Shadow of War

Foto: Carsten Fleck

Foto: Carsten Fleck

Der New Yorker Fotograf Carsten Fleck (geboren 1970 in Nürnberg) begann Ende des Jahres 2009 seine Reise nach Deutschland, um deutsche Männer und Frauen (zwischen 75 und 95) zu fotografieren und zu interviewen, die im 2. Weltkrieg Soldaten, Gefangene, Flüchtlinge, Opfer oder ganz normale Leute gewesen waren. Sie alle wurden auf die eine oder andere Weise in den Krieg verwickelt und schauen jetzt zurück, um ihre Geschichten zu erzählen.

Entstanden sind unter dem Titel Shadow of War – Schatten des Krieges, Poratraits und Interviews von jeweils 5 Minuten Länge, die sehr berühren.
„Der Krieg ist in Wahrheit eine Krankheit, wo die Säfte, die zur Gesundheit und Erhaltung dienen, nur verwendet werden, um ein Fremdes, der Natur Ungemäßes, zu nähren.“ ~ Johann Wolfgang von Goethe

Hier sind einige Geschichten:

Ein Kommunist, der in Moskau lebte, als Deutschland die Sowjetunion angriff, erzählt, wie er vom KGB verhaftet wurde und dann für mehr als 10 Jahre nach Sibirien geschickt wurde, weil er Deutscher war.

Der jüdische Vater einer Frau war ein Kriegsheld in der deutschen Armee im Ersten Weltkrieg. Er hatte Hitler gewählt, aber hat dann versucht sich umzubringen, als er herausfand, dass er kurz davor stand, in ein Konzentrationslager geschickt zu werden.

Eine Frau, die nur fünf Jahre alt war als ihre Mutter dafür hingerichtet wurde, ein Mitglied der Roten Kapelle zu sein.

Hier nachhören

Bisher hat sich in Deutschland leider noch keine Institution oder Museum in Deutschland gefunden, die seine Ausstellung zeigen möchten. Bei Interesse hier Kontakt zu Carsten Fleck aufnehmen.

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