Die sieben kosmischen Gesetze – Orientierung in wilden Zeiten

Lesezeit 5 Minuten –

Von Sabine Hochmuth. Wir leben in bewegten Zeiten: Globale Krisen, gesellschaftliche Spannungen, persönliche Umbrüche, sich auflösende Systeme allerorten – vieles wirkt unsicher, instabil, kaum noch kontrollierbar. Viele Menschen spüren gerade eine Mischung aus Unsicherheit, Erschöpfung sowie unterschwelliger Angst. Nicht immer laut, nicht immer dramatisch, oft eher wie ein feines Grundrauschen. Ein Gefühl von „Ich weiß nicht mehr, wie die Welt funktioniert“.

Inmitten all dessen wächst ein tiefes Bedürfnis nach Orientierung – nach etwas, das trägt, nach einem inneren Kompass. Was, wenn es Gesetzmäßigkeiten gibt, die immer wirken und die unabhängig sind vom äußeren Chaos?

Die sieben kosmischen Gesetze beschreiben solche grundlegenden Wirkprinzipien. Sie sind keine Glaubenssätze und keine Dogmen, eher eine Erinnerung daran, dass das Leben nicht willkürlich geschieht. Ich bezeichne sie gern als eine Art „Bedienungsanleitung“ für das Leben. Nicht, weil sie alles vereinfachen, sondern weil sie Zusammenhänge sichtbar machen und uns in die Rolle einer selbstbestimmten Gestalterin des Lebens zurückbringen können.

Hier nun eine ganz kurze Beschreibung:

1. Alles ist Geist

Alles beginnt im Bewusstsein. Unsere Gedanken – und mehr noch die mit ihnen verbundenen Gefühle – formen unsere Realität. Daher ist dieses kosmische Gesetz so wichtig.

Ein einfaches Beispiel, das Dir sicher bekannt vorkommt: Ein halb gefülltes Wasserglas. Ist es halb voll? Oder halb leer? Beides ist wahr, doch die innere (meist unbewusst laufende) Bewertung erzeugt unterschiedliche Gefühle. Wenn wir z.B. gelernt haben, eher Mangel wahrzunehmen, entsteht ein Gefühl von „nicht genug“. Und dieses Gefühl prägt unser Erleben der Welt.

Deshalb funktionieren Affirmationen allein oft nicht. Wenn im Inneren noch ein alter Glaubenssatz wirkt, der diese Angst trägt, bestimmt er die stärkere emotionale Energie. Verändern wir jedoch die zugrunde liegende Prägung, verändert sich konsequent unser Erleben – und damit unsere Realität. Gerade in unsicheren Zeiten ist dieses Wissen machtvoll: Ich bin meinen Gedanken nicht ausgeliefert, denn ich kann mein Bewusstsein entwickeln und erweitern.

2. Wie innen, so außen

Das Gesetz der Entsprechung zeigt: Unsere äußere Welt spiegelt innere Zustände. Dabei geht es nicht um Schuld, sondern um Verantwortung und Gestaltungskraft. Wenn ich mein Inneres kläre, verändert sich auch mein Erleben im Außen. In einer Welt voller Projektionen wird Selbstreflexion zu einem Akt der Selbstermächtigung.

3. Das Gesetz der Schwingung

Alles ist in Bewegung und alles schwingt. Auch gesellschaftliche Entwicklungen unterliegen Frequenzen und Dynamiken. Starre gibt es nicht – nur Übergänge. Wer versteht, dass nichts dauerhaft festgeschrieben ist, verliert einen Teil seiner Angst. Jede Phase ist Teil eines größeren Bewegungsprozesses.

4. Das Gesetz der Polarität

Alles besitzt zwei Pole: Licht und Schatten, Fülle und Mangel, Angst und Vertrauen, Spannung und Entspannung. Diese vermeintlichen Gegensätze sind keine Feinde, sondern Ausdruck eines Kontinuums. Wenn wir das verstehen, hören wir auf, gegen „das Negative“ zu kämpfen – und beginnen, bewusst unseren Fokus dahin zu verschieben, wo wir hin möchten.

5. Das Gesetz des Rhythmus

Alles verläuft in Zyklen: Ein- und Ausatmen, Ebbe und Flut, Aufstieg und Rückzug. Auch kollektive Prozesse folgen diesem Rhythmus. Krisen sind keine Endpunkte, sondern Wendepunkte im größeren Zyklus. Dieses Wissen schenkt Gelassenheit.

6. Ursache und Wirkung

Nichts geschieht zufällig. Jede Wirkung hat eine Ursache – sichtbar oder unsichtbar. Dieses Gesetz ist kein moralisches Urteil, sondern ein Schlüssel zur Selbstverantwortung. Meine heutigen Gedanken, Gefühle und Handlungen gestalten meine Zukunft. Gerade in turbulenten Zeiten gibt mir das Stabilität: Ich bin bewusste Mitgestalterin meines Lebens.

7. Das Gesetz des Geschlechts

Alles trägt schöpferische Prinzipien in sich – das Empfangende und das Gestaltende, Intuition und Umsetzung. Ideen brauchen Hingabe sowie Struktur und Vision braucht Erdung. Wenn wir beide Kräfte in uns integrieren, entsteht bewusste Schöpfung.

Warum diese Gesetze heute so wichtig sind

In einer Welt, die zunehmend komplex erscheint, schenken die kosmischen Gesetze:

– Orientierung, denn sie zeigen, dass hinter allem Geschehen Ordnung liegt.

– Gestaltungskraft, denn mit diesem Wissen kann ich bewusst mein Leben formen, statt nur zu reagieren.

– Angstreduktion: Wenn ich verstehe, wie diese Wirkmechanismen funktionieren, fühle ich mich weniger ausgeliefert. Denn Angst entsteht oft aus dem Gefühl der Ohnmacht, wohingegen Verständnis Handlungsspielraum schafft.

Kosmische Gesetze als Alltagshelfer

Die sieben kosmischen Gesetze sind keine Theorie. Sie sind im Alltag erfahrbar: in unseren Beziehungen, in unseren Gedankenmustern, in unserem Umgang mit Krisen. Sie erinnern uns daran, dass selbst in wilden Zeiten eine innere Ordnung wirkt und dass wir lernen können, mit ihr bewusst zu kooperieren. Sie zeigen ihre Kraft im Alltag: im Umgang mit Angst, mit Mangelgedanken, mit Konflikten, mit Entscheidungen.

Ich glaube, dass es immer weniger darum geht, neue spirituelle Konzepte zu sammeln und immer mehr darum, alte Zusammenhänge wieder bewusst anzuwenden. Aus dieser Motivation heraus ist mein E-Book „Die sieben kosmischen Gesetze für jeden Tag“ entstanden – als praktische Einladung, diese Prinzipien im eigenen Leben zu erforschen und anzuwenden.

Es darf kostenfrei genutzt werden, als Impulsgeber und Begleiter auf dem eigenen Weg. Denn gerade in wilden Zeiten brauchen wir keine zusätzlichen Theorien, sondern innere Orientierung und das Vertrauen, dass wir mehr gestalten können, als wir oft glauben.

Zur Person: Sabines spiritueller Weg begann im Jahr 2000 nach einem schweren Unfall mit Nahtoderfahrung. Ihre LUST ZU LEBEN, wo sie spirituelle Coachings und Ausbildungen in dem von ihr entwickelten Intuitiven Reiki gibt, existiert bereits seit 2004. Sabine ist sowohl Reiki-Meisterin, -Lehrerin und -Coach, als auch Mentorin für Freiheit, spirituelle Selbstheilung & Persönlichkeitsentwicklung, Nahtoderfahrung & Jenseitskontakte, Intuition & kosmische Gesetze. „Freiheit durch Verbundenheit“ ist dabei ihr Credo. Die studierte Ethnologin lebt und arbeitet heute auf Zypern, ist auch Buchautorin, Kolumnistin, internationale Speakerin und veranstaltet spirituelle Retreats Online sowie auf ihrer Sonneninsel. Weitere Infos findest Du unter: https://lust-zu-leben.de

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7 Kommentare

  1. Liebe Sabine
    Dein Beitrag erinnert mich an meine ersten Erkenntnisse über die grossen Zusammenhänge in den 80er- Jahren: Damals bin ich den kosmischen Gesetzen zum ersten Mal begegnet.
    Und es ist dieses Hin- und Herschwingen zwischen den Polen, das diese Gesetzmässigkeiten so harmonisch macht- alles wird integriert.
    Sogar in deinem Satz „Freiheit durch Verbundenheit“ verbindest du zwei Pole zu einem Ganzen.
    Danke also für deinen Beitrag, er kam grad zur passenden Zeit!

    • Wie schön, liebe Michelle, dass Deine Erinnerung durch meinen Beitrag reaktiviert wird – das freut mich sehr für Dich. 🥰 Ich denke, dass wir sie gerade in diesen wilden Zeiten gut gebrauchen können …

      Die Harmonie, die Du beschreibst, kann ich gut spüren. Für mich ist diese Mitte zwischen den Polen so was wie ein Nullpunkt (in seiner positivsten Bedeutung) – hier ist die lebendige Stille aus der heraus alles entsteht … WUNDERvoll!

      HERZliche Grüße an Dich 💕🙏🏼

    • Hallo Lia!
      Ja, das Gesetz der Resonanz gibt es auch – und ich erlebe es mindestens so wirkungsvoll wie die von Sabine beschriebenen kosmischen Gesetze.
      Wie Resonanzen unser Leben bestimmen habe ich vor Jahren z.B. bei Rüdiger Dahle und Rüdiger Schache gelesen und in meinem Praxisbuch „So nah am Himmel“ darüber geschrieben:
      https://imke-rosiejka.de/praxisbuch-2/

      Was auch immer dir begegnet … 🙂 du könntest es angezogen haben.

      Herzensgrüße
      Imke

  2. Ich weiß nicht, wie Du auf 7 gekommen bist und dann diese Phänomene zusammengefunden hast. Jedenfalls freue ich mich, dass die Frage nach den übergeordneten (über der dualen Welt) Bewegungen ein breiteres Feld erreicht. Ich schließe gerade mein drittes Buchprojekt ab, in dem ich aus allen großen Traditionen die „Gesetze“ zusammenführe und – wie eine Blaupause – auf meinen Weg mit Aditi lege. Die Buddhisten dampfen es auf zwei große Gesetze herunter: Das Gesetz der Vergänglichkeit. Und das Gesetz der vollkommenen Wechselseitigkeit. Hierauf lässt sich dann sogar die Tabula Smaragdina herleiten, von der Du einiges zitierst. Wie auch immer: Wenn wir beseelt bleiben wollen, in dieser Welt, ist es wichtig, diese Ebenen zu erforschen und bewusst zu leben.

    • Liebe Evelin
      Zur besseren Einordnung: „Die 7 hermetischen Gesetze“ wurden erstmals unter dem Titel „das Kybalion“ 1908 veröffentlicht.
      Heute werden sie oft geistige oder spirituelle Gesetze genannt.

      Liebe Grüsse
      Michelle

  3. Liebe Michelle, die Hermetik ist die Lehre, die auf den Gesetzen basiert, die auf der Tabula Smaragdina gefunden wurden. Nach Golden Dawn ist sie 3000 v. Chr, entstanden. Wissenschaftliche Sicherheit gibt es (nur) bis zum 2. Jh n. Chr.. Viele New Age Coaches verwenden diese tiefgreifenden Prinzipien als Rahmen. Meines Erachtens können sie nicht über das reine Lesen der Worte durchdrungen werden. Als praktizierende Alchemistin liebe ich es, die 13 (!) Sätze (in der syrischen Übersetzung) der Tafel immer wieder neu in mir zu bewegen, während die Destille arbeitet und die Pflanzenspirits mich umgeben. Aber wie schon gesagt: Die Buddhisten haben das etwa in der selben Zeitachse einfacher und umfassender formuliert. Als „Lebenshilfe“ ist das vielleicht griffiger. Herzlich ! Evelin

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