Aufleben und Ableben

„Sterben wollen soll man dürfen können. Meine Mutter wollte, durfte und konnte Ende Juli dieses Jahres.“ Ihr Sohn Willi Näf war dabei und hat ungemein berührend den liebevollen Prozess seiner ganzen Familie geschildert: „Ja, man kann gleichzeitig traurig und fröhlich sein. Das Aufflackern einer Kerze erlebt man bewusster, wenn man weiss, dass sie danach erlöschen wird. Und wer will sich denn beschweren, es ist die Luxusvariante des Sterbens, von den vier Kindern sind zwei Pflegefachleute, einer ist Satiriker, einer ist Pfarrer, mehr braucht es nicht für einen gepflegten Tod.“ Hier nachlesen

Foto: Pixabay

Sharing is Caring 🧡
Posted in Blitzlichter Verwendete Schlagwörter:
Ein Kommentar zu “Aufleben und Ableben
  1. Wim Lauwers sagt:

    Eine tolle Geschichte. Bei meiner Vater kam ich zu spät. Meine Mutter habe ich noch oft besucht. Sie ist 95 geworden in einem Altenheim. Und war bis zum Schluß sehr wach im Jetzt. Hatte mich immer noch erkannt und wir konnten, wie immer, sehr gut miteinander reden. Mein Ex-Schwiegervater habe ich lange wöchentlich besucht. Er hat kein*en mehr erkannt. Saß im Rollstuhl. Hab seine Hand gehalten. Auch, als er geschlafen hat. Bevor er richtig dement wurde, war er manchmal wütend und hat mit seinen Faust aufm Tisch gehauen, als er merkte, daß irgendetwas nicht stimmte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Dein Kommentar wird nach der Prüfung freigeschaltet. Bitte beachte, Einschätzungen und Meinungen in Ich-Form zu formulieren und die AutorInnen zu wertschätzen. Nicht identifizierbare Namen (Nicknames), Kommentare ohne erkennbaren Bezug auf den Inhalt des Artikels und Links zu nicht eindeutig verifizierbaren Seiten bzw. zur Eigenwerbung werden grundsätzlich nicht freigeschaltet.