Von der Natur

Von der Natur

Foto: newslichter

Von Claudia Shkatov. Es heißt, Osho habe gesagt, dass der Mensch, wenn er die Verbindung zur Natur nicht verloren hätte, keine Psychotherapie brauche.
Für mich macht das sehr viel Sinn.

Wenn ich am Meer bin dann öffnet sich in mir ein Raum der Weite und Stille. Das erleichtert mir den Zugang zu meinem Inneren und Vergrabenes kann frei werden. Wenn ich im Wald bin und unter Bäumen sitze oder sie umarme, dann erde ich mich. Meine Verbindung zu allem was lebt, wird gestärkt. Mein Atem vertieft sich. Ich entspanne und fühle mich sicher und eins mit dem Leben.

An Orten wo Wasser und Berge zusammen kommen erlebe ich, dass etwas in mir sich ergibt und ich weicher und durchlässiger werde.

Auf den Azoren, den Canaren und insbesondere auf Gomera fühle ich mich tief geborgen und zuhause. Einmal wurde es mir sogar geschenkt, mit einem Wal zu kommunizieren. Seitdem weiß ich, dass alles möglich ist, wenn wir uns verbinden.

Unsere Katze ist eine Lehrmeisterin der Präsenz, des Empfangens und der Leichtigkeit des Seins für die ganze Familie.

Und meinen Tag beginne ich in der Regel bis in die frühen Wintermonate hinein barfuß in unserem Garten, lausche ihm und danke ihm. Ich liebe das Gefühl der nassen Erde und des Grases unter meinen Füßen. Überhaupt ist Barfußlaufen auch im Wald für mich ein Hochgenuss. Es gibt mir Halt. Und es tut meinen Füssen gut.

Selbst wenn ich mich in der Nähe von Wasser, Bäumen, Felsen und Tieren schon immer sehr wohl gefühlt habe, so habe ich sie bewusst als Quelle von Kraft, Erkenntnis und Inspiration erst in den letzten Jahren für mich (wieder) entdeckt.

Eine Weile hatte ich es einfach vergessen. Mein Terminkalender und meine endlosen To-Do-Listen beherrschten meinen Alltag und mich. Und mit Bäumen zu reden wäre mir ganz sicher albern vorgekommen. Heute weiß ich, dass sie mir antworten, wenn ich Fragen stelle, und dass mich ihre Nähe entschleunigt und ausbalanciert.

Vor einiger Zeit nahm ich an einem Seminar mit Menschen aus 22 Nationen teil. In einer Mittagspause wurden wir eingeladen draußen einen Baum oder einen Felsen aufzusuchen, um dort Fragen zu stellen und Antwort und Führung zu erhalten. Ich war überrascht und fühlte mich gleichzeitig froh und bestätigt in dem, was ich schon lange in aller Stille praktiziere. Und mit mir taten es nun ganz offen, teils skeptisch, teils neugierig oder auch wissend, Junge, Alte, Männer, Frauen, Architekten, Hausfrauen, Schauspieler und Krankenschwestern aus Städten wie London, Dubai, Havanna, Neu Delhi und Belgrad.

Zurück kamen wir alle mit beseelten und glücklichen Gesichtern – und mit Antworten.
Ein junger Mann musste sogar gesucht werden, weil er in seinem ersten Zwiegespräch mit einem Baum die Zeit vergessen hatte.

Die Natur ist immer da. Selbst im dicksten Großstadtdschungel bahnt sie sich irgendwie ihren Weg. Irgendwo gibt es immer ein Grün und jemanden der flattert, krabbelt oder summt. Wenn wir achtsam sind, dann erinnert sie, deren Teil wir sind, uns an unsere Mitte, an unsere Achse, an eine Verbundenheit, die wir immer in uns tragen und die uns zuverlässig hält und führt. Sie lässt uns innehalten, atmen, unseren Puls und unseren Herzschlag spüren. Sie erinnert uns an die Einfachheit des Lebens, das ein- und ausatmet wie Ebbe und Flut, Tag und Nacht, Sommer und Winter. Und das hilft uns dabei, wieder mit unserem eigenen Rhythmus in Kontakt zu kommen und uns dem Fluss des Lebens anzuvertrauen. Ohne Hast. Ohne Sorge.

Die indigenen Völker sprechen vom Wasser als das Blut der Erde. Und sie nennen unseren Planeten unsere erste Mutter, die uns mit den Elementen Wasser, Erde, Luft und Feuer mit allem versorgt, was wir zum Leben brauchen.

Hier, im innigen Kontakt mit uns selbst und mit allem was ist können wir uns nähren, ruhen und alle Informationen für den nächsten Schritt und die nächste Bewegung erhalten.

Und im Grunde geht das auch nur hier und an keinem anderen Ort der Welt ☺.

Danke, Erde!

Von der NaturHintergrund KOMPASS SEHNSUCHT

Obiger Text ist der fünfte aus einer Reihe Impulse in den newslichtern, die gleichzeitig Einblicke in die Inhalte meines neuen Frauentrainings mit dem Titel KOMPASS SEHNSUCHT geben.

KOMPASS SEHNSUCHT startet im November 2017. Das Training ist ein intensiver halbjähriger Prozess der Persönlichkeitsentwicklung und wendet sich an Frauen, deren Neugierde und Sehnsucht zu erfahren und zu leben, wer sie wirklich sind und aus welchem Grund sie hier sind, größer geworden ist als ihre Angst davor.

Infos und Anmeldung unter www.blissbow.de/frauentrainings.

Posted in Kolumne Getagged mit:
3 Kommentare zu “Von der Natur
  1. Anne Schneider sagt:

    Wunderschöner Beitrag. Ich kann es so gut nachvollziehen. Auch für mich ist die Natur der Energie- und damit Lebensquell.

  2. Naras sagt:

    JA! Arjuna! JA!
    Ich gehe bei SonAufgang auch raus barfuß. Dann spürt Meine Natur, was Ich noch brauche, teilt diese Info mit Meiner Ewigkeit und am nächsten Morgen sind Meine heilende Energien da. Wir sind gerade umgezogen. Der Garten ist neu. Voller Leben durch EMchen und Liebe. Abends liegt öfters 1 Katze auf Unserer Matte vor der HausTür. Und das RotKehlchen wird immer zutraulicher. 1x ist schon x bei offener Tür reingeflogen, hat sich rumgeschaut, guten Tag gesagt und ist wieder rausgeflogen. Wie 1 Kolibri hing es einfach da. Und Frösche und Grillen sind auch schon da. Und so viel Schönes. <3 <3 :O 1 schönen SonTag auf Vater/Mutter Erde.

  3. Naras sagt:

    Auch im Winter barfuß!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Dein Kommentar wird nach der Prüfung freigeschaltet. Nicht identifizierbare Namen (Nicknames) werden nicht freigeschaltet.