Das Privileg wählen zu können!


Meine Entscheidung: „Wählen ist aktive Demokratie und ich trete damit für den Fortbestand der EU, eine demokratische, offene und vielfältige Gesellschaft, für Frieden und Freiheit, Vielfalt und Menschenrechte, die Wahrung der Menschenwürde, Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit ein.“

Je mehr Menschen wählen gehen, umso weniger können Rechtsextreme Stimmem gewinnen. Bei der letzten Europawahl lag der Anteil der Nichtwähler*innen bei 38 Prozent. Diesmal nutzen hoffentlich mehr Menschen ihr Privileg wählen zu können.

Denn die Europawahl ist wichtig für Entscheidungen über Umweltschutz, Migrationspolitik oder Rechtsstaatlichkeit: All diese Themen werden in der EU behandelt. Das klingt zunächst abstrakt. Unkompliziertes Reisen innerhalb der EU, problemlos im EU-Ausland telefonieren können, einheitliche Ladekabel oder mit dem Erasmus-Programm andere Länder kennenlernen – all das verdanken wir der EU.

Ich informiere mich zu meiner Wahlentscheidung auf der Seite mit dem Wahl-O-Mat und schaue mir zusätzlich die Seiten der in Frage kommenden Parteien an. Und ja, es ist in diesen chaotischen Zeiten mit komplexen Fragestellungen nicht einfacher geworden, sich zu informieren und zu entscheiden, Kompromisse sind notwendig.

Aber nicht wählen ist für mich keine Option, weil sie auf alle Fälle denen hilft, die ich nicht wählen würde!

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10 Kommentare zu “Das Privileg wählen zu können!
  1. tulacelinastonebridge sagt:

    Ehrlich gesagt bin ich bei diesem Thema hin- und hergerissen.

    Was würde passieren wenn der Nichtwähleranteil nicht nur 38 Prozent ist sondern 62 Prozent?

    Wenn in ein paar Jahren niemand mehr zur Wahl geht, was würde das bewirken?

  2. Björn S. sagt:

    Das schließe ich mich gerne an, Bettina.

    Auch wichtig: Es gibt letztmalig keine Sperrklausel (Prozenthürde) bei dieser EU-Wahl. So können auch kleinere Parteien den Sprung ins Parlament gut schaffen.

    Also an die Urnen.

  3. Dorothea Kästner sagt:

    Danke für diesen so wichtigen Aufruf:
    „…nicht wählen ist für mich keine Option, weil sie auf alle Fälle denen hilft, die ich nicht wählen würde!“

    Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

  4. Sabine sagt:

    Naja schwieriges Thema. Zu tuladingenskirchen: es würde nichts passieren, wenn der Nichtwähleranteil sehr hoch wäre. Niemand wacht da auf. Es freuen sich die rechten Parteien des Spektrums, denn deren Wählersind eher aus der Mitte, von der sie sich nicht mehr vertreten fühlen. Nicht wählen zu gehen ist daher keine Option. Aber ob das EU-Parlament soooo wichtig ist, wage ich nach den Interviews mit Martin Sonneborn zu bezweifeln. Und echte Demokratie haben wir eh nicht mehr. Aber klar, woanders ist es schlimmer.

    • Andrea sagt:

      Hallo Sabine, ich finde Deinen Kommentar ‚obenrum‘ ein bisschen respektlos, ehrlich gesagt. Hab richtig gezuckt bein Lesen. Auch wenn ich verstehen kann, dass Dir der Name zum Hinschreiben vielleicht zu lang ist.

  5. Nadja Széplábi sagt:

    Ja. Ich finde wählen macht Spass. Unser Land könnte sicherlich demokratischer sein, aber es ist auch leicht alles zu kritisieren. Dieses Mal gab es neue und einige außergewöhnliche Parteien. Es bleibt spannend. 🌞🌟💫🙏

  6. MaryAnn sagt:

    Es gibt viele Parteien, die ich aus Gewissensgründen nicht (mehr) wählen kann. Wenn eine ehemals pazifistische Partei zum Kriegstreiber wird und Waffen in alle Welt vertickt, dann hört der Spaß auf.
    Ich habe dieses Kasperletheater mit der ist rechts, wenn er nicht dieser und jener Meinung ist ehrlichgesagt ziemlich satt, noch vor 5 Jahren konnte man über ALLES diskutieren! Heute: bist du nicht meiner Meinung, bist du rechts oder gleich Nazi… Ich habe früher mal Grün gewählt, als diese noch für Umwelt, Frieden und Freiheit eingetreten sind. Heute tun sie das Gegenteil: Windräder, Kohlekraftwerke, Krieg, keine Meinungsfreiheit mehr…. Tja, Lobbyismus hat auch die korrumpiert….
    Ähnliche Entwicklung gab es doch auch schon Anfang der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts…
    denkt mal darüber nach!

    • Ich finde das keineswegs Kasperletheater, wenn es um die Abgrenzung von rechter Gesinnung geht. Hier ist und bleibt für mich eine klare Grenze zu setzen. Vergleiche gerne mal die Wahlprogramme. Was Du pauschal über die Grünen schreibst, ist so einfach nicht richtig. Und wo ist Deiner Meinung nach eine Lösung? Was mir alles nicht passt ist zu benennen ist relativ einfach. Ich habe immer noch großen Respekt und Wertschätzung für Menschen, die sich politisch engagieren.

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