Die Räume in dir – Wohnen in der eigenen Seele

Ein stiller Impuls, wieder Heimkehrende zu werden.
Die Seele ist wie ein inneres Haus.
Ein lebendiger Raum, der viele Zimmer kennt:
solche, in denen du lachst, und solche, in denen du dich verlierst.
Manche sind hell. Andere verschlossen.
Und einige hast du so lange nicht betreten,
dass du vergessen hast, dass es sie gibt.
Vielleicht wurdest du einst mit Worten verwundet
– und ein Raum in dir wurde verriegelt.
Vielleicht hast du jemanden eingelassen,
der dein Inneres nicht achtete –
und das Licht in einem Zimmer wurde schwächer.
Vielleicht bist du selbst fortgegangen,
weil du dachtest, du müsstest woanders sein.
Doch dieser Ort – dein Seelenhaus –
ist nicht vergangen.
Er wartet. Du bewohnst ihn und niemand sonst.
Jeder Mensch, dem du begegnest, berührt einen Raum
Manche Menschen stellen die Möbel um.
Andere öffnen ein Fenster.
Wieder andere gehen einfach –
und lassen einen halb eingerichteten Raum zurück.
Doch so viele Spuren andere auch hinterlassen:
Es ist immer noch dein Haus.
Nur du wohnst darin.
Nur du entscheidest, wie du die Räume deuten willst.
Was du behalten möchtest – und was nicht mehr zu dir gehört.
Und wie du das, was war,
zur Entwicklung deiner Seele werden lässt.
Du bist nicht nur hier zu Hause.
Du bist es, die dieses Haus zum Leben erweckt.
Die es gestaltet – mit jeder Entscheidung,
mit jedem Blick,
mit jeder Rückkehr zu dir selbst.
Die, die gestalten darf.
Die, die Wände einreißen, Fenster öffnen, Räume heilen kann.
Ganz in deinem Tempo.
Ganz in deiner Tiefe.
Das Haus der Seele bewohnen
Es reicht nicht, das Seelenhaus zu kennen.
Es will bewohnt werden.
Mit deiner Präsenz.
Deiner Stimme.
Deiner Entscheidung, da zu sein.
Vielleicht gibt es ein Zimmer in dir,
das nie ganz fertig wurde.
Ein Raum, in dem du dich noch nicht willkommen fühlst.
Ein inneres Dachgeschoss voller alter Geschichten.
Du musst es nicht sofort renovieren.
Aber du kannst die Tür einen Spalt öffnen.
Licht hineinlassen.
Hinspüren.
Denn:
Heilung beginnt nicht mit Machen.
Sie beginnt mit Sehen.
Und mit dem Mut, nicht länger vor dir selbst davonzulaufen.
Ein neuer Umgang mit deiner Innenwelt
Wenn du heute innehältst,
frag dich nicht, was du erreichen musst.
Frag dich:
„Welchen Raum in mir habe ich vergessen?“
„Wem gehört noch ein Schlüssel, den ich längst zurückholen darf?“
„Wo war ich lange nicht mehr zuhause – in mir?“
Denn oft sind es nicht die äußeren Umstände,
die uns aus der Balance bringen,
sondern ein inneres Haus, das unbewohnt bleibt.
Doch wenn du beginnst, deine Räume wieder zu begehen –
mit Achtsamkeit, mit Sanftheit, mit Neugier –
dann beginnt das Haus deiner Seele wieder zu atmen.
Und du wirst nicht länger suchen.
Du wirst ankommen.
Einladung
Nimm dir heute Zeit für einen stillen Rundgang durch dich selbst.
Schließe die Augen.
Spüre, welches Zimmer in dir dich ruft.
Vielleicht das der Freude. Vielleicht das der Trauer. Vielleicht ein unbekannter Raum, der neu entstehen will.
Und erinnere dich:
Du bist die Einzige, die hier wohnt.
Es ist dein Haus.
Dein Schlüssel.
Dein Licht.
Dein Leben.






Ich habe schon häufiger in meinem, doch schon etwas längerem 😉 Leben vom „richtigen“ Augenblick/Zeitpunkt gehört, beobachtet und auch häufig gegen viele innere und äußere Widerstände selbst erlebt- dieser Text übertrifft Alles…..für mich ergibt sich daraus eine bisher nie dagewesene Ruhe, Klarheit, Vertrauen und….Mut! – zum bestmöglichen Zeitpunkt- danke aus tiefem Herzen an Marlies Koel, Maya