Biotope für die Enkel

Dieser Mann ist unermüdlich am baggern, um für seine Enkel eine lebenswerte Natur zu hinterlassen. Der hessische Tiefbauunternehmer und Landschaftsbauer Wolfgang Schleich aus Gedern legt künstliche Feuchtbiotope und Teichlandschaften im Vogelsberg an. Mit seinen privat und öffentlich geförderten Projekten kämpft er aktiv gegen die zunehmende Trockenheit in den Wäldern und schafft wertvolle Lebensräume für bedrohte Tierarten. Als persönliche Handschrift hinterlässt der 68jährige in jeder seiner Teichanlagen mindestens ein Gewässer in prägnanter Herzform.
Die Grundprinzipien der Biotope:
- Wasserretention: Seine Anlagen halten Regenwasser in der Region, um dem durch den Klimawandel sinkenden Grundwasserspiegel entgegenzuwirken.
- Kaskadensysteme: Schleich legt oft mehrere Teiche treppenartig an. Dies bremst abfließendes Wasser und schützt Dörfer vor Hochwasser.
- Naturnahe Gestaltung: Es wird kein Material abtransportiert oder neu hinzugekauft. Er schichtet vor Ort Basalt und Erde um.
„Die Dürre ist für Wolfgang Schleich ein weiterer Beleg dafür, dass es genau das Richtige ist, was er tut: Er setzt sich an die Steuerknüppel seines Baggers und gräbt Teiche in seine Heimat, den Vogelsberg, eine vulkanische Erhebung zwischen Fulda und Frankfurt am Main. Seit mehr als zwanzig Jahren schon. „Vielleicht so 120 Anlagen“, schätzt Schleich, habe er erschaffen. Jede „Anlage“ zählt zwischen fünf und mehr als hundert Einzelgewässer.“ Atmo Magazin
Auswahl Großprojekte im Vogelsberg:
- Koppelhuth bei Herbstein: Seine größte zusammenhängende Anlage. Ein engmaschiges Netz aus Tümpeln bietet Amphibien ideale Bedingungen.
- Hillersbach bei Gedern: Ein von Hessenforst initiiertes Großprojekt. Auf 19.000 Quadratmetern fangen elf Biotop-Gewässer bis zu 3.000 Kubikmeter Wasser auf.
- Gederner Stadtwald (Ober-Seemen): Ein ausgeklügeltes Kaskadensystem am Gottesbach zur gezielten Wasserzurückhaltung.
- Magistersteg bei Maiches: Ein mehrstufiges Rückhaltesystem am Wannbach. Es gibt in Dürreperioden kontrolliert Wasser an die Umgebung ab
Danke.
Quellen: https://schleich-tiefbau.de/biotope.html




