Zeit für Freundlichkeit, die einfachste Form der Liebe

Keine Frage: Wir leben in anstrengende Zeiten. Vieles ist in Bewegung, Verlässliches gerät ins Wanken und Gewohntes trägt uns nicht mehr selbstverständlich. Das spüren wir im Großen – und im täglichen Miteinander. Rückzug zur Selbstfürsorge erscheint vielen Menschen als notwendige Antwort auf eine Welt, die sich immer mehr beschleunigt. Und doch zeigt sich gerade jetzt besonders, wie sehr ein gelingendes Zusammenleben von etwas Einfachem abhängt: davon, wie wir einander begegnen.
Lebenswichtig: Verbundenheit und Zugehörigkeit
Neben der stark ausgeprägten Individualisierung und dem Rückzug ins Private ist für Menschen das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Gruppe lebenswichtig, ja geradezu überlebenswichtig. Als unsere Vorfahren noch in der Steppe lebten, war es unmöglich, sich alleine durchzuschlagen. Zu groß war die Gefahr, durch wilde Tiere oder an Hunger zu sterben. Heute, ohne Hunger und wilde Tiere, bedeutet Zugehörigkeit für viele von uns: Wir wollen gesehen, gehört und wahrgenommen werden. Und zwar so, wie wir sind: wahrhaftig und ganz. Die beiden Gegensätze zu kombinieren, also die Selbstfürsorge und die Verbundenheit zu anderen, ist gar nicht so einfach. Wie so oft im Leben geht es auch hier um die optimale Balance.
Unerwünschte Nebenwirkungen für uns alle
Was ich beobachte, teilweise auch an mir selbst: Menschen, die sich zu sehr zurückziehen, sind irgendwann aus der Übung und vergessen leicht, wie wichtig es ist, anderen Menschen offen und freundlich zu begegnen. Es ist nicht unbedingt Herzlosigkeit, sondern womöglich nur zu viel Fokus und zu wenig Umsicht.Wenn diese Menschen nun auf die gestressten Menschen treffen, hat das ungewollte Folgen: ignorieren, vordrängen, zu nah auf die Pelle rücken und vielleicht gar scharfe Worte. Online kann das sogar zu Hass ausufern.
Es ist Zeit für mehr Freundlichkeit
Seit einiger Zeit treffe ich mich regelmäßig mit ein paar besonderen Menschen bei der von mir ins Leben gerufenen Frequenz-Zeit. Wir haben kein Ziel, nur die Vision einer lebenswerten Welt für alle Menschen.Wir sind sicher: Freundlichkeit kann immens dazu beitragen, die Bedürfnisse der Menschen nach Individualität und Verbundenheit zu erfüllen. Deshalb nehmen wir uns täglich vor, im Alltag radikal freundlich zu unseren Mitmenschen zu sein. Ob im Straßenverkehr, an der Supermarktkasse, im Online-Chat, am Arbeitsplatz oder in den sogenannten sozialen Medien. Überall dort ist Raum für Freundlichkeit. Sie beginnt mit dem Sehen, dem Wahrnehmen, dem Aufmerksamsein, dem Grüßen, dem Danken, dem Anbieten von Hilfe und vielem mehr.
„Random acts of kindness“ – so nennt sich das in internationaler Sprache – also: beiläufige, freundliche Taten. Schlussendlich wollen wir durch unser Handeln ein gutes Beispiel sein für unsere Mitmenschen. Das bedeutet: Es darf Zeugen geben, wenn wir freundlich sind. Aber auch, wenn es keine Zeugen gibt, sind wir freundlich!
Plus: Wir wollen für andere Menschen Gelegenheiten schaffen, freundlich zu sein. Das gelingt besonders gut, wenn wir um Hilfe bitten. Denn alle Menschen helfen gerne, wenn wir sie freundlich darum bitten. Auch das Einbeziehen Anderer in beiläufige Nettigkeiten klappt erstaunlich gut. Was meiner Erfahrung nach prima funktioniert: Ich spiegle Menschen zurück, was mich an ihrem Verhalten besonders beeindruckt.
Statt in die Falle des „Feedbacks“ zu tappen, bei der wir schnell dabei sind, Kritik zu üben, habe ich mir etwas anderes angewöhnt: Das, was mir persönlich nicht gefällt, erwähne ich gar nicht (außer es ist etwas wirklich Schädliches). Stattdessen hebe ich das hervor, was mir besonders gefällt oder guttut. Die Folge? Die Menschen freuen sich wirklich, und diese Freude strahlt auf mich zurück. Und im besten Fall tun sie ab sofort mehr von dem, was gut ankommt. So breiten sich Freundlichkeit und Liebe weiter aus.
Hast du Schmetterlinge schon mal streiten sehen?
Eben. Schmetterlinge sind freundliche Wesen. Sie wissen, dass genug für alle da ist. Und sie spüren instinktiv, dass ihr Leben zu kurz ist, um es mit unzufriedenem Motzen zu verschwenden.Auf der Schmetterlingsfrequenz, wo sich Menschen wie Schmetterlinge fühlen, ist Freundlichkeit die wahre Essenz. Hier gibt es keine konkurrierenden Gedanken, keine Machtkämpfe, keine Missgunst und keinen Neid. Denn hier sind Menschen so, wie sie gedacht sind, und sie tun, wofür sie gemacht sind. Sie haben sich selbst gefunden und sich selbst angenommen. Jetzt können sie ihre Lebensaufgabe erfüllen, ganz natürlich und ohne Aufwand.Deshalb liegt es diesen Menschen fern, unfreundlich zu anderen Menschen zu sein. Denn sie wissen: In jeder Raupe schlummert ein Schmetterling.Mit der Verwandlung (Metamorphose genannt) wird aus der Raupe ein wunderschöner Schmetterling.
Schmetterlinge fallen also nicht vom Himmel, sie ent-wickeln sich!
Sag mir doch, welche beiläufigen, freundlichen Taten gehören zu deinem Repertoire?
Gabriele Feile ist die Entdeckerin der Schmetterlingsfrequenz und lädt Menschen dazu ein, sie ebenfalls zu entdecken. Ihr Buch „Schmetterlinge fallen nicht vom Himmel“ ist im Münchner LebensGut Verlag erschienen. Das Buch liefert jede Menge Inspiration und lädt zum Reflektieren ein. Es ist für alle, die ihrer Lebensaufgabe auf der Spur sind oder sie bereits erfüllen.https://schmetterlingsfrequenz.eu/, https://gabrielefeile.de






☺️ ooooh, so schöööööööööön hier von einem meiner Lieblingsthemen zu lesen 🥰 Danke…..dazu fällt mir eine Geschichte über unsere Labradorhündin ein – sie hat die Angewohnheit, „ärgerlichen“ Zwei – und Vierbeinern Spielzeug anzubieten und diese zum Spielen aufzufordern auf sehr feinfühlig-charmante Weise…..für mich ist das fein abgestufte Repertoir an Beschwichtigungssignalen von Hunden eine so feine „Random Acts of Kindness“ – Quelle,weil sie auf einem „state of being“ beruhen…..Von dem ich gerne lerne…..🐕 ❤️
Herzlichst,
Dagmar
Ein sehr schöner Text. Danke.
Ich lächle auf meinen Spaziergängen Menschen an, die mir entgegen kommen, egal ob sie brummeln oder nicht. Oder ich bedanke mich bei den Menschen der Straßenreinigung oder Müllabfuhr, dass sie die Welt sauberer halten. Oder ich bringe vom Weihnachtsmarkt den Polizisten eine Tüte gebrannte Mandeln mit. Oder ich kaufe im Supermarkt einen Riegel Süßes und schenke ihn nach dem Bezahlen der Kassiererin. Oder ich sage fremden Menschen wie toll ihnen ein Kleidungsstück steht oder dass sie tolle Haare haben usw.