Das Geheimnis der Schneeflocke

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„Sag´ mir, was wiegt eine Schneeflocke“, fragte der rote Vogel die Taube. „Nicht mehr als ein Nichts“, gab sie zur Antwort.

„Dann muss ich dir eine Geschichte erzählen: Ich saß auf dem Ast einer Fichte, dicht am Stamm, als es zu schneien anfing; nicht etwa heftig im Sturmgebraus, nein, wie im Traum, lautlos und ohne Schwere. Da nichts Besseres zu tun war, zählte ich die Schneeflocken, die auf die Zweige und auf die Nadeln fielen und darauf hängen blieben. Genau 3.741.952 waren es. Und als die 3.741.953 Flocke niederfiel, nicht mehr als ein Nichts, brach der Ast ab.“ Damit flog der rote Vogel davon.

Die Taube, seit Noahs Zeiten eine Spezialistin in dieser Frage, sagte zu sich leise: „Vielleicht fehlt nur eines einzelnen Menschen Stimme zum Frieden der Welt.“

Der Ursprung dieser wunderschönen Metapher ist unbekannt.

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2 Kommentare zu “Das Geheimnis der Schneeflocke
  1. Wenn ich mich umschaue und umhöre, sind schon einige kleine Flocken gefallen – es bewegt sich etwas im Land, das über ein bloßes Nörgeln und Murren hinausgeht und nach echter Veränderung schnuppert; mit Liebe für Mutter Erde und alle Mitgeschöpfe angefüllt, ohne radikalisiert zu sein.
    Möge die letzte Flocke bald fallen und ein Umdenken und Neuhandeln bringen, dass auf unser aller Wohl, für die Welt auf der wir leben und für die Geschöpfe, die mit uns sind, ausgerichtet ist.
    Dafür ist es notwendiger denn je, die eigenen Wunden zu heilen, meine Position zu überdenken, ggf. neu auszurichten – und dann aufzustehen und aktiv mitzugestalten!
    „I have a dream!“ Aktueller geht es wohl kaum!

    Eine gute und aktive Zeit uns allen!

    Herzensgrüße
    Imke

  2. Vielleicht bist gerade Du die letzte und entscheidende Schneeflocke, die sich auf den Ast setzt.
    Vielleicht bin ich es schon gewesen und der Ast ist schon lange gebrochen und ich habe es nur nicht bemerkt.
    Vielleicht ist schon viel mehr Schnee gefallen als mein Verstand erfassen kann. Wie sehr vertraue ich darauf? Wieviel Mut habe ich, mich darauf einzulassen, daß das Leben mich lebt?
    Ich halte mich da ans Wasser, es findet immer einen Weg, um das Meer zu erreichen und es ist der Urstoff für die Schneeflocke.

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