Schools of trust – demokratische Schulen

Eine neue Zeit braucht auch neue Lernkonzepte und Schulen. Solche “Schools of Trust” werden in dem gleichnamilgen Dokumentation vorgestellt. Der BWL-Student Thomas Möller und Christoph Schuhmann, Physiklehrer aus Hamburg, begeben sich auf eine Reise.

Ständiger Begleiter sind eine Kamera und ein Koffer voller Fragen: “Gibt es Schulen an denen Kinder gerne Lernen? Wie würden Lernorte aussehen, an denen die Kinder glücklich sind und an denen sie die Freiheit haben ihre natürliche Neugier ungestört zu entfalten? Was passiert wenn Kindern Raum gelassen wird, sie selbst zu sein?”

„Schools of Trust“ ist ein gefühlvoller und persönlicher Einblick hinter die Kulissen neuartiger Lernorte auf der ganzen Welt. Schüler, Eltern, Absolventen und Lehrer berichten aus ihrem ungewöhnlichen Schulleben. Bildungsexperten und Wissenschaftler wie Gerald Hüther, Jesper Juul, Andrè Stern, Peter Gray und Manfred Spitzer stellen diese Schulkonzepte in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext.

43 Interviewpartner, zwölf Schulen und eine Reise in fünf verschiedene Länder auf drei Kontinenten.

Hier den ganzen Film schauen und mitmachen.

Definition Demokratische Schulen

Eine Demokratische Schule ist ein „Lernort für alle“. Sie lebt von der Vielfalt und ist bereits vom Ansatz her inklusiv. Demokratische Schulen ermöglichen Kindern und Jugendlichen selbstbestimmtes Lernen.

Demokratische Schulen trägt das Wissen und das unbedingte Vertrauen, dass jeder Mensch ohne Druck und Zwang in seinem individuellen Rhythmus ganz natürlich seine Talente und Begabungen entfaltet und so seinen eigenen Lern- und Lebensweg findet. An demokratischen Schulen entscheiden die Schülerinnen und Schüler deshalb vollständig selbst über ihr Lernen.

Demokratische Schulen schätzen die Vielfalt. Die lebendige Gemeinschaft mit anderen basiert auf gegenseitiger Wertschätzung und Respekt. Gleichberechtigt gestalten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Erwachsenen den Schulalltag. Jede/r ist zugleich Lernende/r und Lehrende/r. Das gleichberechtigte Miteinander fördert Toleranz und Aufgeschlossenheit und ermutigt junge Menschen, sich aktiv an demokratischen Prozessen zu beteiligen. Demokratie ist kein Unterrichtsfach, sondern täglich gelebte Praxis.

Jede Demokratische Schule ist anders. Verbunden sind sie jedoch alle durch folgende Grund-Prinzipien:
Es gibt für alle Schüler individuelle Lernpläne,
möglichst viele Belange des schulischen Zusammenlebens werden basisdemokratisch geregelt, wobei jeder Mensch eine Stimme hat,
jeder Schüler kann sich frei in der Schule bewegen, solange er die Freiheit Anderer nicht einschränkt oder gegen von der Gemeinschaft beschlossene Regeln verstößt.

Quelle: Freie Schulen Gleichen

Unterstützung für die Sudbury Schule Ammersee

Aktuell braucht die Sudbury Schule Ammersee um Spendenfür einen Gerichtsprozess, der Weichen stellt für die gesamte Bewegung Demokratischer Schulen in Bayern. Die Sudbury Schule ist im September 2016 von der Regierung geschlossen worden, Schulinitiativen in Ingolstadt, Augsburg, München, Regensburg und Nürnberg können trotz zahlreicher Anmeldungen und hohem Interesse nicht starten, weil sie vom bayrischen Staat systematisch verhindert werden. Für Gerichtskosten wird aktuell Geld benötigt.

Hier mehr Infos und spenden.

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3 Kommentare zu “Schools of trust – demokratische Schulen
  1. Meike sagt:

    Ich DANKE dir von HERZEN, liebe Bettina, für deine Unterstützung! Ich bin gerade tief berührt ♥

  2. Johannes sagt:

    Gute Ansäzte, danke schön!

    Nur: wie sollen (z.B. in Bayern) autoritäre Beamten ein System ermöglichen, daß zur Selbständigkeit erzieht? Das stellt ja die Urangst von Beamten (öffentl. Dienst) dar: keine Sicherheit, kein Verantwortlicher außen (dem ich die Schuld geben kann) etc… Wenn ich so etwas etablieren möchte, muss ich auch Entscheider aus dem Unternehmertum einbeziehen, und dagegen abwägen, was v.a. auch die seelischen Interessen des Kindes sind, nicht nur die der Industrie / Regierungen…Liebe Grüße und danke für das Thema

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