Nicht-Tun-Landwirtschaft

dergrossewegFür Masanobu Fukuoka war der vernünftige Umgang mit dem Boden ein Schritt zur Versöhnung des Menschen mit sich selbst und seiner Umgebung. Seine Bücher sind Standardwerke in der Permakultur. Die Art seiner Landwirtschaftsmethode bezeichnet er selbst als „Nicht-Tun-Landwirtschaft“ nach dem Daoistischen Wu Wei Prinzip. Dabei war Fukuoka nicht grundsätzlich gegen landwirtschaftliche Arbeit, sondern nur gegen unnötige. Die Natur dient als das perfekte Vorbild und diese Natur spiegelt sich in seinen 13 Prinzipien wieder:

1. „Nicht fragen, was man tun sollte, sondern sich fragen, was man unterlassen kann!“

2. Die Natur kann vom menschlichen Verstand nicht begriffen werden

3. Die Natur ist das perfekte Vorbild

4. Ziel des Gartenbaus ist die Kultivierung und Perfektion menschlicher Wesen

5. Es gibt wenig landwirtschaftliche Praktiken, die wirklich nötig sind

6. Keine Maschinen

7. Keine Chemikalien

8. Chemische Dünger entziehen dem Boden die Vitalität

9. Sehr wenig unnatürliche mechanische Unkrautregulierung

10. Unkrautregulierung durch Stroh und Weißklee

11. Keine Kompostierung

12. Keine Bodenbearbeitung

13. Dauerbegrünung

Hintergrund: Fukuoka Masanobu (* 2. Februar 1913; † 16. August 2008) war zunächst Mikrobiologe und wurde dann Bauer. »Der Große Weg hat kein Tor« ist ein Grundlagenwerk alternativen Lebens und der alternativen Ernährungsbewegung. Es inspiriert Menschen weltweit, neue Wege zu gehen. Das Buch wurde in mehr als 25 Sprachen übersetzt. 1983 erschien die deutsche Fassung erstmals im pala-verlag. Das Buch vermittelt sowohl Einblicke in Fukuokas Weltsicht als auch in die Methoden seiner natürlichen Landwirtschaft. Unser Umgang mit Lebensmitteln, Ernährung und die Grenzen menschlichen Wissens sind weitere Themen. Wenn wir die Art und Weise ändern, in der wir unsere Nahrung anbauen, ändern wir unsere Nahrung, ändern wir unsere Werte. Und so handelt dieses Buch davon, auf Zusammenhänge, Ursachen und Wirkungen zu achten und nach eigenem Wissen Verantwortung zu übernehmen: ein Buch über Landwirtschaft, das gerade deshalb so bedeutend ist, weil es eben nicht nur von Landwirtschaft handelt.

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Ein Kommentar zu “Nicht-Tun-Landwirtschaft
  1. Naturarchitektur sagt:

    Das scheint mir der ähnliche Ansatz zu sein wie in den „Anastasia Büchern“ von Wladimir Megre…die Natur sorgt für einen und lässt das richtige und für den Menschen notwendige wachsen.

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