Tiny-House-Siedlung in Hannover?

Tiny-House-Siedlung in Hannover?

Foto: Transition Town Hannover/facebook

Im Stadtteil Burg von Hannover könnte bis 2025 ein Ökodorf mit Kleinstwohnungen und Tiny Houses entstehen. Transition Town Hannover schreibt: „Projektidee ist nun, dass dort ein experimentelles Wohn- und Lebensquartier für bis zu 1.000 Menschen entsteht.

Übergreifendes Ziel ist die Entwicklung der Vision eines Ecovillage mitten in der Stadt – geringer Ökofußabdruck nicht nur durch Technikeinsatz, sondern durch Reduktion des Ressourcenverbrauchs aufgrund einer selbstbegrenzten Lebensweise („Suffizienz“) – und dies bei möglichst niedrigen Baukosten bzw. Mieten.

Tiny-House-Siedlung in Hannover?

Skizze: Leopold Tomaschek

Angedacht sind nachhaltige klimaneutrale Bau- und Lebensformen, von viergeschossigen Gebäuden aus nachwachsenden Rohstoffen für generationsübergreifende Baugemeinschaften über Gartenstadt-Konzepte bis hin zu „Tiny-Houses“. Neben den Wohnformen kommt bei dem Projekt auch anderen Aspekten (z.B. Lebensmittelversorgung aus Gärten), Integration von Migrant*innen, Kooperation von Jungen und Alten, usw. eine große Bedeutung zu.“

Infoveranstaltung am Donnerstag, den 24.1.2019 um 18 Uhr im Kulturzentrum Pavillon am Raschplatz, Lister Meile 4, Hannover.

Mehr auch auf der Webseite Ecovillage Burg

Hintergrundinfos in einem Artikel der HAZ

Hintergrund: Für den Hannoverschen Stadtteil Burg (nördlich der Herrenhäuser Gärten) wurde 2016 im Rahmen des städtischen „Kleingartenkonzept 2016-2025“ zwischen der Stadt Hannover und dem Bezirksverband der Kleingärtner vereinbart, rd. 11 Hektar Kleingärten in Bauland umzuwandeln. An Stelle der z.Zt. über 200 Kleingärten sollen zur Minderung der Wohnungsknappheit in Hannover mindestens 200, besser mehr Wohneinheiten entstehen.

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7 Kommentare zu “Tiny-House-Siedlung in Hannover?
  1. D. S. sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren!
    Das ist alles gut und schön, wenn man uns in Hamsterboxen hineinstopfen möchte.
    Einfach kleine Häuschen aneinander zu reihen ist nicht die Lösung!!
    Vielmehr sollte man eine Gestaltung mit größerem Raum und Außenanlagen, gemeinsamen Anlagen und viel Grün, wie auf futuristischen Bildern zu sehen ist die es ja schon im Internet gibt, ausführen!! Die jetzigen Bauarten und Bauweisen müssen endlich verschwinden!! mfg

    • Marion Gussmag-Sievers sagt:

      hallo und danke für Ihr „Interesse“.
      So einfach gesprungen, wie Sie es hier darstellen, ist es nicht. Es gibt wie bei allen Dingen auch hier nicht nur Schwarz und Weiß. Erst einmal will niemand irgendwen in „Hamsterboxen hineinstopfen“, der da nicht rein will. Und genau wie Sie es sich wünschen, sollen große gemeinschaftliche Räumlichkeiten und Anlagen und im Gegenzug für jeden Einzelnen suffizenter ( ausreichender ), minimalistischer Wohnraum geschaffen werden. Viele haben zu viel, egal wovon; während andere nichts haben. Und vieles teilen, was auch mit der Hintergrund des Ganzen ist, würde unserer Erde sehr gut tun. Danke fürs Zuhören. Lg Marion

  2. Andrea Engelbracht-Uhlig sagt:

    Ich finde die Idee in Tiny Häusern möglichst autark zu leben wunderbar. Ich würde mir wünschen ein solches Konzept hier in der Nähe von Hattingen, wo ich wohne, umsetzen zu können. Zwar spielt bei meinen Überlegungen die Hauptrolle im Einklang mit der Natur in der Natur zu leben, aber ich finde es ein richtig gutes Konzept. Ich glaube, dass immer mehr Menschen sich nach Reduzierung und Entschleunigung sehnen. Auch kann ich mit vorstellen im Alter so zu leben. Liebe Grüße von Andrea

  3. Manfred sagt:

    Hallo! Die ganze Aktion sieht mir sehr kontraproduktiv aus. Zuerst werden die Kleingärtner vertrieben, um dann auf dem Gelände kleine Wohnungen mit viel Grün und Anbauflächen entstehen zu lassen. Neu ist also nur der hippen Name Tiny-house. Man könnte auch den bekannten Begriff Gartenlaube verwenden und dann sind wir wieder bei der Ausgangssituation angekommen. Inzwischen gibt es vermehrt Stimmen, die ein Wohnrecht in Kleingärten fordern. Damit kann man die Laube zum „Tiny-house“ machen und günstigen Wohnraum schaffen. Die gemeinschaftliche Lebensform existiert auch im Kleingärten. Erforderlich wären dafür allerdings einige Änderungen im verstaubten Kleingartengesetz. Viele Grüße Manfred

  4. Manfred sagt:

    Hallo! Die ganze Aktion sieht mir sehr kontraproduktiv aus. Zuerst werden die Kleingärtner vertrieben, um dann auf dem Gelände kleine Wohnungen mit viel Grün und Anbauflächen entstehen zu lassen. Neu ist also nur der hippen Name Tiny-house. Man könnte auch den bekannten Begriff Gartenlaube verwenden und dann sind wir wieder bei der Ausgangssituation angekommen. Inzwischen gibt es vermehrt Stimmen, die ein Wohnrecht in Kleingärten fordern. Damit kann man die Laube zum „Tiny-house“ machen und günstigen Wohnraum schaffen. Die gemeinschaftliche Lebensform existiert auch im Kleingärten. Erforderlich wären dafür allerdings einige Änderungen im verstaubten Kleingartengesetz. Viele Grüße Manfred

  5. Bettina Sahling sagt:

    Hier ein Bericht von der Infoveranstaltung http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Ecovillage-Hannover-Grosses-Interesse-an-Oekosiedlung-mit-Tiny-House-Siedlung

  6. Ecovillage sagt:

    Hallo Manfred,
    das die Kleingärten bebaut werden sollen, hat die Stadt Hannover bereits entschieden und geht nicht auf die Ecovillage-Initiative zurück. Die Ecovillage Gruppe setzt sich ja gerade dafür ein, möglichst viel der Gartenstrukturen zu erhalten und nur Minimalistisch zu bebauen. Gartenlauben dürfen laut Bundeskleingartengesetz nicht zum wohnen geeignet sein, und es herrscht dort auch ein Wohnverbot. Tiny Houses wollen aber gerade zum dauerhaften wohnen geeignet sein. Wenn die Gärten in Bauland umgewandelt werden und die Ecovillage Gruppe erfolgreich ist kann es sein, dass man Lauben, deren Bauart und Zustand es zulassen, in Tiny Houses umbauen kann. Also so auszustatten, dass dort dauerhaftes wohnen möglich wird.

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