem Neunholz auch Kräuter hinzugefügt, weil es so schön duftet. Experimentiert ruhig damit, was sich für Euch gut anfühlt und was Ihr im Garten oder auf dem Spaziergang findet! Das diesjährige Neunholz wird zum nächsten Mabon-Fest im Erntefeuer verbrannt und es wird ein neues Neunholz gebunden.

Die Hölzer und ihre Kräfte:

  • Ahorn für Beständigkeit
  • Birken für neuen Schwung
  • Buche für magische Kraft und Weisheit
  • Eiche für die Kraft
  • Esche für Schutz gegen das Böse
  • Hasel verbindet uns mit Geistern und Elfen
  • Holunder für die Macht der Göttin
  • Linde für das Schöne
  • Weide für Heilung

Wer mag, fügt noch Kräuter hinzu:

  • Salbei für die Verbindung zu den Ahnen
  • Rosmarin für die Vertreibung von Krankheiten
  • Artemisia (Beifuß) für die Selbstwirksamkeit
  • Minze für den frischen Duft

Mit meiner astrologischen Arbeit möchte ich ein tieferes Verständnis für den karmischen Weg der Seele vermitteln. Bei der Deutung des Horoskops gehe ich sowohl in die Vergangenheit, als auch in die Zukunft. Wenn wir unsere Wurzeln verstehen, können wir die Zukunft fühlen! Auf www.blumoon.de schreibe ich regelmäßig Texte zur Zeitqualität, die dort auch als Newsletter abonniert werden können.

2 Kommentare zu “Die Herbst-Tag- und Nachtgleiche
  1. Björn S. sagt:

    Dankeschön!

  2. Wim Lauwers sagt:

    Danke Claudia. Heute stand die Welt richtig still. Ich spürte es Draußen bis eben Bruder Wind sich wieder meldete. Jetzt drehen sich die Windräder auch wieder. Magisch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Dein Kommentar wird nach der Prüfung freigeschaltet. Bitte beachte, Einschätzungen und Meinungen in Ich-Form zu formulieren und die AutorInnen zu wertschätzen. Nicht identifizierbare Namen (Nicknames), Kommentare ohne erkennbaren Bezug auf den Inhalt des Artikels und Links zu nicht eindeutig verifizierbaren Seiten bzw. zur Eigenwerbung werden grundsätzlich nicht freigeschaltet.