Hotelseife rettet Leben

Als Derreck Kayongo in den 1990er Jahren zum ersten Mal in seinem Leben in einem Hotel in Philadelphia übernachtete, fragte er sich was mit Seife in seinem Zimmer nach der Übernachtung passiert. Dass es nach einmaliger Benutzung entsorgt wurde, konnte der junge Mann aus Uganda sich nicht verstellen.  Denn zuvor hatte er erfahren, dass Seife ein kostbares Gut ist. Als Kind lebte Kayongo mit seiner Familie in einem Flüchtlingslager in Kenya, nachdem der Krieg ausgebrochen war. Und Händewaschen mit Wasser und Seife schützt vor Viren und Krankheitserregern.

Global-Soap-project-photoDeshalb hat sich Kayongo ein Geschäftsmodell ausgedacht, um der Verschwendung der nur teilweise gebrauchten Hotel-Seifen entgegenzuwirken und gleichzeitig den Menschen in Entwicklungsländern zu helfen. Mit seiner Frau hat er 2009 in den USA die Nichtregierungsorganisation «Global Soap Project» (GSP) gegründet um die von Hotels entsorgte Seife – allein in Nordamerika sind dies täglich rund 2 Millionen Stück – nach einem Reinigungsprozess weltweit zu verteilen.

Bis heute hat das Global Soap Projekt nach eigenen Angaben insgesamt über 225 Tonnen wiederverwertet und in über 190 Länder verteilt. Nebst dem Einsatz in den USA und in Kanada kooperiert die Organisation auch mit einem Partner in Asien. In Europa steht das Projekt kurz vor dem Start. Die Sammlung der Hotel-Seife soll von einer Zentrale in Rom koordiniert werden, während die Reinigungsanlage in Kenya entsteht. Zudem ist vorgesehen, dass im afrikanischen Land einheimisches Personal zur Reinigung, Verpackung und Verteilung der Seife eingestellt wird.

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Ein Kommentar zu “Hotelseife rettet Leben
  1. Nachhaltige Hotelkosmetik

    Die Hotelseifen von Top Amenities sind in recyceltem Papier verpackt und werden nur in Europa nach strengster Norm hergestellt.
    Und die Flakons und Flaschen werden zu 100% aus recyceltem und recycelbarem rPET hergestellt.
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    Hier der Link: https://top-amenities.com/

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