Ein Geschenk des Trostes und der Zuversicht

Bild von Pezibear auf Pixabay

Von Miriam Licht. Seit langen Jahren ist mir das Gedicht „Nicht müde werden“ von Hilde Domin so besonders lieb. Seine zärtliche Ausstrahlung vermag es, mich zu ermutigen und trösten. Es beruhigt mich, macht mich weich und berührbar und schenkt mir Zuversicht.

Nicht müde werden

Nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten

Hilde Domin

Vor wenigen Jahren erst entdeckte ich ihre wunderschönen Zeilen dann in einem Liederheft der Gemeinschaft von Thich Nhat Hanh. Und lernte es bei meinen Lehrerinnen seiner Achtsamkeitspraxis als Kanon kennen, den ich seitdem oft und gern singe.

Heute morgen fiel mir das Lied segensreich wieder ein: im inneren Ausschau halten danach, wie ich die in mir entstandene Enge, meine sehr aufgewühlten Emotionen angesichts der verheerenden Sintfluten in Deutschland und den angrenzden Ländern beruhigen, wie ich in all dem Wahrnehmen des Schreckens zu mir kommen kann. Zum Weitergeben, Genießen – und Mitsingen – als newslicht fand ich es in einer Mitsinge-Aufzeichnung der Bielefelder „Initiative Seelenlieder“ vom März 2020.

Möge Hilde Domins Gedicht euch wohltun und euer Dasein segnen.

„Nicht müde werden“ ist das zweite Lied der Aufnahme und beginnt mit Minute 8:50 Sekunden:

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Posted in Herzlichter
5 Kommentare zu “Ein Geschenk des Trostes und der Zuversicht
  1. Anne sagt:

    Danke fürs Teilen. Das Lied ist genau die Nahrung, die ich gerade gebrauchen kann! Sooo wertvoll.

  2. Anne sagt:

    Wunderschön wohltuend und tröstend. Danke Hilde Domin. Danke Miriam. Segensgrüße.

  3. Carola sagt:

    Danke liebe Miriam, das Gedicht begleitet mich auch schon sehr lange und ist ebenso eins meiner liebsten 🙂 Und vertont ist es wirklich wunderschön!
    Danke von Herzen. Und ja genau wie Anne schreibt, danke an Hilde Domin, Danke an Miriam und danke an alle, die Wunder in Worten und Klängen transportieren um uns Trost und Mut zu schenken.
    Carola

  4. So zauberhaft! Ich wusste gar nicht, dass die wunderbaren Gedichte von Hilde Domin vertont wurden. Zusammen mit der Geste finde ich diese Zeilen wirklich sehr berührend und wohltuend – zum täglichen Singen. Es kann so einfach sein – dem Wunder die Hand hinhalten. Danke.

  5. Miriam sagt:

    Die wunderschöne Melodie zu Hilde Domins Gedicht hat Jörg Schneider komponiert. Neben der Möglichkeit, diese in zwei Parts zu einem Kanon zusammenzufügen (wie in der Seelenlieder Aufnahme) gibt es außerdem eine weitere Stimme, die dazu gesungen werden kann. Jürgen Schellin hat sie geschrieben. Quelle: singen-aus-der-stille.de/Nicht_mude_werden_-_Partitur.pdf

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