Guppyfriend: Waschbeutel sammelt Mikroplastik

Ein Teil unserer Kleidung besteht aus synthetischen Materialien. Beim Waschen gelangen abgebrochene Kunststofffasern über das Abwasser in Flüsse und Meere und schaden somit der Umwelt.

Der Guppyfriend Waschbeutel ist die erste pragmatische Lösung, die verhindert, dass Mikroplastikfasern ins Abwasser gelangen. Die abgebrochenen Fasern lagern sich nach dem Waschen in den Ecken des Waschbeutels ab und können einfach entfernt und im Restmüll entsorgt werden.

Ein wertvoller Beitrag für die Natur! Außerdem bleibt die Maschine sauber und ihre Wäsche länger schön. Denn dank der weichen Innenfläche verlieren Lieblingsstücke weniger Fasern. Schöner Zusatzeffekt: Weder Socken noch BH-Bügel gehen in der Waschmaschine verloren.

Der Waschbeutel ist zum Beispiel bei Waschbär für 29,95 Euro zu bestellen

Hintergrund vom BUND: Synthetische Fasern, die während des Waschens von Textilien ins Abwasser gelangen, sind eine Hauptquelle von Mikroplastik in den Meeren. Ein Problem, das eher zu- als abnimmt: Denn weltweite Modetrends und ein sich wandelnder Lebensstil haben zu einem verstärkten Konsum und einer größeren Vielfalt an Modekleidung, Outdoor- und Sportbekleidung geführt. Das Faltblatt “Mikroplastik in Textilien” erklärt, wie Mikroplastik aus der Kleidung in die Meere gelangt – und was man dagegen tun kann. Hier.

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7 Kommentare zu “Guppyfriend: Waschbeutel sammelt Mikroplastik
  1. Avatar Silke sagt:

    Hallo Ihr Lieben,

    wo und wie entsorge ich denn das Mikroplastik aus dem Waschbeutel und wo geht das dann hin?
    Und ist das wirklich eine gute Alternative.
    Wir im Freundeskreis haben den Gedanken schon hin und hergeschoben mit dem Beutel und haben uns dagegen entschieden.
    Würde mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen lassen.

    Herzlichen Dank für die Rückmeldung.

    Liebe Grüße
    Silke

  2. Avatar Nelly sagt:

    Motiviert das nicht eher, weiterhin Kleidung aus Kunstfaser zu kaufen? Zumal es da oft chice Modelle gibt.
    Der Beutel kann allerhöchstens ein Zwischenschritt sein.
    Leider sind Naturtextilien oft auch keine Lösung: schlechte Qualität, hoher Preis, nur mittlere Größen, …
    Es ist eine echte Zwickmühle!

  3. Avatar Monika Mathes sagt:

    Wir haben definitiv solche Kleidungsstücke in Betrieb. Wegwerfen wollen wir nicht. Für uns ist das erst mal eine gute Idee. Wieder ein kleines Schrittchen. Die großen und perfekten Lösungen zu finden überfordert mich. Es gibt immer wieder noch etwas Besseres. Fangen wir an.

  4. Avatar Oliver sagt:

    Gerade wollte ich einen Kommentar schreiben, in dem ich die Wirksamkeit des Beutels in Frage stelle. Dann habe ich auf der Webseite nachgelesen:

    —snipp—
    Warum kann der Guppyfriend sogar Fasern auffangen, die kleiner sind als seine Öffnungen?

    Der Durchmesser eines Fadens ist 15 µm groß (µm = Mikrometer, 1 mm = 1000 µm). Er könnte theoretisch durch die kleinen Öffnungen des Guppyfriend Waschbeutels durchflutschen. Aber er tut’s nicht. Um durch die Öffnung zu kommen, müsste er gerade, senkrecht durch das Gewebe durchstechen. Selbst, wenn er aus dem Gewebe raus ragt, wird der Faden wieder zurück in den Beutel gedrückt.
    —snipp—

    Zum Vergleich: ein menschliches Haar ist zwischen 20 und 80µm dick.

    Dennoch bleibe ich skeptisch und kaufe so wenig Bekleidung mit Kunstfaseranteil.

  5. Avatar Steffie H. sagt:

    in erster Linie geht es bei dem Waschbeutel darum, dass die Fasern nicht ins Abwasser gelangen = microplastik im Wasser.
    keine weiteren kleidungsstücke aus polyester etc. zu kaufen ist ein weiterer schritt. aber die bereits vorhandene kleidung möchte man ja ungern wegwerfen

  6. Avatar Saran. sagt:

    Eine super Lösung. Nur habe ich versucht ihn bei Waschbär zu kaufen; ging nicht! Schade.

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