Lea Ypi: Freiheit


Die albanische Philosophin Lea Ypi glaubte, im freisten Staat der Erde aufzuwachsen. Ein Irrtum. Jedes Wort wurde überwacht. Nicht einmal ihre Eltern sagten die Wahrheit. Tatsächlich war es das letzte stalinistische Land Europas. – Lea Ypi im Gespräch mit Wolfram Eilenberger über wahre Freiheit – und wie sie, gerade heute, verteidigt werden kann.

Lea Ypi verlebte ihre gesamte Jugend im letzten stalinistischen Land Europas. Heute lehrt die albanische Philosophin politische Theorie an der renommierten „London School of Economics and Political Science“. Was heißt es für sie, frei zu sein – frei zu leben? Welche mentalen, moralischen und politischen Bedingungen müssen dafür gegeben sein?

Im Gespräch mit Wolfram Eilenberger legt die Kant-Spezialistin Lea Ypi ihr Verständnis einer wirklich mündigen, erwachsenen Freiheit dar – und damit eine politische Vision, die in Ost- wie Westeuropa bisher auf Verwirklichung wartet.

In ihrem beeindruckenden literarischen Memoire „Frei – Erwachsen werden am Ende des Kalten Krieges“ beschreibt Lea Ypi den Alltag im Albanien des Diktators Enver Hodscha, den schockartigen Sturz des Systems im Jahre 1990 sowie die Auflösung jeder politischen Ordnung im Zeichen einer neuen, mutmaßlich totalen Freiheit.

Ins Buch lesen hier.

Lea Ypi, geboren 1979 in Tirana, Albanien, hat in Florenz und Rom Philosophie und Literatur studiert und unter anderem in Paris, Oxford, Stanford und Frankfurt am Main geforscht und gelehrt. Derzeit ist sie Professorin für Politische Theorie an der London School of Economics. Für den Guardian schreibt sie regelmäßig zu gesellschaftspolitischen Themen. Nach zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen legt sie mit Frei ihr erstes autobiografisches Sachbuch vor.

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