Immer noch: Rettet die Hebammen

Vor einem Jahr wurde die Versicherung für Hebammen trotz vielfacher Proteste so teuer, dass viele Frauen aufgeben mußten. Heute ist die Lage noch nicht viel besser. Umso wichtiger, dass jetzt durch Crowdfunding der Film „Die sicher Geburt – Wozu Hebammen“ finanziert wurde. (Auszug von der Startnext Seite): Die sichere Geburt ist ein Dokumentarfilm über das, was Geburten sicher macht. Er zeigt die Auswirkungen routinemäßiger medizinischer Interventionen auf Mutter und Kind. Er zeigt, welche psychischen und physischen Langzeitfolgen die Volkswirtschaft finanziell belasten werden: psychische Störungen, Behinderungen, Neurodermitis, Diabetes II, u.s.w.. Er zeigt im Diskurs mit Fachleuten, dass die 1:1 Betreuung einer Gebärenden das ist, was es braucht, damit einer gesunden Schwangerschaft eine sichere Geburt folgt. 
Im Dokumentarfilm geht es auch um Verantwortung … die Verantwortung einer ganzen Gesellschaft dafür, wie im eigenen Land Kinder zur Welt kommen. 
Der Film wird Lösungen aufzeigen.

Die Story:
 In Deutschland assoziieren wir mit Klinik medizinische Versorgung. Was kann es Sichereres geben? Auf den ersten, laienhaften Blick ist doch alles gut: 98% der Geburten in Deutschland finden in Kliniken statt. Die verbleibenden 2% zu Hause oder in einem Geburtshaus.

Die Ausgangslage – Wir haben in der Geburtshilfe 2 Probleme:

1. Bei jeder Klinikgeburt wird in den unwillkürlichen Geburtsablauf eingegriffen. Jede! Intervention stört den natürlichen Geburtsablauf. Bereits das Anlegen des CTG (Wehenschreiber) kurz nach der Aufnahme der Wehenden erhöht das Risiko einer Kaiserschnittgeburt um 30%. Durch zu niedrige Personalschlüssel sind nicht ausreichend Hebammen auf den Geburtsstationen.

2. Mit der Erhöhung der Versicherungsprämien stehen viele freie Hebammen vor der Aufgabe ihrer Existenz. Kleine geburtshilfliche Stationen schließen. Frauen sind in ländlichen Gebieten gezwungen, weit entfernt von ihrem sozialen Umfeld ihr Kind zu bekommen. Unfreiwillige Alleingeburten auf Parkplätzen und Geburten im Notarztwagen nehmen zu.
sichere geburt
Auch große Kliniken haben jetzt ein Problem: etwa 1/3 der Klinikgeburten wird von freien Beleghebammen durchgeführt.
Schon jetzt fehlt es deutschlandweit an ausreichend Hebammen für die Vorsorge, die Geburtsbegleitung und die Nachsorge. 
In der entbrannten Diskussion über die Versicherungsprämien ist viel die Rede von Verantwortung. Verantwortung für Geburtsschäden, die Versicherungskonzerne auffangen sollen, die maßgeblich die Hebammen zu verantworten hätten. Die Existenz eines ganzen Berufsstandes ist bedroht, ganz so, als könnte eine Geburtshilfe ohne Hebammen stattfinden.
Engagierte und moderne Geburtsmediziner sind mit den Hebammen einer Meinung, dass wir mehr und nicht weniger Hebammen in Deutschland brauchen. Ansonsten droht die „geplante Geburt“ mit noch mehr, auch elektiven, Kaiserschnitten.“

Hier den Fortgang des Projektes verfolgen und noch weiter spenden!

Aktuelle Hintergründe bei Spiegel online und hier.

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