Visionssuche für junge Frauen

Absolute Empfehlung: Eine Visionssuche kann jungen Menschen eine wichtige und hilfreiche Orientierung in diesen Umbruchzeiten sein. Seit 2009 leitet Marlene-Graf Bornhüter mit ihrem Team Visionssuchen für junge Frauen ab 17 Jahren. Auch im Sommer 2026 findet wieder eine Visionssuche in der Toskana statt. Hier die Einladung dazu:
Wurzeln spüren – Flügel entfalten / Eine Visionssuche für junge Menschen an der Schwelle ins Erwachsensein
Die Pubertät ist eine tiefgreifende Umbruchzeit – eine Zeit voller Suche und Zweifel, neugierigem Sich-Ausprobieren und Sich-Erfinden. Der Körper verändert sich, die Seele sucht Orientierung, der Geist fragt nach Sinn. Der Drang wächst, sich von den Eltern zu lösen und den eigenen Weg zu finden. Wer bin ich – und wie will ich werden?
In dieser bewegten Phase brauchen junge Menschen Räume, in denen sie sich selbst erfahren können, jenseits von Erwartungen, Leistungsdruck und der ständigen Beschallung des Alltags.
Die Visionssuche, auch Visionquest genannt, schenkt genau das: einen stillen, geschützten und gleichzeitig herausfordernden Raum, in dem junge Menschen sich im Spiegel der Natur selbst begegnen und ihrer inneren Stimme lauschen können. Das fast zweiwöchige, intensive Ritual lädt ein, über bisherige Grenzen hinauszugehen, die eigene Kraft und Selbstwirksamkeit zu spüren und Vertrauen in das Leben zu stärken.
Was in vielen indigenen Kulturen bis heute lebendig geblieben ist, ist in unserer westlichen Welt weitgehend verloren gegangen: bewusst gestaltete Rituale bei Lebensübergängen, so auch beim Eintritt ins Erwachsenenalter. Ältere oder spirituelle Mitglieder der Gemeinschaft halten den Rahmen und begleiten die jungen Menschen darin, loszulassen, was nicht mehr förderlich ist, den Übergang ins Erwachsensein kraft- und würdevoll zu vollziehen und die Basis für eine eigene Vision und Lebensausrichtung zu legen. Die eigentliche Lehrmeisterin ist „Mutter Erde“, die sie empfängt und ihnen auf unterschiedlichste Weise ihre Weisheit schenkt.
„Ich hätte mir eine so tiefe und stille Erfahrung nie vorstellen können… Man stößt an
Grenzen und geht doch noch ein Stück weiter. Ich habe gelernt, mir selbst zu vertrauen und auf meine Intuition zu hören. Ich weiß, dass ich mich meinen Ängsten stellen kann.“ Teilnehmerin Visionssuche
Wie läuft eine Visionssuche ab?
Eine gute Vorbereitung stärkt Mut und Vertrauen. Die Vorbereitung auf das Kernritual ist umfassend. Es gibt ein Vorbereitungswochenende sowie weitere Tage im Rahmen der Visionssuche selbst.
In kleinen Ritualen und Naturgängen beginnt ein innerer Prozess: der Rückblick auf die bisherige Kindheit und Jugendzeit, die Klärung der Absicht und das bewusste Einstimmen auf die Zeit, welche die jungen Menschen alleine in der Natur verbringen.
Auch das Praktische hat Raum: Es wird z.B. gezeigt, wie man ein regensicheres Tarp aufbaut, wie man mit auftauchenden Ängsten umgeht und wie das Sicherheitssystem funktioniert.
In der Gruppe kann Verbindung und Vertrauen reifen. Gleichgesinnte weben ein Band, das
oft auch über diese Zeit hinaus trägt und hält.

Mit sich und den Wesen der Natur
Dann kommt der mit Spannung erwartete Moment, in dem das Kernritual beginnt: Die Teilnehmenden überschreiten die Schwelle. Nur mit der notwendigsten Ausrüstung ausgestattet, verbringen sie drei Tage und Nächte fastend und alleine in der „Wildnis“. Den Elementen ausgesetzt, ohne Ablenkung, begegnen sie Prüfungen im Innen wie im Außen.
Zurückkehren und gesehen werden
Wenn die jungen Menschen von ihrer Naturzeit zurückkehren, werden sie feierlich empfangen. Die Erfahrungen werden im Kreis geteilt und bezeugt. Die Questerinnen sind ausgezogen, um sich dem Unbekannten zu stellen und haben diese Herausforderung mit allen Höhen und Tiefen gemeistert. Die Älteren spiegeln die „Heldinnenreise“ in einer anerkennenden, ermutigenden und würdigenden Weise. Sie unterstützen, den roten Faden der Geschichte zu erkennen, das Erlebte zu verstehen und zu integrieren.
Diese Rückkehr ist mehr als ein Abschluss. Sie ist eine Initiation ins bewusste Erwachsensein. Ein Schritt hin zu innerer Reife, Selbstverantwortung und Zugehörigkeit.
„Es war eine unglaublich reiche Erfahrung, mit und in der Natur zu leben, sich ihrer
Ursprünglichkeit zu widmen und zu spüren, dass man in diesem großen Kreis des Lebens dazugehört. Einmal weg von all dem Lärm in unseren Städten, von all dem Beton, der Technik und der Immer-schneller-immer-höher-immer-weiter-Mentalität – und sein eigenes Tempo zu entdecken. In der Natur habe ich den Raum gefunden, meinen Herzensraum weit zu öffnen und wahrzunehmen.“ Teilnehmerin Visionssuche
Gerade in diesen unsicheren Zeiten brauchen junge Menschen Orte, an denen sie ihre
innere Stärke entdecken können. Die Visionssuche schenkt ihnen genau diesen Raum: zwischen Erde und Himmel, Stille und Vogelgezwitscher, Loslassen und Neubeginn. In der Rückverbindung zur Natur – und darin zur eigenen Natur – liegt eine lebendige, tragende Kraft. Ein Initiationsritual, das (De-)Mut, Verbundenheit und Würde wachsen lässt – und eine Ahnung davon, was es heißt, er-wachsen zu werden, Verantwortung zu übernehmen und den eigenen Beitrag in die Welt zu schenken.
Marlene Graf-Bornhütter, Jg.1952, ist Körperpsychotherapeutin mit Schwerpunkt in Frauen-, Ritual- und Naturarbeit. https://www.almagraf.de
Seit 2009 begleiten wir, unterstützt durch den gemeinnützigen Verein „Der Kreis eV“ , Visionssuchen „Roots and Wings“ für junge Frauen ab 17 Jahren. Auch im Sommer 2026 findet wieder eine Visionssuche statt:
Vorbereitungswochenende im Odenwald: 29.05. – 31.05.2026
Visionssuche in der südlichen Toskana: 19.07. – 01.08.2026
Nachbereitungswochenende im Odenwald: 25.09. – 27.09.2026
Mehr Infos und Anmeldung unter https://derkreisev.de/termine/
Um dieses Projekt bezahlbar für alle zu realisieren, brauchen wir Unterstützung. Wir freuen uns über Spenden an
Der Kreis e.V.
Volksbank Darmstadt, IBAN: DE51 5089 0000 0000 9332 01
Vermerk: Projekt junge Frauen „roots and wings“





