Eine lichte Kirche in der Jesus lebt

morirzkircheEine Kirche, an dem Jesus einem mit offenen Armen entgegenkommt, die licht, aufgeräumt und klar ist. Die katholische Pfarrkirche St. Moritz in Augsburg hat diese Transformation erfahren. Der britische Architekt John Pawson entwickelte ab 2009 „ein Konzept der Klarheit und des Lichtes für diesen Sakralraum“. Ende April 2013 wurde die Kirche nach diesem großartigen Umbau wiedereröffnet.


Die im Kern mittelalterliche und barocke Kirche wurde im Krieg bis auf die Außenmauern zerstört und danach durch Dominikus Böhm wiederaufgebaut. „Böhm gelang es, unter Bewahrung des in die Romanik zurückweisenden dreischiffigen basilikalen Baukörpers die verschiedenen Epochen der Baugeschichte zu zitieren und dennoch ein eigenständiges und aussagekräftiges Bauwerk zu schaffen. Bedauerlicherweise wurde sein Konzept in den darauf folgenden Jahrzehnten stark abgeändert“ (moritzkirche.de).

2007 hatte die Künstlerin Juliane Stiegele den Kirchenraum für eine Kunstinstallation bereits teilweise entrümpelt. Dann kam John Pawson ins Spiel, der den Chorraumes als Lichtraum begriffen, der von G. Petels Figur „Christus Salvator“ geöffnet wird. Neu eingefügten Raumschalen in den Kuppeln weiten den Blick. Die dünn geschnittenen Onyx-Scheiben der Kirchenfenster tauchen die Apsis in ein weitgefächertes, diffuses Licht.

Die Skulpturen von G. Petel und E. B. Bendl in der Kultur des Früh- und Hochbarock werden nun in einer neuen, räumlich und theologisch stimmigen Aufstellung präsentiert.

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