Ein Brief an die Fische

Das 12. Zeichen des Tierkreises. Veränderliches Wasser. 18.02.-20.03.26. Hingabe und Vertrauen. Vollendung. Auflösung, Verbundenheit, Alleinssein. Mystik, Traum und Sehnsüchte. Musik und Fantasie. Nebel über dem Meer. Schillernde Farben im Licht.
Liebe Fische,
dieser Brief ist für euch. Als letztes Zeichen des Tierkreises, als Vollendung der irdischen Reise seid ihr dem Himmel oft näher als der Erde – und doch irdisch, in 3D inkarniert. Ihr verbindet Welten.
Kosmischer Kanal. Hier und doch woanders. Weltenwandler. Grenzenlosigkeit. Sanftheit. Flexibilität. Weichheit. Seele. Helfen und heilen. Fühlen und verschmelzen.
Mit deinen Wasserkollegen Krebs und Skorpion harmonierst du meist ziemlich gut, ihr teilt ein Element, auf unterschiedliche Weise, doch immer ist es Wasser.
Manchmal passt du dich so sehr an, dass du selbst nicht mehr weißt, wer du bist. Du bist kein Chamäleon, auch wenn der Effekt unter Fischen bekannt ist, wer kann besser im Schwarm abtauchen als du, obwohl du eigentlich ein Individualist bist und den Schwarm nur zum Schutz suchst.
Freiheit gehört zu den Fischen, auch wenn sie immer deinem Vorzeichen, dem Wassermann zugeordnet wird, ihr seid beide kosmisch, und der Fisch will fließen.
Lieber Fisch, dein Mitgefühl ist ein Meer, das an die Unendlichkeit grenzt. Und sei vorsichtig, darin nicht zu ertrinken. Manchmal fühlst du den Schmerz der Welt wie deinen eigenen. Fische-Liebe ist universell. Und deine Verletzlichkeit macht dich wunderschön.
Du kannst zuhören, ohne zu urteilen. Trösten ohne einzuengen. Da sein, ohne Erwartungen.
Für manches gibt es keine Worte; sondern Farben, Klänge und Bilder. Bleib im Fluss, keep flowing. Deine Sanftheit ist deine größte Stärke – auch wenn sie dir manches Mal selbst auf den Senkel geht. Ich weiß.
Du brauchst die Weite des Meeres um dich, das Glitzern des Wassers und das tiefe Gefühl der Verbundenheit, diese Momente des Alleinsseins, wenn alles seinen Platz hat, du nichts willst, brauchst oder verändern musst.
Ein Moment der Ewigkeit mitten in einer Meditation, das Verschmelzen mit dem Rhythmus der Musik, die Tiefe und Bodenlosigkeit des Wassers. Der Moment im Lied, wenn auf einmal alles Sinn macht. Die tiefe Liebe zum Leben mitten unter dem Sternenhimmel. Das Gefühl, dass dein Herz riesig ist und Liebe für alle Lebewesen unter der Sonne hält.
Was ist es für dich?
Allein und all-eins, du brauchst beides, manchmal auch gleichzeitig. Manches hat seinen Platz in den inneren Welten – und das ist okay.
Man sollte dich nicht unterschätzen, lieber Fisch, und am allerwenigsten solltest du dich selbst unterschätzen.
Fische können Strategen sein, weil sie immer mindestens zehn, eher zwanzig Prozent mehr Information haben als alle anderen im Raum; fühlen, was keiner sagt, seismografisch erspüren, was im Raum schwebt; mit atmosphärischen Antennen.
Lieber Fisch, für dich ist es normal, aber andere nehmen anders wahr. Du liest Menschen in der Tiefe, siehst ihr wahres Wesen, das Licht in jedem, der dir begegnet.
Daher kommt auch die berühmte Reizüberflutung – jedes offene Gefäß muss regelmäßig geleert werden, jeder Schwamm auch wieder gereinigt.
Deine Falle ist die Opferrolle – du bist kein Opfer. Resignation ist keine Option, und wenn, dann nur für eine Minute. Flucht ist keine Lösung, nur eine kurzfristige Erleichterung.
Erst, wenn du das Meer beobachtest, kannst du die Fische wirklich fühlen. Jeden Tag hat es eine andere Farbe, die Blau-, Türkis- und Grautöne reichen durch die ganze Farbpalette. Jeder Lichteinfall verändert ihr Erscheinen.
Vielleicht lässt sich ein Fisch nie in der Tiefe verstehen – außer von einem anderen Fisch. Immer, wenn du denkst, einen Fisch verstanden zu haben, wendet er im nächsten Moment garantiert die Richtung. Fische sind veränderlich.
Und lieber Fisch, versuche nicht, dich festzulegen, mit starren Konzepten, wer du zu sein glaubst. Wasser ist Bewegung. Und wenn du es festhalten willst, rinnt es dir durch die Finger. Schöpfe aus dem Meer aller Möglichkeiten, verlieb‘ dich in all deine schillernden Facetten, umarme das Leben, weil du es kannst. Sieh‘ die Schönheit in allem, was ist, das kannst du am besten. Du trägst die Erinnerung an das Paradies in dir.
Vielleicht kannst du es schon nicht mehr hören – aber dein großes Learning ist die Abgrenzung. Nichts liegt dem Fische-Prinzip so fern wie Grenzen, vertritt es doch die gegenteilige Kraft; die Auflösung, Verbindung, Verschmelzung – und genau deshalb brauchst du Grenzen. Entwickle ein freundschaftliches Verhältnis zu liebevollen, klaren, wahrenden Grenzen. Und weißt du was? Das macht Spaß 😉 Versprochen.
Das müssen übrigens keine Stahlbetonmauern mit Stromzaun und Stacheldraht sein – sondern gesunde Abstände, die deinen Raum, deine Kraft und Würde und dein Licht bewahren. Dein wertvolles Wasser schützen.
Wenn du zu viel Wasser auf die Erde gibst, wird sie schlammig. Wenn es keine Erde gibt, zerfließt du. Wenn das Verhältnis stimmt, hast du stabile, aber bewegliche Abgrenzungen.
Und, lieber Fisch, noch etwas sehr Wichtiges: Menschen sind keine Hilfsprojekte.
Egal wie viel du siehst und fühlst; Schmerz, Potenzial, Hilflosigkeit, Möglichkeiten, Orientierungslosigkeit – und meinst, die Antwort zu haben, helfen zu können, zu retten – don’t do it.
Wenn du die Verantwortung für den anderen übernimmst, kann er sie nicht mehr übernehmen. Und es ist ja seine.
Finde deine Grenzen, und finde dein Revier der Hingabe, statt dich ungefragt zu verausgaben und dann ganz leer und erschöpft zu enden, ohne ein Dankeschön oder eine Wertschätzung.
Wenn du um deinen Rat oder deine Hilfe gefragt wirst, ist es etwas anderes. Aber auch dann – du bist dein eigenes Projekt.
Und jeder andere ist auch sein eigenes Projekt.
Lies das nochmal.
Die Welt braucht DICH, so wie du bist, in deiner Kraft und deinem Licht – nicht in der Rolle des ewigen Retters.
Du bringst Mitgefühl in die Welt, Offenheit, ermöglichst die Brücke von der diesseitigen Welt in die jenseitige, von irdischen Sphären in himmlische. Menschen verbinden Himmel und Erde, und du gibst dem Ganzen eine neue Dimension. Das ist Teil deiner Faszination, deiner Magie. Und übrigens Spezialgebiet deines Zeichenherrschers Neptun.
Klassisch werden dem Fische-Prinzip auch die Süchte zugeordnet – wonach suchst du? Fische sind Fluchttiere. Für deinen Frieden musst du nicht der Welt den Rücken kehren, nur deine Räume finden und dich selbst immer wieder finden. Meist willst du den Weg des geringsten Widerstandes gehen, aber weißt du was, Haie sind auch Fische.
Du kannst dich unsichtbar machen, so sehr zurückziehen und abtauchen, als wärst du nicht mehr da. Dieses Nichtgreifbarsein kann dein Umfeld sehr herausfordern, vor allem, wenn du dann darüber grollst, dass man dich nicht sieht. Wer gesehen werden will, muss sich zeigen. Das liegt dir oftmals fern, du hältst dich lieber zurück, beobachtest aus dem Hintergrund, gibst dich deinen inneren Bildern hin. Finde Mut in deinen Tiefen.
Ein Hauch Melancholie von Zeit zu Zeit. Ein sehnsüchtiges Lied, ein romantischer Sonnenuntergang. Der Moment, wenn die Streicher im Lied einsetzen. Eine alte Erinnerung, die aufleuchtet und dann wieder verblasst.
Astromedizinisch werden dir die Füße zugeordnet, und lieber Fisch, mit diesen solltest du fest auf dem Boden stehen. Wenn nicht dauerhaft, dann zumindest regelmäßig immer wieder. Außerdem tut es dir richtig gut, dich um deine Füße zu kümmern. Sie sind übrigens die Schnittstelle zur Erde, und Erdung ist bekanntlich heilsam, vor allem, wenn man meist in höheren Sphären schwebt
Lieber Fisch, ich wünsche dir, dass du die Welt, deinen Körper, diese Erde aus tiefstem Herzen umarmen kannst, dass du so gesehen wirst, wie du siehst, so tief verstanden wirst, wie du verstehst. Danke für die Liebe, das Fühlen, die Verbundenheit, die du auf die Erde bringst. Danke für deine Feinheit. Danke für dein Sein.
Im individuellen Horoskop finden wir im Haus, welches in den Fischen schneidet, unseren Lebensbereich der Fische-Qualitäten – diese wollen hier verwirklicht werden.
Diese Deutungen richten sich in erster Linie an Fische-Sonnen (Happy Birthday) jedoch kann man sich auch mit neptunischer Betonung gut darin wiederfinden (Aspekte von Neptun zu Sonne, Mond oder mehrere Planeten in Haus 12, oder AC Fische beispielsweise).
Hier findest du ein kostenfreies pdf über die planetarischen Highlights dieses Jahres > Kosmische Schatzkarte 2026 >> zum Download (LINK) https://preview.mailerlite.io/forms/503089/178303386469270807/share






Dankeschön für den einfühlsamen Fische-Brief- in meinem näheren Umfeld gibts einige davon, sehr schöne Betrachtung…;-).
Erstaunlicherweise nehme ich Fische im Plural wahr, sie erscheinen als mehrere, im Schwarm, mindestens aber paarweise;-).
Liebe scheint sich vor allem in Fürsorge und harmonischem Gleichklang auszudrücken, weniger erotisch…?
Komisch, Suchtthemen nehme ich eher bei den NachbarInnen wahr, im luftigen Wassermann… Wie kommen die Fische-Naturen zu dieser Zuordnung?
Liebe Katja, danke für dein Teilen! Bei den Fischen geht es um Grenzenlosigkeit, und oft um das Erschließen anderer Sphären, daher in der klassischen Literatur der Suchtbezug, das „Sich in etwas Verlieren“, das kann auch Musik sein o.Ä.
Die goldene Regel der Astrologie lautet aber immer, dass das gesamte Horoskop betrachtet werden muss, um individuelle Aussagen treffen zu können – auch beispielsweise zur Erotik. Das allein ließe sich nicht vom Sonnenzeichen ableiten. Herzlich, Pia
Herzlichen Dank liebe Pia. Mein Schwiegersohn ist in Fische geboren und ich habe Deinen Brief an ihn weitergeleitet. 😉
Ich selber fühlte mich beim Lesen auch sehr angesprochen. Bin im Krebs geboren und habe Neptun Verbindungen zum Ascendenten, Sonne, Mond, Jupiter und Merkur.
Alles Gute und herzliche Grüße.
Liebe Liana, vielen Dank für deine schönen Zeilen – ja, dann ist Neptun für dich auch sehr wichtig – daher die Fische-Resonanz 😉 Herzlich, Pia
Bin kein Fische Kind, ganz im Gegenteil meine Sonne steht im Widder. Doch mit Mond und Venus und einem Stellium im entsprchenden Wasserzeichen, geh ich vollständig in Resonanz mit deinen liebevollen Zeilen und kann sie dir blind unterschreiben. Weltschmerz und Abgrenzung ein großes Thema … ; ))
Liebe Grüße
Liebe Jana, vielen Dank für dein Teilen, und bis bald! Herzlich, Pia
Liebe Pia,
ich hatte schon mit großer Vorfreude auf Deinen Liebesbrief für die Fische gewartet. Jetzt habe ich ihn gelesen und fühle mich komplett gesehen.
Dankeschön dafür 🩵
Und … ich möchte in keinem anderen Sternzeichen geboren sein – auch wenn es eine ganz spezielle lebenslange Herausforderung ist, als Fisch durch’s Leben zu schwimmen. Das „Tiefseetauchen“ würde mir schrecklich fehlen …
Segen zu Dir
Christine
Danke für deine Worte, liebe Christine, so schön, freut mich sehr. Herzliche Fische-Grüße zu dir! Pia
Danke von Herzen, liebe Pia, für deine wundervollen Fische-Worte. Ich bin zu tiefst berührt.
Herzliche Grüße aus Ostfriesland,
Renate Barbara
Danke, liebe Renate Barbara. Herzlich und alles Liebe, Pia